Während die Wiener ihr Werk bist zur Fertigstellung geheim halten, gehen die Linzer einfach mit einer nicht Mal halbfertigen Webseite online und erklären den Besuchern auch warum: Man will die Fans an der Evolution der Webseite teilhaben lassen. Schauen Sie ruhig zu, wie wir unsere Homepage fertig basteln! Hört sich sinnlos an? Ist es natürlich auch.
Schwer herauszufinden von welchen guten Geistern die Stahlhaie beseelt waren, als sie auf diese grandiose Idee kamen. Sie selbst erläutern es zwar in einer Art „Mission Statement“ auf der Startseite, aber das mag so ganz und gar nicht als Erklärung dafür dienen, warum ein Sportverein mit einer Webseite ins Netz geht, welche nicht ein Mal ein Impressum oder eine Kontaktadresse anführt. Abgesehen von der rechtlichen Komponente (das ist ihnen als Verein nämlich nicht erlaubt), fragt man sich eigentlich warum wir alle zuschauen sollen, wie der Verein Stück für Stück seine Homepage zusammenbastelt? Dieser HTML Exhibitionismus muss eine Ursache haben, oder zumindest einen Vordenker. Nur welche, bzw. wer ist es? Wir wissen es wirklich nicht, aber wagen den Versuch einer Erklärung.
Durch die subtile Einladung aktiver Mitentwickler – und damit Teil dieses progressiven Museums zu werden – könnten wir uns (frei nach Web Feng Shui) vorstellen, dass dieses gemeinschaftliche Mitmachen- oder Denken dazu führt, dass sich in den tieferen Sphären des Zwischennetzes Energiewellen freisetzten, die dann der Webmaster der Seite mit einer Art virtuellen Ideen Parabolantenne einfängt, um Sie danach in einer Datenbank des kollektiven Wissens zu sammeln um wiederum daraus seine weisen Schlussfolgerungen zu ziehen. Auf gut Deutsch gesagt: Es könnte ja jemand eine E-Mail schreiben und sagen: „Mach es doch grün!!“
Womöglich war es auch nur eine übersteigerte Vorfreude über das optisch ganz gut gelungene Stück Arbeit und man wollte nicht warten bis die Karosserie auch ein Innenleben hat? Aber um ehrlich zu sein, bleibt davon nicht mehr und weniger als ein Indiz dafür, dass man sich wenig Gedanken darüber gemacht hat, wie extra unprofessionell ein solches Vorgehen wirkt und ist. Dabei auf dieser Baustelle, auf der so gut wie noch gar nichts funktioniert, freudig seine Sponsoren zu begrüßen, lässt zumindest auf ein ordentliches Selbstbewusstsein Rückschließen. Ob die Freude eine beiderseitige ist, wagen wir allerdings zu bezweifeln.
Komisch, dass gerade die Steelsharks hier ohne Not nach vor preschen, welche sich ansonsten kalkulierbar und rational in ihrem Tun präsentieren, aber nun etwas veröffentlichen, was von vorne bis hinten hinkt. Ein Impressum ist dringend einzubauen, bevor hier nach (unserem) Spott auch noch der Schaden folgt. Wenigstens wissen wir aber, dass die Webseite der Steelsharks eine ganz schöne werden könnte und auch, dass es scheinbar ein „AFBÖ Internet Network“ gibt (kennen wir das nicht von wo?), welches der Verband sicher bei der sich nächst bietenden Gelegenheit vorstellen wird.
Die Vikings hätten weit mehr Gründe ihre neue Webseite zu veröffentlichen, denn was sich hinter den Kulissen bei den neuen Dodge Stallpiloten tut, sollte die Welt der Verbandswebseiten im Frühjahr zur Gänze revolutionieren. Ganz ohne Verbandsnetzwerk, auf welches die Wikinger (noch) vergessen haben. Wir sind ja so gespannt!

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