Auch im dritten Spiel zwischen Raiders und Vikings kam der Sieger am Ende aus Tirol. Foto: Andreas Bischof

Innsbruck bereitete den Dacia Vikings einen heißen Empfang. Bei 32 Grad erfolgte nach Erklingen der Europa- und Bundeshymne, dargebracht von der Polizeikapelle Tirol, der Kickoff am Tivoli vor knapp 5000 Zusehern, die das erste rein österreichische Finale um die europäische Krone seit 2013 miterlebten. Letztendlich freuten sich die Tiroler Fans über einen 35:10 Sieg ihrer Raiders, die über weite Strecken das Spiel beherrschten und bereits in der ersten Halbzeit den entscheidenden Vorsprung herausarbeiteten.

Die Swarco Raiders bestimmten von Beginn an Tempo und Spiel. Tobias Bonatti und Sean Shelton besorgten im ersten Viertel die 14:0-Führung für die Hausherren. Arno Schwarz versenkte die beiden, wie auch allen folgenden PATs per Kick.

Nach dem ersten Seitenwechsel erhöhte Shelton mit einem Pass auf Adrian Platzgummer auf 21:0, die ersten drei Offense Drives endeten für Innsbruck mit damit mit Touchdowns. Es folgte der erste brauchbare Vikings Offense Drive, jene davor endeten mit Punts. Christopher Kappel traf aus 40 Yards zum 21:3. Doch postwendend schlugen die Raiders mit der Kombination Shelton-Platzgummer zum 28:3-Pausenstand zurück.

Raiders machen alles klar

Nach der Pause änderte sich am Bild vorläufig nichts. Die Vikings Offense war stillgelegt und man musste punten, die Raiders erhöhten spielerisch auf 35:3. Die Partie war vor dem letzten Seitenwechsel damit entschieden.

Andrew Spencer scorte den einzigen Vikings Touchdown des Spiels.
Foto: Andreas Bischof

Im letzten Spielabschnitt zwangen die Vikings die Raiders zu ihrem ersten Punt im Spiel und konnten ihrerseits selbst den ersten Touchdown erzielen. Die US-Connection Austin Herink auf Andrew Spencer war sechs Punkte wert, Kappel kickte zum siebenten und 35:10 aus Sicht der Gastgeber. Das war auch der Endstand in einem einseitigen Finale am Tivoli, das mit den Raiders einen klaren und verdienten Sieger hervorbrachte.

Stimmen zum Spiel:

Raiders Head Coach Shuan Fatah: „Ich möchte mich bei den Vikings für das faire und toughe Spiel bedanken. Ich denke, wir haben ein gutes Spiel heute gesehen. Es war ein hartes Ding, sehr physisch und schnell. Da war eine menge Athletik am Feld. Ich bin sehr happy, dass wir den Titel nach Hause bringen konnten. Besonders für euch liebe Fans, das war uns wichtig. Wir wollten zeigen, was wir drauf haben. Es war eine tolle Kulisse. Eines dieser epischen Games, über die wir noch in Jahren reden werden. Wir wollen uns auch als Team bedanken, dass ihr so hinter uns steht. Das spüren wir da unten und das war ein tolles Erlebnis!“

Vikings Head Coach Chris Calaycay: „Natürlich sind wir gekommen um zu gewinnen. Aber das ist sich nicht ausgegangen. Die Raiders haben wirklich ein starkes team, einen super Gameday. You win with class, you lose with class! In sports you sometimes lose. Wir spielen weiter, in zwei Wochen gibt es ein Play-Off Game und dann hoffen wir, dass es noch eine Begegnung mit den Swarco Raides im Austrian Bowl geben wird.“

ECTC Final

Raiders Tirol (4-0) vs. Vienna Vikings (2-1) 35:10
(14:0/14:3/7:0/0:7)
SA 29. Juni 2019 19:00 Uhr; Tivoli Stadion · Innsbruck

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andreas platzgummer
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andreas platzgummer

Gratulation Raiders – aber was die eigentlich erfahrene Refs-Crew da gesehen haben will; live gehe ich ja davon aus, dass sie schon etwas gesehen haben werden, aber wenn man sich das Video ansieht: stopped forward progress und deshalb kein Fumble??? und dann bei ausgelaufener Uhr noch einen Ausschluss wegen angeblichem Targeting – wobei sich Pilger mit beiden Händen am Gegenspieler abstützte!!?? Was hat man sich da nur dabei gedacht?
Gut dass diese Fehlentscheidungen das Ergebnis nicht beeinflussen konnten