Michael Holub, DJ Frozen Fritz und die Biene Maja holten die 20.000 Zuschauer des WM-Finales ab, als beim Spiel selbst eine US-Dampfwalze den letzten Tropfen Sirup aus dem Ahorn presste. Kanada, welches sich nach leichteren Problemen gegen Österreich und Frankreich etwas überraschend gegen Japan durchsetze, war dem Weltmeister kein Gegner. Alleine war ein solcher beim Turnier gar nicht dabei, denn bis auf den Zwei-Scorer gegen Mexiko mischten die US-Amerikaner alles auf. Eh klar, Mutterland. Gratulation, ganz artig und einsichtig.

Österreichs Ziel war die Teilnahme am „Super Saturday“.

Ein Spiel gegen den Erzrivalen Deutschland um Platz 5 – danach das große Finale. Deutschland machte beim Plan mit, Österreich bzw. Frankreich nicht. Das gute Gefühl nach den defensiv anständigen Leistungen gegen den späteren Dritten Japan und gegen Kanada, das war dahin, als man den Franzosen unterlag. Nur bis dahin: Erzkonservatives Playcalling, eine Defense, die sich nach Kräften mühte, dabei einige Glanzlichter setzte, allerdings ohne zu punkten, eine Offense, die nie ins Spiel fand und inferiore Special Teams, die den beiden anderen Units das Leben erst richtig zur Hölle machten. Vereinzelte Buh- und Haider-Rufe beim letzten Spiel in Graz. Ebendieser Haider startete dann auch gegen Australien. Und wie zum Hohn griff das AFBÖ-Team, als alles schon zu spät war, gegen die mit Abstand schwächste Nation in die Spielwitzkiste und tat es den Großen gleich. Die Australier, die nicht mit den besten, sondern den reichsten Spielern (jeder musste für den Trip 4.000 australische Dollar hinblättern) einmal um den Erdball reisten, wurden 48:10 in ihr Outback zurück geschickt. Warum erst jetzt?

Seit nicht so negativ!

Auf Kritik reagierte man beim AFBÖ allergisch. 200 Leute, für Wochen zu einem Team zusammen geschweißt, wollten nicht wahrhaben, dass es da draußen Menschen gibt, die Negatives erkennen können, es auch aussprechen und nahmen das daher auch sehr persönlich. Wohl kaum jemand wird dem AFBÖ vorwerfen, ein schlechtes Turnier auf die Beine gestellt zu haben, aber es gab doch einiges, darunter eben das sportliche Abschneiden, welches man durchaus auch hinterfragen darf. Und auch soll. Pasha Asiladab wurde als ORF Co-Kommentator gebeten, ein wenig unkritischer gegenüber Österreich zu sein (was er übrigens ablehnte). Rainer Bortenschlager nahm in der Krone das harte Wort „Versager“ in den Mund und mir wurde mein privater [sic!] facebook-Status bei der Akkreditierungsstelle (der Ort schien offenbar passend) rezitiert, als ich auf the goods und bads der WM bis zu dem Tag einging. Und es gab eben bads. So wie es auch goods gab. Debatte mit Hinweis darauf meinerseits abgelehnt, ohne auch nur einen Kritikpunkt davon, positiv wie negativ, zurück genommen zu haben.

Der AFBÖ bewertet das Abschneiden seiner Mannschaft übrigens offiziell so: „Sportlich beendet das Nationalteam die Heim-WM auf Platz 7. Das lässt für zukünftige Großveranstaltungen Optimismus zu. Das Team um Rick Rhoades konnte viel Erfahrungen sammeln und hat einiges dazugelernt.“

So knapp, so gut.

Leider können wir aber nicht einfach vom Tisch wischen, dass Erfahrung sammeln – innerhalb eines Teams, in dem ein Dutzend Spieler nach der WM aufhören (!) – und der erreichte Platz 7, nicht die Ziele vor dieser WM waren. Schriftlich hat der AFBÖ immer nur verlautbart, dass man mit den großen Nationen mithalten möchte, das Ziel Platz 5 wurde in Gesprächen definiert. Das wäre angestrebt, eben mit Hinblick auf diesen Super-Samstag, alles darüber wäre eine Sensation. Es ist also falsch, dass der AFBÖ jemals sagte, er gehe von einer Medaille aus. Ebenfalls falsch ist aber, dass es Kramberger, Rinner, Cucek & Co nach Erfahrung dürstete. Danach gefragt, sagte natürlich niemand, dass man im Umkehrschluss keine Medaille haben wolle, aber die Größe des zu backenden Brötchens war klar definiert: DIN A5. Und daran muss sich der Verband auch messen lassen, der ein wenig das Schicksal der deutschen Frauenschaft bei der Fußball-WM teilt. Nationalteamtrainerin Silvia Neid muss sich jetzt in den Medien auch anhören, die sie vor dem deutschen Frauenfußballhype 15 Jahre lang ignoriert haben, dass sie im Viertelfinale versagt hat.

