Nach einer knappen, umkämpften 10:7 Niederlage 2022 gegen ein Prä-ELF Team und einem einseitigen 0:51-Sieg im darauffolgenden Jahr, schien sich auch dieses Jahr ein ganz anderes ungarisches Team mit den Rittern messen zu wollen.

Das Spiel:

Die Enthroners starteten mit dem Ballrecht und konnten dieses bereits im ersten Drive des Spiels zu Punkten verwandeln. Nach einem langen Run von Balász Fodor und einem guten defensive Stop auf der Knights Seite, wurde ein Fieldgoal zum 3:0 verwandelt. Nachfolgend konnte die Knights Offensive bei ihrem ersten Rendezvous mit dem Ball erfolgreich gestoppt werden, da ein guter Drive mit einer nicht erfolgreichen 4th Down Conversion endete.

Mit einer knappen Führung in den Händen wollten die Ungarn gleich wieder anschreiben, wogegen die starke Knights Defense aber etwas einzuwenden hatte. Diese blockte durch Michael Machherndl einen weiteren Field Goal-Versuch. Ein weiterer Run von Fodor, der noch ein paar Yards after Contact anhängen wollte, führte zu einem Forced Fumble durch Julius Weissenbach und einer Fumble Recovery von Machherndl. Diese Chance ließen sich die Ritter kurz nach dem Quarterchange nicht entgehen und konnten das erste Mal an diesem Nachmittag durch Runningback Matteo Scalambra Punkte auf das Scoreboard bringen. 3:6 (PAT no good).

Schnelle Antwort der Enthroners

Import-Quarterback Benjamin Langford fand Dominik Hamburger tief in der Knights Secondary, welcher allen Wiener Defensivleuten entkommen konnte und den bereits dritten Führungswechsel besiegelte. 9:6 (PAT no good). Eine weitere Antwort bzw. ein Führungswechsel sollte den Knights aber nicht gelingen – nachdem man den Ball zwar gut bewegte, führte ein nicht verwandeltes 3rd Down zu einem Punt der Knights.

Der nächste Score sollte abermals den Ungarn gelingen. Langford verwandelte mit einem kämpferischen Auftritt sowohl nicht aussichtsreiche Situationen in First Downs, als auch einen QB-Run vor der Goalline zum nächsten Enthroners-Touchdown. 16:6 (PAT good). Mit wenig Zeit auf der Uhr konnten die Knights keine Punkte mehr produzieren und sammelten sich in der Halbzeit-Pause neu, um ein Comeback zu bewirken.

Fehervar baut Führung aus

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte, bei der Rückkehr auf das windige ungarische Feld, sollten die Knights keine weiteren Punkte anschreiben können. Stattdessen nutzten die entfesselten Ungarn eine weitere Chance. Sie fanden die Endzone – abermals nach tiefem Pass von Langford auf Hamburger. Nun zeigte das Scoreboard bereits 23:6 (PAT good) an. Etwas musste sich in den Reihen der Wiener Rittern ändern.

Es sollte sich auch was ädnern. Nach einem Pass von Niels Weber auf Maximilian Plachy und guten Yards after Catch befanden sich die Knights auf einmal in der Redzone. Eine gut stehende ungarische Defensive konnte mit einem 4th.- Down Pass auf Christoph Pflügl (an diesem Tag als Offensive Lineman, Tight End und Wide Receiver tätig) bezwungen werden. Ein weiterer nicht guter PAT und ein neuer Spielstand mit 23:12 waren die Folge.

Auch die Knights Defensive konnte den Funken Hoffnung auf das Feld bringen und schickte die Enthroners ohne Score wieder vom Feld. Da bereits das vierte Quarter angebrochen war, musste die Knights Offensive jetzt erneut anschreiben. Nach guten Runs von Scalambra und einem deep ball von Weber auf Andrei Baar-Baarenfels schrieben sie erneut an. Um den Punkte-Unterschied auf ein Field Goal zu reduzieren, versuchten die Knights eine Two-Point-Conversion, die jedoch erfolglos blieb. 23:18.

Spannende Schlussminuten

Ein weiterer ungarischer Ballbesitz, ein weiterer guter Drive, also auch ein weiterer ungarischer Score? „Nicht diesmal!“, dachte sich die Knights Defensive und nach einem fallengelassenen Ball von Langford und einer weiteren Recovery von Michael Machherndl. Die Knights zeigten den Willen wieder zurückzukommen. Die an diesem Tag sehr erfolgreiche Connection zwischen Weber und Baar-Baarenfels schlug erneut bei einem 4th Down zu, aber auch dieser Drive sollte nicht mit Punkten belohnt werden. Die Uhr tickte und tickte weiterhin für die Ungarn.

Die Hausherren konnten den Ball wieder einmal bis in die Hälfte der Knights bringen, aber der Score blieb der Gleiche. Kurios: Die Enthroners punteten den Ball Richtung Knights, der Returner sprang vom Ball weg, aber berührte laut Entscheidung der Referees diesen. Da ein Ungar sich auf den Ball warf, hatten die Enthroners wieder Ballbesitz tief in der Hälfte der Knights. Die Ritter-Defensive schaffte es, einen weiteren Stop ohne Punkte zu fabrizieren, aber alle Timeouts der Knights waren aufgebraucht. Eine allerletzte Chance ergab sich mit knapp 40 Sekunden auf der Uhr. Ein schöner Sideline Catch von Pflügl, eine weitere gute Completion auf Baar-Baarenfels und ein „Spiked Ball“ später, war nur noch eine Sekunde auf der Playclock.

Der erwartete Hail Mary-Versuch endete mit einer Pass-Deflection vor der Endzone und der ersten Saisonniederlage der Wiener Ritter.

Bereits sechs Tage nach diesem Spiel, geht es für die Vienna Knights am 27. April in der dritten Spielwoche, zum neuen Tabellenführer, nach Amstetten – das Rematch der Silver Bowl 2023. Die Ungarn reisen nach St. Pölten zu den Invaders.

AFL Division 1 Woche 2

Fehérvár Enthroners (1-1) vs. Vienna Knights (1-1) 23:18 
(3:0/13:6/7:6/0:6)
SO 21. April 2024 15:00 Uhr · Szekesfehervar, FIRST Field

Weitere Spiele:

Amstetten Thunder (2-0) vs. Styrian Reavers (0-2) 40:6
(6:6/6:0/14:0/14:0)
SA 20. April 2024 16:00 Uhr · Umdasch Stadion

Styrian Bears (1-1) vs. St. Pölten Invaders (1-1) 45:12
(10:0/14:6/14:0/7:6)
SA 20. April 2024 18:00 Uhr · Verbandsplatz Graz

Cineplexx Blue Devils (2-0) vs. Carinthian Lions (1-1) 7:0
(0:0/0:0/0:0/7:0)
SO 21. April 2024 14:00 Uhr · Herrenriedstadion Hohenems

Steelsharks Traun (0-2) vs. Red Tigers (1-1) 24:27
(6:0/18:0/0:7/0:20)
SO 21. April 2024 15:00 Uhr · Sportzentrum Traun

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