Der AFBÖ sprach hohe Strafen für zwei Spieler der Carinthian Lions und drei weitere ehemalige Spieler der Black Lions für Fälschungen von ärztlichen Attesten aus. Bernhard Kamber, Stefan Wiltsche (Carinthian Lions) und die zuletzt nicht mehr aktiven Spieler Martin Pachler, Markus Steiner und Gerd Ladinig wurden vom Verband für vier Jahre (bis inklusive 5. März 2016) gesperrt.
Die Sperre erstreckt sich auf alle Mitgliedsvereine des AFBÖ und neben der Tätigkeit als Spieler, auch für jene als Coach oder sonstige Mitarbeit in einem Klub. Der Aufenthalt im Stadioninnenraum (Feld, Team Area, Garderoben o.ä.) ist ihnen während des Gamedays untersagt. Ein Verstoß gegen die Tätigkeits- und Aufenthaltssperre, sowie ein nochmaliges Vergehen, würden eine lebenslange Sperre nach sich ziehen, wie der AFBÖ auf seiner Homepage bekannt gab.
Kamber und Wiltsche, die heuer wieder spielen wollten, wurden von ihrem Verein Carinthian Lions auch bereits abgemeldet.
Aufgeflogen sind die Fälschungen bei Kontrollen der Atteste. Die Spieler haben Ärzte offenbar frei erfunden, die Stempel gefälscht und sich die Atteste selbst ausgestellt. Bernhard Kamber gibt das auch offen zu und bat den Vorstand des AFBÖ um Milde. Die ließ dieser aber nicht walten, da es sich dabei um ein offenbar gängiges Prozedere handelt und auch Atteste aus der Vergangenheit gefunden wurden, die im Do-It-Yourself-Verfahren hergestellt wurden.
Keine Zeit für Arztbesuch
Die Begründung für den Schwindel von Bernhard Kamber fällt lapidar aus: Zeitmangel. Er entschuldigte sich beim Verband noch vor dessen Entscheidung in aller Form und bat darum, wenigstens als Coach arbeiten zu dürfen, da sein Sohn heuer mit dem Footballsport beginnen wird. Eine Bestrafung für „diesen Blödsinn“ wie er die Fälschungen nennt, hätte er sich sich wohl verdient, die nun ausgesprochene Höhe sei aber maßlos überzogen. Er habe sich dadurch weder einen Vorteil verschafft, noch sportlich betrogen. Hätte er gedopt, dann würde man ihn beim ersten Mal für zwei Jahre sperren. „Offenbar war im Verband bei einigen der Wille vorhanden sich meiner Person zu entledigen und ich war auch noch so dumm, ihnen den Grund dafür am Silbertablett zu servieren.“, meint Kamber.

Seine sportliche Zukunft ließ er offen. Als aktiver Footballspieler ist das nun aber wohl sein Karriereende, denn nach Ablauf der Sperre ist er dann 38 Jahre alt.

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