Rücktrittaufforderungen inklusive. Frau ist auf einmal wichtig, Football auch. Wäre er es nicht, hätte Bortenschlager weichgespült. Was zwar für die AFBÖ-Crew angenehmer gewesen wäre, aber dem Sport selbst hätte er damit einen Bärendienst erwiesen. Das mag sich jetzt komisch anhören, aber „Versager“ ist in Wirklichkeit das „Prädikat wertvoll“. Was Substanz und Relevanz hat, wird hart kritisiert, wenn es nicht funktioniert. Ist es ohne Belang, dann wird gejubelt, wenn es gut lief und von „Erfahrung gesammelt“ geschwafelt, wenn es in die Hose ging. Kleiner Vergleich: Holt Österreich bei der Ski-WM keine Medaille in den Speed Disziplinen, dann wird sogar der sonst sehr zahme ORF schnell bissig. Erreichen unsere Frisbee-Frauen bei der EM Platz 7, dann hatten sie viel Spaß an der frischen Luft und das Team kann darauf aufbauen. Simple Frage an den AFBÖ: Wollt ihr eher wie Alpin-Ski, oder wie Frisbee behandelt werden? Ich denke die Antwort ist klar, denn man hat schließlich ja viel investiert, dass es in die Richtung wichtiger und seriöser Sport geht, nur jetzt muss man dann halt auch ein wenig mediales Sperrfeuer aushalten. Und es ist ja wirklich nicht viel.

Gross/Haider, wenn es nur so einfach wäre

Woran lag es schlussendlich, dass man am Ziel vorbei schoss? Der Schuldige war ja für einige schnell ausgemacht: Christoph Gross, der Quarterback. Tatsächlich schaute der wirklich nicht gut aus und vermutlich hätte Teamchef Rhoades nicht bis zum letzten Moment warten müssen, um Thomas Haider aufs Feld zu schicken, wo es dann, gegen Ende des Frankreich-Spiels, schlussendlich auch zu spät war. Die Entscheidung wäre ihm sicher leichter gefallen, hätte er Vertrauen in Haider gehabt, der in der Vorbereitung häufig fehlte. Der Schein, dass im Umfeld des Teams während der Vorbereitung alles wunderbar lief, der trügt nämlich. Da gab es einiges, was nicht nach Wunsch des Verbandes lief. Das Dauerschwänzen der Nationalteamcamps durch die Dragons war ein solcher Punkt aus sportlicher Sicht. Dass Haider dann gegen Australien groß aufspielte, das ist für mich kein eindeutiges Indiz dafür – nachdem er gegen Frankreich neben zwei TDs auch zwei Picks warf – dass er der deutlich bessere Mann auf der Position wäre. Australien war an dem Tag nicht mehr in der Lage, irgendwas zu machen. In Wahrheit sind wir daher nicht schlauer als zuvor. Schade, dass Haider, als in Innsbruck das vorletzte Nationalteam-Camp lief, in Stadlau drei Touchdowns zum 80:6-Sieg der Dragons in dem (freiwillig!) von Salzburg nach Wien verlegten Unspiel gegen die Bulls beisteuerte und nicht bei der Mannschaft war. Das sollten alle „Haider-Rufer“ auch wissen und in Betracht ziehen, ohne Rhoades damit hundertprozentig in der Sache entlasten zu wollen. Wie gesagt: Es war schon zu sehen, dass sich CG mehr als schwer tut, aber auch, dass sein Backup keine klare Nummer im Team hat.

Die Rolle der Dragons im Nationalteam ist daher auch zu hinterfragen.

