Im Tivoli wird der Rasen ausgetauscht, daher musste das Superfinal nach Kopenhagen verlegt werden. Für die Swarco Raiders Tirol bedeutete das eine 17 Stunden Anreise per Zug und Fähre. Von diesen Strapazen merkte man Samstag Abend auf dem Rasen nichts mehr.

PHOTO: Mikkel Bo Rasmussen

Die Copenhagen Towers starteten mit ihrer Offense ins Spiel, kamen aber nicht über ihre eigene 37 Yard Line hinaus. Die Raiders Defense machte es den Hausherren richtige schwer. Gleich stark wie die Defense startete auch die Raiders Offense in ihren ersten Drive, der in einem Touchdown durch Sean Shelton endete. Vorausgegangen waren Pässe über Fabian Abfalter und Sandro Platzgummer quer über das gesamte Feld. In dieser Manier ging es im ersten Quarter weiter. Die Raiders punkteten durch einen weiteren Touchdown von Quarterback Sean Shelton und die Towers kamen über ihre eigene Hälfte nicht hinaus. Durch unnötige Strafen machten sich die Raiders das Leben etwas zu schwer. Der Touchdown von Adrian Platzgummer zählte wegen Holdings nicht. Thomas Pichlmann rettete noch drei Punkte durch ein Fieldgoal.

Im Laufe des zweiten Quarters kamen die Copenhagen Towers immer besser mit dem Spiel der Raiders zurecht. Die ersten Punkte für die Hausherren schrieb Philip Thue an. Mit 7:17 ging es in die Halbzeitpause.

PHOTO: Mikkel Bo Rasmussen

In der zweiten Hälfte spielte Patrick Donahue seine Stärken voll aus. Zuerst fing er einen Pass für 16 Yards zum Touchdown, gleich im Anschluss fing er den Pass von Quarterback Randall Schroeder an der eigenen 10 Yards Linie ab und sprintete 90 Yards in die gegnerische Endzone – ein Pick 6 vom Feinsten. Die Dänen verkürzten durch Jesper Hansen wieder auf 13:31. Die Pass zur Two-Point-Conversion wurde wieder von Patrick Donahue abgefangen und sogar bis in die gegnerische Endzone getragen. Eine Strafe verhinderten aber die zusätzlichen Punkte für die Raiders.

Die Defense der Tiroler spielte groß auf Arno Schwarz fing eine Interception, Maximilian Wild recorverte einen Fumble und Patrick Pilger beendete einen vierten Versuch der Dänen mit einer Deflection an der 26 Yard Line. Für die Offense eine optimale Ausgangslage für einen weiteren Touchdown durch Patrick Donahue. Den Abschluss im Touchdown-Reigen machten die Copenhagen Towers mit AskeTroen Klixbüll.

Das erste Superfinale in der europäischen Geschichte endete mit 45:20 für die Swarco Raiders Tirol. Sie ließen insgesamt neun nationale Meister hinter sich und setzten sich am Ende gegen die Copenhagen Towers durch.

„Das ist der größte Erfolg in der Geschichte des Vereins. Wir mussten uns erst einfinden, waren noch etwas müde von der langen Anreise, aber wir sind gut gestartet und haben uns einen Vorsprung erarbeitet. Die Towers hatten so Phasen in denen sie groß aufgespielt haben, aber am Ende nicht konstant genug. Diesen Sieg haben wir für Manfred Swarovski geholt. Das haben wir ihm versprochen. Wir sind stolz, dass wir den ersten Sieg im Superfinale nach Innsbruck geholt haben“, zeigte sich Headcoach Shuan Fatah sichtlich stolz und voll Emotionen.

PHOTO: Mikkel Bo Rasmussen

Den MVP auf Seiten der Raiders holte sich Sandro Platzgummer: „Die MVP-Auszeichnung ist etwas ganz Besonderes. Da weiß man wofür man täglich trainiert und seine Zeit hinein steckt. Mit diesem Sieg wird die lange Heimreise viel leichter!“

Für die Football Geschichte in Europa ist dieses Superfinale ein Meilenstein für eine gemeinsame, starke Zukunft. Es haben sich 10 Nationen gefunden, die an einem Strang ziehen und Football in Europa weiter bringen wollen.

Superfinale
Copenhagen Towers vs. Swarco Raiders Tirol 20:45

(0:7/7:10/6:14/7:14)
SA 30. Juni 2018 19:30 Uhr, Gentoffe Stadion Kopenhagen

Swarco Raiders Tirol won the Super Final against Copenhagen Towers at Gentofte Sportspark, Denmark.
Copyright © 2018 Mikkel Bo Rasmussen / 1st Down Photo (https://www.facebook.com/1stdownphoto)

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