Die Giants verloren in der Vorwoche bei den Black Lions, so sich die Innsbrucker gute Chancen ausrechnen durften, die Scharte aus dem ersten Match auszuwetzen. Statt Wiedergutmachung setzte es für den Meister aber ein Hinrichtung mit steirischem Gütesiegel.

Armando Ponce de Leon erzielte nach Pass von Thomas Ricks den ersten im ersten Score im ersten Offense-Drive der Giants im Spiel. An sich noch nichts Außergewöhnliches. Als Ricks selbst, noch im ersten Viertel, mit einem Lauf auf 14:0 erhöhte, dazwischen die Raiders Offense de facto nicht vorhanden war, konnte man das noch als Kaltstart der Gäste abtun. Spätestens aber beim 21:0 (erneut ein Lauf von Ricks), welches zu Beginn des ersten Viertels fiel, war klar, dass die Sache mit der Wiedergutmachung für die Gäste aus dem heiligen Land wohl nur schwer gelingen wird. Die Steirer dominierten bis dahin den Austrian-Bowl-Champion nach Belieben, jeder ihrer Angriffe wurde mit einem Score abgeschlossen. Die Defense dazu stets am Posten, mittendrin ein Giants DB Christoph Schreiner, der sich mit sieben Solo-Tackels und sieben Assits bereits für die EM 2007 empfahl.

Als Marko Glavic seinen Receiver Jakob Dieplinger in der Endzone fand und damit sein Team zum 21:7 aufschließen ließ, währte die Freude der Tiroler über diesen Touchdown aber nur kurz. Ex-Raiders Mohammed Muheize retournierte den darauf folgeneden Kickoff für 90 Yards in die Tiroler Endzone – 28:7 – ein Schocker für die Freibeuter, deren Ausbeute bis dahin einstellig war. Ein Fiedlgoalversuch durch Raiders-Kicker Josef Schnellrieder aus 20 Yards war wide right, im nächsten Drive machten die Giants weitere sieben Punkte. Darryl Ray, nach Pass von Thomas Ricks, erhöhte auf 35:7. Kurz vor der Pause erzielten die Raiders durch Thomas Pröller, nach Pass von Marko Glavic, ihren zweiten Score. Bei 35:14 ging es in die Kabinen. Ein Spielstand bei dem Tiroler eigentlich nicht mehr hoffen durften und wenn, dann nur mehr auf ein Wunder.

Der endgültige Untergang des Piratenschiffs

Nach Wiederbginn stoppten die Tiroler den ersten Angriff der Giants, ließen sie 4& out gehen, brachten aber mit ihrer Offensive nichts Wesentliches auf den Weg. Armando Ponce den Leon zum Zweiten machte den Sack, der bis dahin nur mehr theoretisch offen war, mit seinem zweiten Touchdown-Catch (44 Yards-Pass Thomas Ricks) zu. Das 42:14 konnte Marko Glavic noch im dritten Viertel auf 42:21 korrigieren, das letzte Wort, bereits im letzten Viertel, hatten aber wieder die Gastgeber. Ein Lauf von Mario Nerad stellte den Endstand von 49:21 her.

Fazit

Einer überraschenden Niederlage gegen den Vorjahresletzten folgt ein Kantersieg über den Vorjahresmeister. Die AFL ist endgültig völlig unberechenbar geworden und das ist auch gut so. Wir sind, was das angeht, endlich in der NFL gelandet. Wer gewinnt und wer verliert – wissen wir erst nach dem Match. Geil. Dieser Rechung zufolge sollten die Raiders gegen die Black Lions mit 35+ Punkten verlieren und die Giants die Vikings mit vier Touchdowns Unterschied von der Hohen Warte schießen. Was so natürlich passieren wird. Eine Festlegung ist jedoch nicht (mehr) möglich. Die AFL erlebt eine ihrer interessantesten und offensten Saisonen. Das ist gut für die Zuschauer, gut für die Werbung, gut für den Sport, nur schlecht für jene Football-Austria.com-Redakteure die in dem Fall auf Sieg Raiders gesetzt hatten. Pfanner und Reiterer haben keine Ahnung. Der Fotograf Nemeskal sollte die Berichte schreiben und den beiden eine Canon in die Hand drücken.

AFL
Graz Giants vs. Swarco Raiders Tirol 49:21
(14:0/21:14/7:7/7:0)
28. April 07 | Kickoff 16:00
Stadion Eggenberg, Graz
Referees: Müller / König T. / Wahl / Hölbling / Hofbauer / Windsteig



Pressmeldung Giants Anfang

Turek Graz Giants feiern wichtigen Sieg gegen Swarco Raiders Tirol

Bestes Football-Wetter lockte über 1200 Fans der Turek Graz Giants in das Heimstadion Graz – Eggenberg, wo sie eine außerordentlich motivierte Mannschaft gewinnen sahen. Nach der Niederlage und somit ersten Saison-Pleite letzten Samstag bei den Carinthian Black Lions wurden die Kritiker beim heutigen Spiel gegen den amtierenden Staatsmeister Swarco Raiders Tirol eines Besseren belehrt.

Die Kampfmannschaft der Grazer spielte trotz des starken Drucks von Beginn an souverän. Die Defense der Giganten ließ nie den Funken einer Chance für den Tiroler Angriff aufkommen. Durch drei kurz aufeinander folgende Turnovers und eine bei jedem Angriff punktende Offense, allen voran Armando Ponce de Leon (#15,WR) mit zwei Touchdowns, konnte der Grundstein für den Sieg gelegt werden.

Mit 14 Punkten im ersten Viertel und 21 im zweiten konnten die Turek Graz Giants mit einem komfortablen 35:14 in die Halbzeit gehen.

In der zweiten Halbzeit kamen wieder einige Ersatzspieler zum Einsatz, die ihr Können nicht nur Headcoach Rick Rhoades, sondern auch dem begeisterten Publikum beweisen konnten.

Die Swarco Raiders Tirol, die ihren heutigen Gegner deutlich unterschätzt hatten, rechneten nicht mit dem Siegeswillen der Grazer Giants! Der Head Coach der Tiroler, Geoff Buffum, brachte es auf den Punkt: ‚Die bessere Mannschaft hat gewonnen!‘

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