Umso mehr, weil ihr Head Coach von sich aus einen Posten bei einem der Gruppengegner Österreichs im Coaching Staff als Volontär anstrebte. Und auch bekam. Die Kanadier fragten beim AFBÖ an, ob das für den Verband auch okay ist, der selbst hier keine Handhabe hat, aber generell niemanden Steine in den Weg legen will (das die offizielle Lesart). Natürlich kann man auch verstehen, dass es hier viel zu Lernen gibt und Weiterbildung gerade bei den Dragons eine wichtige Rolle spielt (nebenbei findet man auf dem Weg eventuell zukünftige Spieler), aber die an sich schon schiefe Optik nach den dramatischen Abwesenheiten bei den Camps, die verstärkte sich dadurch noch. Was da off the records für Worte dazu fielen, das kann man sich ja nun denken. Entweder war man sich hier den Konsequenzen nicht bewusst, oder sie waren einem egal. Es war jedenfalls keine richtig schlaue Idee. Für niemanden. Kurzum: Es ist jeder frei zu tun, was er will, im Rahmen der Regeln und Gesetze. Allerdings ruft der Wald bekanntlich auch so zurück, wie man in ihn zuvor hineinrief.

Spaßfaktor unter Null?

Was mir allerdings viel mehr Gedanken als die Quarterback-Sache macht, das ist die Stimmung im Team allgemein. Ich empfand sie in Wolfsberg als ruhig, aber gespannt, als nüchtern, ernst und fokussiert. In Summe also: gut bis sehr gut. Das machte mir auch Hoffnung. Eventuell hat es hier der Staff aber mit der Ernsthaftigkeit sogar übertrieben. Die meisten unserer Gäste hatten hier viel Spaß, ohne Zweifel. Österreich, so hatte es manchmal zumindest den Anschein, wollte den Japanern zeigen, dass sie noch entschlossener als sie sein können. Manchem war der Zeitplan zu straff. Die ewige Bettruhe, nach dem Aufstehen gleich die ersten Termine, seien es welche beim Team, oder die zahlreichen PR-Verpflichtungen (Mann will ja schließlich gut ausschauen, auf den Lingerie-Fotos mit Lugners Ex-Bambi), das alles zehrt und schaut man beim Klassenfenster raus, dann sieht man die Franzosen im Schulhof mit den Kanadiern spielen. Oh je. Da ging ein bisschen der Spaß an der Freude verloren, wie mir scheint. Zumindest hörte ich es so aus Gesprächen raus und bei Erwähnung dessen, widersprach man mir zumindest nicht. Vielleicht jetzt, wo ich es schreibe?

Weitermachen! Weitermachen?

Rhoades bot sofort nach Ende des Turniers, für mich ein wenig überraschend, die umgehende Fortführung seiner Arbeit an. Der Verband sagte dazu noch nichts, ist vielleicht auch selbst überrascht. Ein wenig wurde ja spekuliert, dass der 64-jährige Giants Coach nach der WM in seine Heimat zurückkehren wird. Offenbar hat er aber nun den Wunsch und den Willen, hier in Österreich zu bleiben. Rhoades wurde da auch konkreter als sein Verband, wenn er das Abschneiden seiner Mannschaft beurteilt. Gegenüber der APA sagte er: „Unsere Ergebnisse waren nicht perfekt und unsere Erwartungen haben sich nicht erfüllt.“ Aber auch wieder: „Trotzdem hat dieses Turnier seinen Zweck erfüllt. Wir haben einen Schritt in die richtige Richtung gemacht, denn wir haben Erfahrung gesammelt“. Hört sich irgendwie glaubwürdiger an, als das Ganze ohne dem Eingeständnis, das Ziel verfehlt zu haben.

Was vom Tage übrig blieb

So wie das Team Schritte in eine richtige Richtung gemacht haben könnte, so besteht auch die Hoffnung, dass der Sport selbst damit einen Schritt nach vorne machen wird. Aber hier mal langsam.

