Die Swarco Raiders stehen zum dritten Mal in vier Jahren im Eurobowl-Finale. In einem spannenden Spiel setzten sie sich dank eines Field Goals in letzter Sekunde mit 13:10 gegen die Raiffeisen Vikings Vienna durch.

Im Finale am 18. Juni (Spielort noch nicht benannt) treffen die Tiroler auf den Titelverteidiger Berlin Adler, der sich im zweiten Halbfinale mit 32:30 gegen die Graz Giants durchgesetzt hat.

Der entscheidende Mann des Spiels vor 3.900 Zuschauern im Tivoli Stadion war Kicker Dennis Wiehberg. Er erzielte rund zwei Minuten vor dem Ende den Ausgleich und schoss die Tiroler mit dem letzten Spielzug der Partie mit einem 36-Yard Field Goal ins Endspiel um die „Krone Europas“.
„Ich fühle mich großartig“, freute sich Wiehberg nach dem Spiel. „Nachdem ich zuvor zwei lange Field Goals verschossen hatte, wollte ich diesen letzten Kick natürlich mehr als alles andere. Jetzt gegen Berlin zu spielen, ist für mich als Berliner etwas ganz Besonderes.“
Mit dieser Meinung steht Wiehberg nicht allein. Auch für Swarco Raiders Head Coach Shuan Fatah ist das Finalduell gegen die Adler etwas Spezielles. Schließlich ist Fatah Berliner und führte die Adler im Vorjahr zum Eurobowl-Titel. „Das ist der Hammer“, sagte er. „Das wird ein großes Spiel.“
„Gegen Wien war es das erwartet schwere Duell. Beide Seiten haben sich nichts geschenkt. Wie unsere Defensive heute gespielt hat, war einfach sagenhaft. Die Vikings bei zehn Punkten zu halten, das schaffen nicht viele.“

Die Defensive der Tiroler erlaubte den Wienern nur 192 Gesamt-Yards und erzwang sechs Punts. Defensive Back Manuel Eisenführer fing zudem eine Interception.

