Es geht um eine im Raum stehende Umwandlung der kontinentalen Footballverbände in Dependancen des Weltverbandes IFAF, womit u.a. die EFAF Kompetenzen verlieren würde. Dieser Vorschlag wurde in den vergangenen Monaten in einer Arbeitsgruppe behandelt. Augenscheinlich stehen auch innerhalb der EFAF eine Reihe von nationalen Verbänden hinter diesem, bzw. können sich unter gewissen Umständen eine Umsetzung in die Tat vorstellen.
Das will in erster Linie aber der EFAF Präsident Robert Huber verhindern, der Klage bei einem Gericht in Paris eingebracht hat. Im Kern vertritt die EFAF hier die Ansicht, dass der Vorgang selbst einem Ausschluss der EFAF aus der IFAF gleich kommen würde. Da ein solcher nicht auf der Tagesordnung stehe und auch in der Form gegen die Statuten der IFAF verstoße, wäre die ganze Sache abzublasen, weil rechtlich gar nicht zulässig.

Huber vs. Wiking

Huber ließ dabei die Vizepräsidenten Roope Noronen (FIN) und Michael Eschlböck (AUT) außen vor, die davon erst nach der Einreichung erfuhren. Eschlböck stellte fest, dass das alles nicht nur ohne seiner Zustimmung, sondern überhaupt ohne sein Wissen gemacht wurde. Es sei außerdem ein anderes Vorgehen vereinbart worden. Er (Eschlböck) sieht eine Klage derzeit für nicht notwendig an, schließt aber nicht aus, dass hinter dem nicht akkordierten Vorgehen persönliche Beweggründe stehen könnten.
Zwischen dem EFAF Präsidenten Robert Huber und dem IFAF Präsidenten Tommy Wiking tobt seit Jahren ein persönlicher Kampf um Macht und Einfluss.
Am 15. März 2010 schloss die EFAF bei ihrer Generalversammlung die Delegierten Hollands aus, von denen einer als Gegenkandidat zum amtieren Präsidenten Huber antreten wollte. Kurz davor ist ein Fax aufgetaucht, in dem der holländische Verband seinen Austritt aus der EFAF erklärte. Die Holländer stritten vehement ab, dieses auch gesendet zu haben. Sie wurden bei der Sitzung aber trotzdem nicht zugelassen. Huber wurde ohne Gegenkandidat wiedergewählt. Ein Jahr später wurde Huber bei einer außerordentlichen GV wiedergewählt, bei der die Dänen ihren Gegenkandidaten in letzter Sekunde zurück zogen.
Damals drohte Michael Eschlböck mit dem sofortigen Austritt des AFBÖ kurz vor der WM aus der EFAF und merkte an, dass er bei der Auseinandersetzung keine der beiden Parteien im Recht sieht.

SZ mit Gegendarstellung

Das alles hat das bereits angespannte Verhältnis zwischen Huber und dem Weltverband noch weiter belastet. IFAF Präsident Tommy Wiking macht keinen Hehl daraus, dass er Huber für untragbar und einen Mann, der „sich nicht um den Football schert“ hält, wie er der Süddeutschen Zeitung damals mitteilte. Die gleichzeitig einen kapitalen Recherche Bock schoss und in Folge eine Gegendarstellung zu den Berichten über Huber veröffentlichen musste.

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