Die WM war, so empfand ich es persönlich und das bestätigen mir auch Clippings, ein riesiger medialer Erfolg. Das schlechte Abschneiden unseres Teams wirkte zwar orgasmushemmend, der Abschluss war dann aber trotzdem ein schöner Höhepunkt für Football in Österreich. Es hätte mehr sein können, war es leider nicht, aber man darf zufrieden sein. Auch Football-Austria hat das gespürt. Wir hatten noch nie ähnliche Zugriffszahlen und befinden uns derzeit unter den Top 800 Webseiten des Landes, was sich im Laufe der nächsten Wochen voraussichtlich aber wieder ändern wird. Ich hörte schon erste Stimmen: „Hurra, ab jetzt ist es dann auch in der AFL immer so!“ Klare Antwort: Nein. Wenn es ähnlich werden soll, dann wird man jetzt (nicht im Frühjahr 2012) etwas als Verein dafür tun müssen. Nochmal: Jetzt. In acht Monaten wird diese WM bei allen Gelegenheitsbesuchern und auch den Medien in Vergessenheit geraten sein. Von selbst passieren wird da, wenn überhaupt, nur ganz ganz wenig. Ich weiß von einigen Teams, dass sie noch im Sommer mediale Termine planen. Das beste Szenario wäre, wenn am kommenden Wochenende die Saison los- bzw. weiterginge. Wie in Deutschland. Da könnte man jetzt alles direkt auf- und mitnehmen. Ich weiß, das spielt es nicht. Leider. Aber es muss uns jetzt etwas einfallen, um das Thema nicht kalt werden zu lassen.

Die Trigger

Wichtig wird auch sein, ob es a) eine NFL 2011/2012 geben wird (danach sieht es aus) und ob diese b) in Österreich zu sehen sein wird (das ist noch offen). Ich weiß heute, dass die Auftritte von uns allen – Michael Eschlböck, Danny Fettner, Hany Razi, Bojan Savicevic, Tobias Oberzeller usw. usf. – bei den NFL-Übertragungen auf Puls 4 dem Sport in Österreich Gesichter gegeben haben, die vielen gefallen haben und wodurch auch neue Fans generiert wurden. Mir wurde in Graz von zwei Burschen gesagt, sie schauen Football, weil sie das auf Puls 4 sahen. Sie sind deshalb bei der WM. Und sie haben sich am Fanstand eingekleidet und gefragt, ob ich nicht ihre Tickets unterschreiben mag. Ich gab im Praterstadion Autogramme, was Christoph Wagner regelmäßig zur Raserei bringt, weil ich so schon ein eingebildeter Geck bin und selbst meine Steuerberaterin meint, Green Bay hat das verdient gewonnen, wie sie das ja so schön gestern auch gesagt haben.

Das ist, neben Streicheleinheiten für mein Ego, ein klarer Hinweis darauf, dass sich die Offseason mit NFL-Football gut überbrücken lässt und man gleichzeitig noch neue Leute dafür begeistern kann. Hoffentlich macht das jemand. Sonst wird es ein langer, kalter Winter. Denn ESPN America, das sage ich als bekennender Fan des Networks, kann das hier nicht leisten. Es muss ein Ö-Sender mit einer halbwegs vernünftigen Reichweite sein.

Das ist nur eine Möglichkeit von vielen. Wie hält man die Tageszeitung auf Trab? Welche Geschichte hat man zu erzählen? Was macht jetzt eigentlich der ORF bis zur WM 2015? usw.

Papa und sein größeres Auto

Ganz rasch sollte nun auch der schwelende Konflikt zwischen Ost und West bereinigt werden, damit man überhaupt in eine klare, gemeinsame Richtung arbeiten kann. Ich lese das Vorwort im Gameday Heft zur EM 1995 in Österreich vom damaligen AFBÖ Präsidenten Werner Raabe und mich haut es fast aus den Schuhen. Die selben Konflikte, die selben Anschuldigungen, das selbe „ich kann es besser, aber wenn du mich nicht vor lässt, dann zicke ich alle an“- Getue wie 2011. Nur die Namen und Positionen haben sich (leicht) verändert. Wir Österreicher haben schon ein eigenes Talent dafür entwickelt, uns exakt dann gegenseitig auf die Nerven zu gehen, wenn es gerade richtig gut für uns rennt. Weil das geht ja schließlich nicht. Wo kommen wir da hin, wenn wir Erfolg haben und den gemeinsam noch versuchen auszubauen. Am Ende wären wir gar gemeinsam glücklich und müssten uns deshalb sofort selbst umbringen. Ohne Suizid, inhaltlicher Form, sind wir Österreicher anscheinend nur halbe Menschen. Eigentlich dann doch Japaner, nur nicht so erfolgsorientiert (siehe oben).