Running Back Florian Grein erzielte bei 20 Läufen 116 Yards. Wide Receiver Talib Wise fing drei Bälle für 34 Yards, hatte zwei Läufe für 9 Yards und spielte zudem als Cornerback. Quarterback Kyle Callahan brachte acht von 16 Pässen für 103 Yards mit zwei Interceptions an. Er hatte zudem zehn Läufe für 48 Yards und einen Touchdown.
Spielfilm:
Der erste Drive der Partie gehörte den Vikings – jedoch nicht lange. Beim dritten Spielzug fing Eisenführer einen Pass von Quarterback Christoph Gross an der eigenen 40-Yard Linie ab und trug ihn bis an die Mittellinie. Doch die Offensive gab den Ball wenig später bei einem Fumble von Callahan an der eigenen 41-Yard Linie zurück. Running Back Tony Hunt lief anschließend bis an die 29-Yard Linie. Kurz darauf lief er durch die Mitte 29 Yards zum Touchdown. Der Extrapunkt saß und Wien führte 8:40 Minuten vor Ende des ersten Viertels mit 7:0. In Folge fiel Hunt dann für die Wiener aus, deren Laufspiel danach stagnierte.
Die Tiroler begannen anschließend nach einem Touchback an der eigenen 20-Yard Linie. Nach einem kurzen Lauf von Running Back Andreas Hofbauer warf Callahan auf Wide Receivcer Pascal Maier, der bis an die Wiener 38-Yard Linie lief. Doch wieder unterlief Callahan ein Fehler. Unter Druck stehend warf er einen tiefen Pass, der von Wide Receiver/Cornerback Chauncey Calhoun an der Wiener 22-Yard Linie abgefangen wurde. Doch ein Tackle für Raumverlust von Linebacker Phillip Margreiter und ein Sack von Defensive End Reinhard Pardeller erzwangen einen Wiener Punt.
Die Swarco Raiders begannen an der eigenen 19-Yard Linie. Callahan lief erst vier Yards und sprintete anschließend bis an die 43-Yard Linie der Wiener. Grein tankte sich dann bis an die 31-Yard Linie voran. Kurz darauf probierten es die Hausherren mit einem 51-Yard Field-Goal-Versuch von Wiehberg. Der Kick war jedoch zu kurz.
Die Defensive erzwang daraufhin einen weiteren Wiener Punt. An der eigenen 20-Yard Linie startend brachten Läufe von Wide Receiver Jakob Dieplinger, Grein, Wide Receiver Andreas Pröller und Hofbauer brachten 18 Yards. Eine Strafe gegen Wien brachte 15 weitere Yards. Kurz darauf warf Callahan einen 16-Yard Pass auf Wise, der dank eines Hürdensprungs über einen Verteidiger bis an die Wiener 24-Yard Linie gelangte. Ein Pass auf Pröller brachte weitere siebn Yards. Dann lief Grein bis an die 1-Yard Linie. Callahan punktete dann mit einem 1-Yard Touchdown-Lauf. Nach dem Extrapunkt stand es 5:50 Minuten vor Ende des zweiten Viertels 7:7.
Wien begann den nächsten Drive an der eigenen 24-Yard Linie. Doch nach einem schnellen First Down mussten die Gäste zum dritten Mal in Folge punten. Die Tiroler begannen daraufhin an der eigenen 32-Yard Linie. Grein eröffnete die Serie mit einem 13-Yard Lauf. Doch kurz darauf wurde ein langer Pass von Callahan an der Wiener 3-Yard Linie von Cornerback Daniel Auböck abgefangen. Calhoun fing mit einer Hand einen Ball an der Wiener 23-Yard Linie und brachte sein Team damit aus der Gefahrenzone. Beim folgenden Spielzug sackte Defensive End Robert Zernicke Gross an der 10-Yard Linie. Somit ging es mit einem 7:7-Unentschieden in die Halbzeit.
Nach einem guten Kickoff Return von Safety John Clements begannen die Tiroler die zweite Halbzeit an der eigenen 40-Yard Linie. Sie konnten die gute Ausgangsposition jedoch nicht nutzen und mussten erstmals punten. Nach Maiers Punt startete Wien an der eigenen 19-Yard Linie. Ein Pass auf Calhoun brachte ein First Down an der 34-Yard Linie. Dann fand Gross Wide Receiver Laurinho Walch für elf Yards. Zwei weitere Pässe von Gross brachten Wien an die 19-Yard Linie. Ein Tackle von Safety Markus Krause an Tight End Daniel Stanzel verhinderte ein First Down. Doch Kicker Peter Kramberger traf aus 29 Yards zum 10:7 für Wien. Es waren noch 4:31 Minuten im dritten Viertel zu spielen. 
Clements trug den Ball beim anschließenden Kickoff bis an die 44-Yard Linie zurück. Callahan startete mit einem 5-Yard Lauf. Dann tankte sich Grein bis an die Wiener 36-Yard Linie voran. Callahan lief dann 13 Yards und drei Yards. Kurz darauf lief Grein nach einem Pitch 16 Yards. Doch Linebacker Chris James entriss anschließend Callahan den Ball wenige Zentimeter vor der Endzone und lief bis an die 11-Yard Linie. Die Defensive der Tiroler erzwang jedoch schnell einen Punt.
Nach einem Return von Wise begannen die Swarco Raiders an der 37-Yard Linie der Gäste. Sie gelangten bis an die 34-Yard Linie. Erneut versuchten sie es mit einem 51-Yard Field Goal. Diesmal flog der Kick von Wiehberg knapp vorbei.
Wien startete daraufhin an der eigenen 34-Yard Linie. Nach einem Sack fing Walch einen 10-Yard Pass. Pardeller brachte Gross beim dritten Versuch zu Boden und die Wiener punteten erneut. Allerdings erzwangen die Vikings anschließend ihrerseits ebenfalls einen Punt.
Eine Strafe gegen Wiens Special Teams schenkte den Tirolern jedoch 15 Yards und ein neues First Down an der eigenen 26-Yard Linie. Callahan begann mit einem 9-Yard Lauf. Dann fing Wise einen 12-Yard Pass. Ein Lauf von Hofbauer brachte neun Yards. Grein lief dann bis an die Wiener 35-Yard Linie zu einem neuen First Down. Wieder war es Grein, der den Ball erhielt und diesmal sechs Yards Raumgewinn erzielte. Anschließend lief er fünf Yards. Eine Strafe gegen Wien brachte die Tiroler bis an die 12-Yard Linie. Grein machte fünf Yards gut. Doch der Drive stagnierte. Ein 25-Yard Field Goal von Wiehberg brachte 1:57 Minuten vor Ende den 10:10-Ausgleich.
Nach dem Kickoff starteten die Vikings an der eigenen 23-Yard Linie. Doch wie so oft an diesem Abend war die Verteidigung der Swarco Raiders zur Stelle und erzwang nach drei unvollständigen Pässen einen Punt.
Der Angriff der Hausherren kam 1:23 Minuten vor dem Ende an der Mittellinie an den Ball. Callahan begann den Drive mit einem Pass auf Maier an die 26-Yard Linie. Anschließend tankte sich Wise mit Läufen über sechs Yards und drei Yards bis an die 17-Yard Linie. Von dort aus schoss Wiehberg mit einem 36-Yard Field Goal die Swarco Raiders zum 13:10-Sieg und ins Finale
EFL Halbfinale
Swarco Raiders Tirol vs. Raiffeisen Vikings 13:10
(0:7/7:0/3:0/6:0)
28. Mai 11 | 20:00
Tivoli | Innsbruck
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