Der europäische Verband vergab das Finale an die Swarco Raiders Tirol, die in Innsbruck auf die Vienna Vikings treffen werden. Beide Klubs haben sich beworben, das Angebot der Raiders war das bessere.

„Wir haben natürlich unser Gebot, welches an die Grenzen des uns finanziell Möglichen ging, abgegeben. Das Gebot der Tiroler war eben höher.“ — Dacia Vikings Präsident Karl Wurm.

„Mit 2019 gibt es endlich wieder echte Europameisterschaften der Football-Clubs aus ganz Europa. Es freut mich besonders, dass das Finale am Innsbrucker Tivoli gespielt werden kann. Das ist ein Top-Rahmen für das größte Football-Spiel Europas. Die Raiders Organisation ist in ganz Europa ein Vorbild und dieser Event wird sicher Maßstäbe setzen“, ist sich IFAF Director Gregor Murth sicher.

Die Vikings setzten sich in der Gruppenphase der ECTC gegen die Badalona Dracs und die Triangle Razorbacks durch und kamen über Helsinki kampflos in dieses Finalspiel, da die Finnen zuvor aus dem Bewerb ausgestiegen sind. Die Raiders besiegten in der CEFL im Grunddurchgang die Thonon Black Panthers und die Seamen Milano. In der CEFL Bowl XIV gegen die Calanda Broncos kürten sich die Tiroler zum dritten Mal in Folge CEFL Champion und sicherten sich somit ebenso den Einzug in das Championship Game der IFAF European Club Team Competition.

Führungsposition mit Schönheitsfehler

Murth freut sich bereits auf das Spiel der beiden Top Clubs: „Beide Teams haben sich gegen diverse Staatsmeister durchgesetzt und es zeigt die Führungsposition, die die österreichischen Top-Teams in Europa haben. Ich erwarte einen offenen Schlagabtausch und kann nur jedem Fan raten sich dieses Spiel anzusehen.“

Allerdings hat diese Führungsposition einen nicht ganz unwesentlichen Makel: Zwar gibt es nach den Verbands-Querelen auf europäischer Ebene in den vergangenen Jahren mit der European Club Team Competition wieder einen offiziellen, von der IFAF Europe anerkannten Klubwettbewerb, an dem 13 europäische Vereine – allesamt Meister oder Vizemeister in ihren nationalen Ligen – teilnehmen, die zuletzt besten Teams Europas aus Braunschweig und Schwäbisch Hall, die waren allerdings 2019 nicht mit dabei. Seit drei Saisonen gab es nun kein Kräftemessen  zwischen GFL und AFL mehr. 2016 gewannen die New Yorker Lions die Eurobowl gegen die Raiders mit 35:21. Am Weg dorthin eliminierten sie auch die Vienna Vikings. Ein Jahr zuvor scheiterten Raiders und Vikings bereits in der Vorrunde an den Lions bzw. Unicorns.

Gute Erinnerungen an den Tivoli

Zwar gingen die Vikings in den letzten Duellen gegen die Raiders stets als Verlierer vom Feld – auch die bisherigen zwei Partien 2019 gingen an die Raiders – an ein Europacup Finale in Innsbruck haben die Wiener allerdings gute Erinnerungen: Zuletzt standen sich die beiden Teams vor sechs Jahren in einem europäischen Finale gegenüber. Am Tivoli holten sich die Wikinger 2013 mit 37:14 ihren fünften und bislang auch letzten europäischen Titel.

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