Von Beginn an entwickelte sich ein Spiel auf höchsten europäischem Footballniveau in dem sich beide Teams sowohl auf Seiten des Angriffs, als auch in der Verteidigung nichts schenkten. Den Coin Toss der Partie gewannen die New Yorker Lions, welche sich für die “2nd Half Option“ entschieden und zuerst den Ball via Kick-Off ins Spiel brachten. Raiders Quarterback Sean Shelton und Runningback Sandro Platzgummer brachten die Gastgeber schnell bis an die 45 Yard Linie der Lions voran, doch der folgende erste Passversuch von Shelton landete nicht in den Armen seines Receivers, sondern in die von Braunschweigs Passverteidiger Mualick Bangura.
Aber auch der erste Angriffsdrive der Löwen brachte keinen nennenswerten Raumgewinn und die Titelverteidiger mussten sich per Punt vom Angriffsrecht trennen. Ebenso erging es den Raiders. Was nun im Angriff der New Yorker Lions folgte gehört in die Kategorie „Highlight“. Gleich im ersten Versuch von der eigenen 28 Yard Linie überlistete die Offense der Löwen um Spielmacher Grant Enders mit einem sogenannten Flea Flicker, das gesamte Backfield der Abwehr der Innsbrucker. Mit der Kombination Enders auf McCants, McCants auf Enders und dann per 75 Yard Pass auf Niklas Römer gingen die Braunschweiger mit 7:0 (PAT Tobias Goebel) in Führung.
Doch die Antwort der Hausherrren ließ nicht lange auf sich warten und bereits nach kuzer Zeit sorgte Spielmacher Sean Shelton mit einem 33 Yard Pass auf Ballfänger Kyle Callahan für dem 7:7 (PAT Clemens Erlsbacher) Ausgleich. Ähnliches Bild im zweiten Spielviertel. Runningback David McCants brachte mit einem Lauf aus 7 Yards Entfernung die Löwen wieder mit 14:7 in Führung (PAT Tobias Goebel). Vorangegangen waren u.a. mehrere Pässe auf Evan Landi. Auch darauf wussten die Innsbrucker umgehend eine Antwort und scorten ihrerseits zum erneuten Ausgleich von 14:14 durch Runningback Sandro Platzgummer. Mit diesem Spielstand ging es auch in die Halbzeitpause, wobei ein 50 Yard Fieldgoal von Tobias Goebel nur knapp zu kurz und somit ungültig war.
Nach der Halbzeitpause erwischten die New Yorker Lions eindeutig den besseren Start in die zweite Hälfte der Partie. Beginnend von der eigenen 16 Yard Linie führte Grant Enders sein Team mit Pässen auf Niklas Römer, Jan Hilgenfeldt und Evan Landi, sowie mit Läufen von McCants über das Feld. Für die Punkte zum 21:14 (PAT Tobias Goebel) war Enders selbst mit einem acht Yard Lauf verantwortlich. Diese abermalige Führung konnten die New Yorker Lions erstmalig um weitere Punkte ausbauen, als die Verteidigung der Braunschweiger den Angriff der Raiders schnell zur Ballgabe zwang. Lions Head Coach Troy Tomlin packte das zweiten “Highlight“-Play des Abends aus seinem Repertoire aus und seine Offense setzen diese bravorös um, in dem Jan Hilgenfeldt nach einem kurzen Rückwärtspass von Enders nicht selbst mit dem Ball lief, sondern dieses per Pass auf Niklas Römer fortsetzte. Resultat war ein 75 Yard Touchdown von Römer zum 28:14. Dieses war dann auch der Spielstand mit dem beide Teams letztmalig die Seiten tauschten. Das vierte und letzte Quarter war von der eh schon grandiosen Verteidigung der Braunschweiger dominiert, welche erst bei noch knapp zwei Minuten Restspielzeit sich den Anläufen des Raiders Angriffs geschlagen geben musste. Innsbrucks Quarterback Sean Shelton bediente Clemens Erlsbacher mit einem 15 Yard Pass zum 28:21. Den folgenden Onside-Kick der Löwen konnte Evan Landi für seine Farben an der Raiders 49 Yard Linie sichern und sich herausstellen, das gleich der erste Spielzug der Offense der Braunschweiger mit einem Lauf von McCants, über das gesamte Spielfeld, zum Erfolg und dem Spieltand 35:21 /PAT Tobias Goebel) führte. Dieses waren dann auch die letzten Punkte des Spiels, da die Verteidigung der New Yorker Lions weiterhin eine Glanzleistung ablieferte, an de sich die Swarco Raiders die Zähne ausbissen. Damit sicherten sich die Lions nach 1999, 2003 und 2015 den vierten Eurobowl-Titel und damit die Krone Europas für Vereinsmannschaften.
Beide Trainer waren voller Lobes für ihre Teams, aber auch der Anerkennung für das jeweilig andere Team. Lions Head Coach Troy Tomlin sagte: "Ich bin stolz auf das was sein Team geleistet hat, sie haben es sich verdient“. Raiders Cheftrainer Shuan Fatah ergänzte :"Diese Niederlage ist sehr schmerzhafTobias Doch wir müssen leider neidlos anerkennen, dass Braunschweig heute die bessere Mannschaft war. Die erste Halbzeit verlief ausgeglichen. Doch im dritten Viertel sind wir einfach nicht in Fahrt gekommen und haben es dem Gegner zum Teil zu leicht gemachTobias Das Team hat gekämpft, doch das sollte am Ende nicht reichen."
EUROBOWL XXX
Swarco Raiders Tirol vs. New Yorker Lions Braunschweig 21:35
(7:7/7:7/0:14/7:7)
SA 11. Juni 2016 18:00 Uhr, Tivoli Stadion Innsbruck

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