Die von der NFL neuerdings gelebte Solidarität mit protestierenden Spielern, führt nun zu einer völligen Trendumkehr. Quarterback Colin Kaepernick, der die Proteste vor vier Jahren mit ausgelöst hat und dafür von der Liga de facto ausgeschlossen wurde, soll in dieser nun wieder willkommen sein.

„Wenn er seine Karriere in der NFL fortsetzen möchte, braucht es natürlich ein Team, das diese Entscheidung trifft. Ich begrüße das, unterstütze jeden Klub, der diese Entscheidung trifft, und ermutige sie, das zu tun“, erklärte Liga Commissioner Roger Goodell gegenüber dem TV-Sender ESPN.

Persona non grata nun wieder willkommen

Kaepernick war 2016 der erste NFL-Profi, der bei der Nationalhymne kniete, um gegen Polizeigewalt und Rassismus zu demonstrieren. Damals gab es keine Unterstützung seitens seines Vereins, der San Francisco 49ers, oder gar der Liga. Im Gegenteil: Die Klubs sprachen sich untereinander ab, damit er keinen Job mehr in der NFL findet. Der mittlerweile 32-Jährige ist seither auch ohne Vertrag und bekam nach einer Klage eine finanzielle Entschädigung der NFL.

Seit dem Aufruf etlicher NFL Stars haben aber Goodell und die Liga die Reissleine gezogen. Aus Angst vor einem möglichen Streik entschuldigte sich Goodell und stellte sie sich nun hinter die Proteste und damit auch gegen Präsidenten Donald Trump. Der ruft bereits zum Boykott der NFL und auch anderen Sportligen auf.

NFL Commissioner Goodell: Es war falsch, den Spielern nicht zuzuhören

Goodell sagte zudem, dass Kaepernick dabei helfen kann, dass die NFL in Zukunft bessere Entscheidungen zu ihren Standpunkten zum Veränderungen in der Gesellschaft der USA treffe. „Ich hoffe, dass wir nun an einem Punkt sind, an dem jeder engagiert ist für einen langfristigen, nachhaltigen Wandel“.

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