Es war von Beginn an das erwartet enge Spiel, in dem die Adler, die im eigenen Stadion durch Losentscheid allerdings als Gastmannschaft geführt wurden, durch einen Touchdown von Danilo Naranjo-Gonzales nach Pass von Darius Outlaw bereits nach fünf Minuten mit 7:0 (PAT Philipp Anderson) in Führung gingen.

Diese hielt jedoch nicht einmal bis zum Viertelende, da die New Yorker Lions durch einen 28-Yard-Touchdownpass von James Peterson auf Anthony Dable und dem Extrapunkt von Tobias Goebel schnell ausgleichen konnten.

Fortan dominierten die Verteidigungsreihen beider Teams noch stärker das Geschehen. So kamen im zweiten Viertel beide Teams jeweils nur noch zu einem Field Goal. Also ging es mit einem 10:10 in die Halbzeitpause.
Spielentscheidende Fehler
Im dritten Quarter machten die Lions aus Braunschweig dann den ersten schweren Fehler, als Quarterback Peterson den Ball fallen ließ und dieser von der Berliner Defense gesichert wurde. Aus dem folgenden Drive der Adler resultierte der zweite Touchdown der Hauptstädter, den Talib Wise durch einen Lauf über zwei Yards in die Endzone erzielte. Als Andersen mit einem sehenswerten Treffer aus 43-Yards sein zweites Field Goal zum zwischenzeitlichen 20:10 markierte, schien das Spiel bei dieser Hitze entschieden zu sein.
Dabei hätten die Lions durchaus die Chance auf den Ausgleich gehabt, der Pass von Peterson auf Dable wurde jedoch von Defensive Back Sebastian Karl in der eigenen Endzone abgefangen.
Aufholjagd wird nicht belohnt
Doch die Niedersachsen gaben nicht auf und kamen durch einen weiteren Touchdown von Dable und dem verwandelten Extrapunkt noch einmal auf 17:20 heran. Allein, es sollte nichts mehr nutzen, da die Defense der Berliner den letzten offensiven Anstrengungen der New Yorker Lions standhielt. Als ein vierter Versuch 40 Sekunden vor Schluss für Braunschweig kein neues First Down einbrachte und die Alder somit wieder in Ballbesitz kamen, kannte der Jubel keine Grenzen – das Spiel war entschieden.
Zum besten Spieler, dem MVP des EUROBOWL XXVIII, wurde Berlins Quarterback Darius Outlaw gewählt und war nach der Partie sichtlich fertig. „Es war nicht nur die Hitze, die uns zugesetzt hat. Die Verteidigung der Lions war heute extrem gut und hart, sie haben uns das Leben richtig schwer gemacht. Am Ende bin ich natürlich sehr glücklich, dass wir das Finale gewonnen haben.“ Outlaw brachte 23 seiner 35 Pässe für einen Raumgewinn von 229 Yards und einen Touchdown an. Allerdings unterlief ihm auch eine Interception.

Chefcoach Kim Kuci lobte sein Team. „Wir wussten, dass unsere Chance darin bestand, das Spiel bis ins letzte Quarter offen zu halten. Das Team hat hervorragend gearbeitet. Die Turnovers waren für unseren Score natürlich enorm wichtig, da sich hier zwei extrem starke Verteidigungen gegenüberstanden. Der Sieg hat alle Erwartungen übertroffen und wir können jetzt mit Stolz sagen, dass wir etwas Großes geschafft haben.“

Dementsprechend enttäuscht war sein Gegenüber Troy Tomlin, unter dem Kuci als Spieler seinen ersten EUROBOWL 2003 gewinnen konnte. „Es hat heute einfach nicht sein sollen. Natürlich haben uns die Turnovers weh getan, weil daraus zweimmal Punkte für den Gegner resultierten. Berlin hat auch Fehler gemacht, wir konnten diese aber nicht nutzen.“
EUROBOWL XXVIII
New Yorker Lions vs. Berlin Adler 17:20

(7:7/3:3/0:7/7:3)
19. Juli 2014, Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark Berlin
Scores:
1. QUARTER
TD ADL 0:7 Danilo Naranjo-Gonzales (PAT Philipp Andersen)
TD LIO 7:7 Anthony Dable (PAT Tobias Goebel)
2. QUARTER
FG ADL Philipp Andersen
FG LIO 10:10 Tobias Goebel

3. QUARTER
10:17 TD ADL Talib Wise (PAT Philipp Andersen)
4. QUARTER
FG ADL 10:20 Philipp Andersen
TD LIO 17:20 Anthony Dable (PAT Tobias Goebel)

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