Vor allem die Lokalzeitungen des Burgenlandes haben sich in das Footballteam aus dem Süden, spätestens seit dem Titelgewinn und Aufstieg in die Division I, schwer verliebt. Das Kuscheln findet kein Ende.
Nun spannen die Glads die Medien vor ihre Rekrutierungskampagne. Ob bvz, Bildpost, Bezirksblätter oder BF. Zeitungen die man außerhalb des Burgenlandes kaum kennt, aber wenn man weiss, dass manche dieser Publikationen eine Auflage von mehr als 150.000 Stück haben (Bezirksblätter), dann kann man erahnen wen man im Burgenland mit solcher Art Medienarbeit erreicht. Jeden Haushalt. Ein mediales Flächenbombardement.

Dabei kleckert man nicht, sondern versteht es zu Klotzen. Beinahe unheimlich wird die Sache, wenn das Recruting des Teams in der Offseason einen ganze Seite des bvz-Sportteils einnimmt, dabei so Kleinigkeiten, wie die sich gerade auf dem Weg in die Playoff-Phase befindliche Basketball-Liga ÖBL (das Burgenland stellt drei Teams in der höchsten Klasse) ein wenig an den Rand drängt.

Ein Riesenpass mit Amerika

Die elf Pflichtspiele in der Division 1 und SELAF bezeichnet Manager Andreas Mayer mittlerweile als "Riesenspaß" und ortet einen Nachholbedarf bei den schweren Jungs. Noch 20 Spieler aus der Region will man zusätzlich im Endspurt bis zum Saisonstart ins Team holen, den SELAF-Roster von 58 Spielern zur Gänze ausreizen. Neuzugänge von anderen Teams gab es zuletzt keine mehr. Gerd Ladining (Black Lions) und Jürgen Hronek (Baden Bruins) waren die letzten zwei. "Wir rekrutieren nicht in fremden Gefilden. Kommen Spieler auf uns zu und passen sie zu uns – dann sagen wir nicht nein. Aktiv suchen wir Athleten aus der Gegend", mein Mayer.

Nicht ganz in der Gegend von Rudersdorf liegen die Vereinigten Staaten von Amerika. In der heurigen Saison sind in der Division 1 zwei Klasse-A Spieler, also auch US-Legionäre erlaubt. Wird man solche bei den Gladiators sehen? "Es sieht gut aus", sagt dazu der Glads Manager. Die Finanzierung der US-Boys scheint gesichert zu sein, aber ob es sich dabei um die zwei Giants-Liner De Wolf und Hoffman handelt ist noch offen. Fix ist aber: 2007 spielen auch US-Amerikaner im Gladiatorenland. Zumindest einer.

Ein burgenländisches Team

"Wir sind ein Team mit einer starken burgenländischen Identität und Ausrichtung" sagt gerade der Kärntner Quarterback Bernhard Kamber und fügt an, dass "wir vier Kärntner hier nur Architekten sind. Das Haus wird im Burgenland für Burgenländer gebaut. Mich freut die Arbeit hier und meinen Kollegen geht es nicht anders." Tatsächlich hat man den Winter über ein erkleckliche Anzahl an burgenländischen Neuzugängen aus anderen Sportarten registriert.

Auch das Land Burgenland könnte hier bereits in naher Zukunft eine Rolle spielen. Durch die Teilnahme an der SELAF, also bei einem internationalen Bewerb, haben die Gladiators bei der Landessportorganisation an Gewicht gewonnen. Gut möglich, dass die ASVÖ Gladiators schon bald die Burgenland Gladiators sind. Dort, wo immer die Sonne scheint. Burgenlandication.

Nachwuchsboom

Vor allem beim Nachwuchs hat sich einiges getan. Das ursprüngliche Division I – Pflichtprogramm (ein Nachwuchsteam) wurde auf zwei Units ausgeweitet. "Wir werden heuer bei den Junioren und der Jugend ein Team stellen können", freut sich Andreas Mayer über den regen Zulauf beim Nachwuchs. Das Recruiting generiert Schlagzeilen.

Simon Szawarzynski und Jochen Adorian wurden als Instruktoren bei ihrer Präsentation am Poly-College Stegersbach von der bvz begleitet und wieder war eine halbe Seite Sport voll in der Zeitung. 

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