Das Spiel war gezeichnet von ausgezeichneten Defense Reihen, vielen Turnovers und leider auch einigen Verletzungen.

Die Bears starteten völlig überraschend mit Stefan Florian als Quarterback, der den erkrankten Chris Gubisch ersetzen sollte. Florian, der spontan ein Comeback gab und nur wenig Zeit zur Vorbereitung hatte, fand mit seiner Offense den ganzen Nachmittag nicht ins Spiel. Nachdem die Bears ohnehin bereits auf RB Lukas Bauer verzichten mussten, verletze sich danach auch noch der in den letzten Wochen groß aufspielende Chris Schögler. Die Hoffnungen der Bears ruhten nun auf dem bereits 38-jährigen Stefan Wernsperger.

Beide Defensivreihen spielten groß auf, und sorgten somit für einen untypischen Halbzeitstand von 0:0. Safety Raimund Winkler und LB Tobias Krenn sorgten auf Seiten der Bears für zwei Turnovers.

Im dritten Viertel gingen die Invaders nach einem langen Pass plötzlich in Führung. WR Maximilian Luger entwischte der Bears Defense und brachte die Gäste in Führung. Filip Zivkovic konnte den PAT Versuch allerdings blocken.

Praktisch im Gegenzug legten die Grazer ihren besten Drive im ganzen Spiel hin. Stefan Florian führte seine Offense übers Feld, und komplettierte einen Pass nach dem anderen. 20 Yards vor der Endzone bediente der Bears Spielmacher WR Philipp Kranabitl, der den Ball sehenswert zwischen zwei Invaders Verteidigern behauptete. Nach dem erfolgreichen Extra Punkt von Mario Greil gingen die Bears erstmals in diesem Spiel in Führung.

Mit fünf Minuten auf der Uhr bekamen die Invaders den Ball zurück. Durch Penalties schadeten sich die Bears in dieser Phase selbst, und kassierten eine Strafe nach der anderen. Die bitterste wohl bei einem bereits vergebenen Field Goal Versuch der Invaders, der den Gästen ein neues First Down bescherte. Am Ende behielten die Niederösterreicher die Nerven, erzielten mit wenigen Sekunden auf der Uhr das entscheidende Field Goal, und revanchierten sich damit für die Niederlage gegen die Bears in Spiel eins.

Ein sichtlich enttäuschter Bears Head Coach Alexander Schintler nach dem Spiel: „Die heutige Niederlage haben wir uns selbst zuzuschreiben! Wer im letzten Drive 80 Yards Strafen kassiert ist selber schuld. St. Pölten hat disziplinierter gespielt. Das war das Ausschlaggebende. Leider gab es auf beiden Seiten einige Verletzte. Ich wünsche allen Spielern eine schnelle und baldige Genesung… Das ist jetzt das Wichtigste.“

Nicht ganz unzufrieden zeigt sich der Grazer Obmann Boris Paar„Der Verlauf des Spiels und vor allem der Ausgang ist natürlich sehr bitter aber so ist der Sport. Die Emotionen die so eine knappe Niederlage mit sich bringt gehören genauso dazu wie der Freudentaumel nach einem Sieg.“

Division 1
Styrian Bears vs. St. Pölten Invaders 
7:9
(0:0/0:0/0:6/7:3)
SO 6. Mai 2018 14:00 Uhr, Fußballverbandsplatz Graz

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