Für beide Units der Vikings war dieser Samstag einer zum Vergessen.
Den Anfang machten die Minis
Wer dachte, dass die Vikings Minis, ähnlich wie im Happyland, von den Dragons überrollt werden würden, irrte. Das Lebenszeichnen des von bislang Problemen gebeutelten violetten Teams war mehr als kräftig. Die Drachen eröffneten den Scoreregen schon nach kurzer Zeit. David Nader, an diesem Tag eine Klasse für sich, brachte die Gäste 6:0 in Führung. Die Antwort der Vikings gab Felix Schneider Sturm zwei Minuten später: 6:6. Die beiden Zusatzpunkte von Fabian Szeidenberger brachten die Vikings überraschend mit 8:6 in Führung. Ihr Coach Rudi Lehner, diesmal unterstützt von Horst Obermayer und Thomas Herz, lächelte an diesem Nachmittag das erste Mal. Dann folgte ein offener Schlagabtausch zwischen den beiden Teams. Zwei Tocuhdowns (Nr. 97 Kekskementi DRA und Nr. 84 Szeidenberger VIK, plus Zusatzpunkte) und es stand 14:12. In der Tonart ging es munter weiter. Überragend in wahrsten Sinne des Wortes, Wikinger Felix Schneider Sturm. Der 12 jährige ist 177 groß, schnell, wendig und fangsicher, seine Ausbeute: Drei Touchdowns an diesem Nachmittag.

Doch auch die Minis der Herausforderer haben ihre Riesen: Kekskementi (170 cm, 60 kg), Alexander Dreher (164 cm, 70 kg). Diese beiden brachten die Dragons vor Ende des ersten Quarters mit 14:20 in Front. Im zweiten bleibt das Tempo hoch. Das Laufspiel der Dragons stellte die Vikings Defense immer wieder vor große Probleme, aber Horst Obermayers und Mario Floredos D-System funktioniert. Zur Halbzeit führen die Vikings sogar 32:27. Erst in den letzten beiden Spielabschnitten zogen die Dragons zuerst mir 32:33, dann mit 32:39 und schlussendlich auf 32:40 (unverbindlicher Endstand) davon.

Die Minis der Vikings hätten dieses Spiel mit etwas mehr Glück auch gewinnen können, aber eines ist sicher: Gewonnen hat an diesem Nachmittag jenes Team, das in dieser Saison einen Sieg nach dem anderen feiert – und das verdient. Sie stehen jetzt im Finale. Die Minis der Vikings gehen heuer somit leer aus. Die Dragons sicher erster Anwärter auf den Titel. Der Weg dorthin führt aber über die Raiders aus Tirol – ein spannendes Finale steht uns bevor.

Minis
Dodge Vikings vs. Danube Dragons 32:40
(32:27)
07. Oktober 06 | 13:00
Schmelz, Wien
Referees: Windsteig / Fritz / König M. / Savicevic / Riegler / Scheiber

Die Schüler:
Für beide Teams waren die bisherigen Spiele (Vikings vs. Rangers und Dragons vs. Rangers bzw. vs. Hohenems) keine Prüfsteine. Also war die heutige Partie für beide die Stunde der Wahrheit. Für Vikings allerdings eine bittere. Denn schon im ersten Spielzug zogen die Dragons, die den Vikings vor allem körperlich weit überlegen waren mit 7:0 davon. Markus Laaber war dabei der Keyplayer. Erst als es 14:0 für die Drachen steht, wachten die Vikings-Offensespieler auf. Ende des ersten Viertels stand es 14:7 und so blieb das Scoreboard auch bis zum Beginn der zweiten Halbzeit. Die ersten beiden Quarter sind vor allem von den Defense-Formationen geprägt. Beide D’s zerstörten vor allem das Laufspiel der gegenüberstehenden Offenses oft schon im Ansatz. Daher auch das eher ‚dürftige‘ Ergebnis zum Seitenwechsel. Vikings-Quarterback Yannic Stribrny war oft unter Druck, hatte kaum Zeit den Ball zu passen. Sehenswert allerdings der erste Touchdown der Vikings nach einem 30 Yard-Pass auf Laurinho Walch, der ein echtes Talent ist und künftig ein Receiverversprechen für die Vikings sein könnte.

Ebenso mächtig wie durchschlagskräftig war Markus Laaber von den Dragons, der den Vikings drei Mal das Lederei in die Endzone setzte. Auch Jakob Baran (eine Interception mit 2 Punkten), der Bruder des Vikings-Kampfmannschafts 2nd Centers Lukas Baran, scheint ein viel versprechendes Talent zu sein. Ebenso wie der baumlange Florian Gschossmann, der es trotz der dicht gestaffelten Abwehr der Vikings immer wieder schaffte Raumgewinn zu erzielen.

Ende des dritten Quarters kamen die Vikings noch einmal auf 19:20 heran und man schöpfte in der Coachingbox der Vikings wieder Hoffnung. Doch dann ein Doppelschlag der Dragons zum 19:27 und gleich darauf zum 19:34. ließen die Träume auf den zweiten Vikings-Sieg in der Saison 2006 platzen. Der Vikings Quaterback setzte noch einen Pass drauf – wieder scorte Laurinho Walch: 25:34. Zum Ende fing Jakob Baran eine Pass von Stribrny ab und setzte noch mal zwei Punkt oben drauf: Endstand (unbestätigt): 25:36.

Fazit:
Die Dragons waren an diesem Nachmittag das schnellere und kompaktere Team und haben verdient gewonnen. Haben wir heute schon den Meister 2006 gesehen?

Schüler
Dodge Vikings vs. Danube Dragons 25:36
(14:7)
07. Oktober 06 | 15:00
Schmelz, Wien
Referees: Windsteig / Fritz / König M. / Savicevic / Riegler / Scheiber

Andreas Ubell

Cateringtest:

Würstel mit Saft und Cola Light 5,70 Euro. Sehr viel Saft und auch Rindfleischtückchen, die Würstel dafür etwa ‚letschert‘
Bewertung: 5 Footbälle

Musiktest:

DJ Frozen Fritz spielte Leichtes; Grooviges und Hartes – gut ausgesucht und gemischt. 9 Footbälle

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