Da sind mir Dinge in den letzten Wochen gesagt worden, bei denen ich tatsächlich ans Auswandern denke. Ich hörte aus dem Westen, es sei gar keine richtige WM, sondern vielmehr wären es die „Karl-Wurm-Gedenkspiele“. Ich hörte aus dem Osten, dass der hauptsächliche Beitrag des Westens darin bestehen würde, sich möglichst unsichtbar Bäuche in VIP-Zonen vollzuschlagen. Ich hörte, um wie viel besser nicht die Raiders diese WM organisiert hätten (hätte man sie gelassen) und ich hörte gleichzeitig, hätten die Vikings nicht das Organisations-Ruder an sich gerissen, das Schiff wäre mit den orientierungslosen Tirolern (hätte man sie gelassen) gekentert, weil die hätten die 70.000 Karten ja allesamt verschenkt.

Das wäre mir alles ja sehr egal, wenn ich das wo in Foren lese, oder der siebenten Zwerg von links aus dem Off es zu mir brüllt, weil er gerne eine Runde Troll spielen mag. Leider kamen solche „Hämmer“ von richtig wichtigen Personen, die, haben sie es mal gesagt, gleich meinten: „Weißt eh, das bleibt aber alles unter uns. Wir reden im Herbst dann…“

Frage an die Runde: Geht es euch zu gut?

Wollen wir zurück in die Steinzeit, indem wir es jetzt auf einem Machtkampf ankommen lassen? Kurz nach der WM, genau jetzt, wo es gilt Chancen zu nutzen, jetzt wo das Eisen noch heiß ist, da können wir es uns wirklich leisten, mit unseren zum Teil völlig neurotischen Befindlichkeiten beschäftigt zu sein, nur um am Ende herauszufinden, welcher Papa das größere Auto hat? Oder hat jemand den ultimativen Plan und mag mit diesem AFBÖ-Boss werden und hat nur noch nichts gesagt? Bitte vortreten! Jetzt! Wenn wer den AFBÖ übernehmen will – wir sind eh alle dafür. Ehrlich. Bitte nur noch mit Finanzierungskonzept samt Ausfallshaftungsagenda supplementieren, falls dann doch ein Strick reißt, und: There ya‘ go! Voller Support. Keine Frage.

Die WM ist Geschichte, sie war ein Erfolg und wir sind damit fertig. Wir brauchen im Herbst eine NFL im österreichischen Free-TV. Wir brauchen zusätzlich innovative Ideen, um das Thema am Kochen zu halten. Wir brauchen 2012 eine Bumm-Zack-Gemma-Geil-AFL und kein kleinstes gemeinsam (er)tragbares Twilightsöhnchen mit Kuschelecken und Relax-Zonen, weil wir für die Rangers dann doch leider kein schlachtwilliges Opfer gefunden haben und sie es daher selbst sind. Wir brauchen mehr Sex, weniger Flirten. Wir brauchen mehr Commitment und keine Intrigen.

Vielleicht sollte man den „Trackshittaz“ die Ligaeinteilung überlassen. Die scheinen mir dafür ein Gefühl entwickelt zu haben. Das meine ich fast ernst. Denn schlechter kann es nicht werden.

Wir brauchen keine Scharmützel, keine Grabenkämpfe, wir müssen nicht im Rahmen von Ligasitzungen klären, ob raidersTV besser oder schlechter als Vikings-Sendeverbot ist, weil das klären die Seher/Nichtseher und der Markt, die Sponsoren für euch. Ausgenommen der A-Klasse-Regelung gibt es nur irrelevantes Emotionsbeladenes, worüber man sich nicht einig werden könnte.

Wir brauchen uns auch nicht überlegen, was gewesen wäre, wenn, denn statt einer möglichen Gegenwart gibt es bereits eine tatsächliche Gegenwart. Und die ist okay.

Es geht um die bessere Zukunft. Jetzt.

Wenn wir die nicht gescheit, sprich: mit gegenseitigem Verständnis, Vernunft und einer Portion antiösterreichischer Selbstlosigkeit in die Hand nehmen, auf dem immer noch ganz warmen Boden der vergangenen WM, dann hätten wir uns den ganzen Zinnober zur Gänze eigentlich auch sparen können. Und dieses Versäumnis, sollte es tatsächlich eintreten, weil man jetzt lieber die Fetzen fliegen lässt, das würde ich jedem Einzelnen und Beitragenden in die „legacy“ schreiben, egal ob aus dem Osten dem Westen, oder sonst woher. Ich versaue euch eure zukünftigen Wikipedia-Einträge mit belegbaren Fehlleistungen, wenn wir das jetzt nicht auf Schiene bekommen.

Verspricht Ihr
Walter Reiterer

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