Die Absagen betreffen in erster Linie die Calanda Broncos, den kommenden Gegner im Eurobowl der Raiffeisen Vikings.
Die Graubündner werden bis zum Endspiel der EFL maximal noch ein Spiel (die Swiss Bowl) absolvieren, denn die Spiele gegen die Zürich Renegades, Winterthur Warriors und nun auch das Halbfinale gegen die Bern Grizzlies wurden abgesagt. Das aus unterschiedlichsten Gründen.
Das Spiel der Broncos gegen Zürich war für das selbe Wochenende wie das EFL Halbfinale angesetzt. Offenbar haben die Macher nicht damit gerechnet, dass Calanda europäisch so weit kommen wird. Winterthur gab wiederum an zu wenig Spieler zu haben für ein Spiel und entschuldigte sich bei Gegner und Fans. Bern, welches im Semifinale antreten sollte, steckt nun dem Verband die Schuld in die Schuhe.
Unter dem theatralisch anmutenden Titel „Der schwärzeste Tag in der Geschichte des Schweizer Footballs“ wurde (offenbar ohne der Zustimmung der Grizzlies) auf einem Schweizer Weblog, der die Broncos stets in einem glamourösen Licht erscheinen lässt, der Mailverkehr mit der Berner mit Verbandspräsident Dieter Witschi veröffentlicht. Darin führt der Klub aus der Hauptstadt an, dass die Saison ja gar nie zu Ende gespielt wurde, man wegen fehlender Urteile des technischen Komitees und des Verbandsgericht auch keine Rangliste habe, welche aus ihrer Sicht aber Grundlage für die Playoff-Paarungen sein müssten. Eine Vorbereitung sei so nie möglich gewesen, daher treten sie zu diesem Halbfinale auch nicht an.
Ob das jeweils die tatsächlichen Gründe sind, ist fraglich, denn damit ist jenes Szenario eingetreten, welches viele in der Schweiz vor der Saison vorhergesagt haben. Der Spielplan komme zu spät, keiner will gegen Calanda spielen (ein Boykott stand damals im Raum) und Spiele werden einfach nicht stattfinden.
Bleibt nur noch eine „spannende“ Frage für die Saison 2012 in der Schweiz offen: Gewinnen die Broncos die Meisterschaft in einem Spiel, oder wird der Gegner vorher krank?

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