Bisher ging man allgemein davon aus und so wurde das auch vom Verband auf seiner Webseite kommuniziert, dass die Verbindung der ASKÖ Rangers und Baden Tigers klassifiziert eine Spielgemeinschaft sei. Dem ist nicht und war auch nie so. Es handelt sich dabei um den Verein AFC Rangers, dessen Unit lediglich unter dem Namen LA Titans die Meisterschaft spielt. Das bestätigte uns AFBÖ Commissioner Christian Steiner auf Anfrage.

Der Verein AFC Baden Tigers hat damit nur so viel zu tun, als seine Spieler nun Spielerpässe der AFC Rangers haben, also von Spielern des Badener Vereins zu Spielern der Rangers wurden.

Stutzig machte uns der kürzlich veröffentlichte Nachwuchs-Spielplan. Auf diesem stehen als Teilnehmer des Junioren-Cups die LA Titans. Laut Wettspielordnung müsste aber jeder Verein für sich die Nachwuchsarbeit zur Erlangung einer Spielerlaubnis in der Division I erbringen. Was im konkreten Fall der Titans, wären sie ein Spielgemeinschaft, laut WSO bedeutet hätte: Sowohl die Rangers, als auch die Tigers, müssten im Junioren-Cup oder der Junioren-Meisterschaft antreten. Selbst die Nachwuchsbeauftragte Sabine Katzmayer ging zuletzt noch davon aus, dass es sich bei den Titans um eine Spielgemeinschaft handelt, wusste also wie wir nicht, dass sie das nicht sind.

Papiertiger
Da es sich bei den Titans um nichts anderes als den Verein Rangers handelt, ist das nun auch rechtens. Die Baden Tigers sind allerdings seither ein Papiertiger – der Verein existiert nur noch pro forma. Er erfüllt auch tatsächlich nicht mehr die Voraussetzungen um in der Division I spielen zu können, da er keine Nachwuchsarbeit erbringt. Die erbringt der AFC Rangers unter dem Namen LA Titans. Es gelten übrigens für alle Spieler, Kampfmannschaft wie Nachwuchs, sämtliche festgehaltenen Wechselfristen, unabhängig von sonstigen mündlichen oder schriftlichen Abmachungen.

Die Erkenntnis stellte doch eine kleine Überraschung dar, da wir nicht ganz verstanden haben (und eigentlich immer noch nicht verstehen), warum sowohl die beiden Vereine, als auch der Verband, über fast eine ganze Saison das Wort Spielgemeinschaft im Zusammenhang mit den Titans vor sich hersagen und schreiben, am Ende genau das sich aber dann als unrichtig herausstellt.

Steurer: Wollen in die Relegation
Titans GM Sascha Steuer, damit konfrontiert, dass die Ankündigung auf der Titans-Webseite: ‚Die LA (Lower Austrian) Titans, eine Spielgemeinschaft der AFC Rangers und der Baden Tigers‘ sachlich falsch ist: ‚Es ist ja egal wie man das Kind nennt – wir spielen jedenfalls zusammen. Ob es jetzt auch rechtlich eine Spielgemeinschaft ist oder nicht, ist eine Nebensache. Die beiden Vereine haben sich so darauf geeinigt. Die Stimmung im Team ist nach sieben Niederlagen nicht die beste, daher hoffen wir, dass wir in ein Relegationsspiel gefordert werden. Nur so können wir herausfinden, wo wir hingehören. Gewinnen wir, dann wissen wir wo wir stehen. Verlieren wir, dann auch.‘

Mit den Wölfen ins Waisenhaus
Am kommenden Sonntag geht es für die Titans nach Budapest zum letzten Saisonspiel. Vorher werden die Spieler, gemeinsam mit den Budapest Wolves, ein Waisenhaus besuchen, den Kindern Geschenke mitbringen und sie zum Spiel einladen. Steurer: ‚Wir wollten zum Ausklang der Saison so etwas machen und die Wolves haben sich uns angeschlossen. Wir werden ein Waisenhaus in Budapest besuchen, bringen den Kids Süßigkeiten und Spielzeug mit. Unser Bus fährt dann wieder zum Waisenhaus zurück und bringt die Kinder zum Spiel.‘

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