Das American Football Projekt in der Jugendstrafvollzugsanstalt nimmt immer mehr Konturen an. Unter der Leitung von Armin Schneider betreuen mittlerweile bis zu sieben Coaches die Spieler aus dem Strafvollzug. Die einzelnen Positionen haben sich herauskristallisiert und die Truppe ist in Offense und Defense geteilt.
Unter großem Einsatz der Coaches und Spieler werden die ersten Spielzüge einstudiert, das ganze in sechs verschiedenen Sprachen. Hier wird in Deutsch gesprochen, ins Englische übersetzt, von Spielern selber wieder ins Bosnische transferiert, bzw. die englische Übersetzung in eine afrikanische Sprache weiter übersetzt. Stille Post ist nichts dagegen. Das Ganze führt zu einigen Verwirrungen on and off the field, Improvisation ist das Gebot der Stunde. Das Wort Zeichensprache bekommt unter diesem Gesichtspunkt im Football eine ganz neue Bedeutung. Theorie Einheiten bewirken oft eine größere physische Anstrengung als das Training am Feld selber.
Spielzüge werden exekutiert, Tackels mit grausiger Technik aber unglaublichen Einsatz zur Freude aller vollzogen, spektakuläre Bälle gefangen und vor allem viel geschwitzt und noch mehr gelacht. „Coach ich habe den Ball gefangen und der hat mich einfach von hinten umgerannt, darf der daß?“ Coach zu Spielern: „Linebacker zu mir“ – MLB hört nicht – Coach noch mal: „Linebacker zu mir -DUUUUUU zu mir!“ – MLB: „Wieso? – ich bin Receiver!“
Die Gefangenen und wir Coaches haben einen Riesenspaß und gehen mit viel Ehrgeiz an die Sache heran, was dazu geführt hat, daß Spieler auf Ihren Freigang! verzichtet haben und extra zum Training in das Gefängnis zurückgekommen sind – das hat’s mit Sicherheit noch nicht gegeben und ist einmalig in der Geschichte des Strafvollzuges.
Am Freitag den 23. September findet das Sportfest in der Strafvollzugsanstalt unter den Augen honoriger Politiker und der Presse statt. An diesem Tag wird entschieden ob Football ein dauerhaftes Projekt werden kann – dafür brauchen wir Spieler.
Geplant ist ein Match in Scrimmage-Form aufzuziehen, ohne Specialteams, mit eingeschränkter Auswahl an Spielzügen. Im Prinzip ist das ganze eine Nachstellung des österreichischen Footballs vor 20 Jahren, ganz unter dem Motto "back to the roots".
Feldplatzmarkierung? hundertprozentiges Auskennen bei den Regeln? echtes Footballfeld? ausgefeilte Footballtechniken und Spielzüge? Hundertprozent funktionstüchtige Ausrüstung? All diese Fragen und einige mehr sind mit einem Nein zu beantworten. Was einen Spieler dort erwartet ist Football in seiner Urform mit einer Reihe hungriger Spieler im Alter zwischen 17 und 25 Jahren. Ein Footballspaß den man sich als Spieler nicht entgehen lassen sollte.
Jeder der Interesse hat und sich traut die Herausforderung mit den Bad Boys anzunehmen und sich mit den schweren Typen unserer Gesellschaft zu messen meldet sich bitte bei Armin Schneider unter [email protected] oder 0676 6691276

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