Antragsteller waren der europäische Footballverband EFAF, so wie die Verbände Deutschlands, Belgiens, Irlands und der Schweiz. Man wollte vom internationalen Sportgerichtshof in Lausanne, dass die Gründung der IFAF Europe und die dadurch entstandene de facto Entmachtung der EFAF durch den Weltverband, als unrechtmäßig zurück genommen wird.
Der internationale Sportgerichtshof hat den Antrag gestern zurück gewiesen, womit die Beschlüsse der IFAF vom 5. Juli 2012 in Kraft bleiben. Des weiteren müssen die Antragssteller der IFAF 8000 Schweizer Franken für deren im Zuge des Verfahren entstandenen Kosten ersetzen und auch 80 Prozent der gesamten Verfahrenskosten an den CAS begleichen. Update 5. Juli 2013: Insgesamt wollte die IFAF über 40.000 Euro an Anwaltskosten von der EFAF erstattet, erhält aber nur die oben erwähnten 8.000 refundiert. Der finanzielle Schaden dürfte also für beide Verbände beträchtlich sein.
Beide Streitparteien sehen sich in der Sache interessanter Weise als Gewinner. 
Weltverbandspräsident Tommy Wiking freute sich auf Twitter und legte dort gleich nach: Sie (die EFAF) habe keine andere Möglichkeit mehr, als die Entscheidung zu akzeptieren. Die IFAF und die IFAF Europe werden ihre Arbeit fortsetzen und die Turniere in Zukunft vergeben. (siehe Infobox)
Man darf gespannt sein, ob und welche Auswirkungen das auf die EM 2014 in Österreich hat. Diese wurde von der EFAF vergeben. Allerdings nach dem Beschluss des Weltverbandes, die EFAF als europäischen Verband nicht mehr anzuerkennen.
Anders sieht das der deutsche Verband AFVD. Der sieht sich, trotz der Abweisung seiner Klage, in einer Aussendung „in seiner Position bestätigt, dass die IFAF nicht durch Beschlüsse der Gremien und Organe der IFAF die EFAF als juristische Person auflösen kann. Eine Auflösung der EFAF kann nur durch die Mitglieder der EFAF selbst erfolgen. Ein Ansinnen, dem eine außerordentliche EFAF Generalversammlung am 04. November 2012 bereits eine Absage erteilte.“ und fügte an, dass „der AFVD weiterhin für die reibungslose Durchführung der von der EFAF ausgeschriebenen Wettbewerbe in 2013 und auch in 2014 eintreten wird.“
Die Entscheidung des CAS im gesamten Wortlaut wurde von diesem noch nicht veröffentlicht. Wir reichen die Aussendung als Download nach, sobald diese verfügbar ist.

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