Neben einer langen Liste an kleineren und mittelschweren Verletzungen, gibt es etliche Top Spieler, deren Saison nach der ersten Runde bereits zu Ende scheint.

Green Bay Runningback Ryan Grant verletzte sich beim Sieg über die Philadelphia Eagles (Live auf PULS 4) am Knöchel, muss operiert werden und wird wohl diese Saison, wenn überhaupt, frühestens in den Playoffs wieder zu sehen sein, sollten die Packers es bis dahin ohne ihn schaffen.

In dem Spiel fiel auch Philly Fullback Leonard Weaver (Knie) für den Rest der Saison aus, auch der Zustand von Defensive Tackle Justin Harrells Knie (GB) gibt wenig Anlass zur Hoffnung auf eine baldige Rückkehr. Vorerst auch nicht zurück kommen (Gehirnerschütterung) wird Eagles Quarterback Kevin Kolb, der bis zu seinem Ausfall allerdings eine ganz schwache performance ablieferte und von Edel-Backup Michael Vick deutlich in den Schatten gespielt wurde. Head Coach Andy Reid wird sich genau überlegen müssen, wem er sein Vertrauen schenkt.

Bei den Colts rauchen die Köpfe und das nicht nur weil man von den Houston Texans im ersten Spiel zerlegt wurde, sondern auch wegen der Verletzung von Bob Sanders. Der Indy Safety zog sich beim 24:34 upset im Reliant Stadion einen Riss der Bizepssehne zu und fällt für noch unbestimmte Zeit aus. Im Vorjahr zog sich Sanders die gleiche Verletzung am anderen Oberarm zu und konnte nur bei zwei Spielen starten.

Schwerer Rückschlag für Jets Defense
Die Härteschlacht New York Jets vs. Baltimore Ravens (9:10) endete für Jets Nose Tackle Kris Jenkins wie jene im Jahr 2009 mit einer season ending injury. Es steht sogar das Karriereende des 31-Jährigen im Raum. Ein herber Rückschlag für die Jets, die im ersten Spiel faktisch mit keiner Offense am Feld standen, dafür aber mit einer knüppelharten Defense den Angriff der Ravens weitgehend lahm legen konnten. LaDainian Tomlinson (als Starter!) war mit 78 offensive yards New Yorks gefährlichster Mann, die sich nach mageren 74 passing yards durch den ‚NFL-Sophomore‘ Marz Sanchez mit drei Fieldgoals begnügen mussten, die am Ende knapp nicht zum Sieg reichten. Man darf gespannt sein wie sich Jenkins‘ Ausfall beim nächsten Spiel gegen die New England Patriots auswirken wird. Die Patriots selbst haben gerade ihren Runningback Laurence Maroney für einen Viertrunden Draftpick an die Denver Broncos abgegeben. Eine Analyse und Vorschau auf die Puls 4-Partie [email protected] von Marko Markovic folgt am Freitag.

Herzschmerzen & Belästigungen
Apropos Mark Sanchez. Auch abseits des Spielfelds passierte einiges an Unerfreulichem. Ines Sainz beschwerte sich bei der NFL über die New York Jets. Das Model wollte Sanchez, der mexikanische Wurzeln hat, für den Sender Azteca TV im locker room interviewen und sei dabei von Spielern der Jets angestarrt und mit Zurufen belästigt worden. Die NFL untersucht die Sache. Sainz gelangte vor zwei Jahren kurzfristig zu Ruhm, als sie Patriots Quarterback Tom Brady live im TV fragte, was er denn machen müsste, um die Jets zu schlagen. New England spielte allerdings die Giants und Brady überspielte den Fauxpas gekonnt.

Sich ungefragt in die Debatte eingemischt hat sich Redskins RB Clinton Portis. Zunächst meinte er, dass Sainz wohl ‚einen von uns haben will‘, denn er (Portis), ‚wisse nicht, welche Frau das nicht will, wenn sie 53 Männer in der Umkleide sieht‘. Danach entschuldigte er sich für die Bemerkung allerdings umgehend mit den Worten, dass er ‚den Job der Reporter respektiere. Jeder von uns muss arbeiten und sich professionell verhalten.‘ Ob das nicht wieder ein versteckter Seitenhieb auf Sainz war?

Heisman Trophy – Return to sender
Saints Alleskönner und NFL-Superstar Reggie Bush hat seine Heisman Trophy aus dem Jahr 2005 an die NCAA zurückgegeben, nachdem er beschuldigt wurde gegen die Regeln der National Collegiate Athletic Association verstoßen zu haben. Er soll während seiner College-Karriere Geld und Geschenke angenommen haben. Bush gab die Auszeichnung für den besten College Spieler des Jahres mit schweren Herzen zurück, wie er betonte und wies dabei gleichzeitig alle Anschuldigungen als falsch zurück. Auf der offiziellen Seite der Heisman Trophy wird für 2005 kein Gewinner mehr geführt.

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