Zwei Wochen vor Saisonstart erklärte der Quarterback der Indianapolis Colts unter Tränen seinen Rücktritt. Die zahlreichen Verletzungen der vergangenen Jahre haben ihre Spuren hinterlassen.

„In den vergangenen vier Jahren hatte ich den Kreislauf von Verletzung, Schmerzen, Reha und es war unaufhörlich, unerbittlich, sowohl in der Saison als auch außerhalb der Saison,. Ich ich fühlte mich darin gefangen. Ich sehe nur einen Weg, da rauszukommen, nämlich dass ich nicht mehr Football spiele“
Andrew Luck

Lucks Verletzungshistorie der vergangenen sieben Jahre ist umfangreich: Knorpelrisse in den Rippen, ein teilweise gerissener Bauch, ein Nierenriss, Gehirnerschütterungen, ein Labrumriss in der Schulter und zuletzt eine mysteriöse Waden- und Knöchelverletzung führten dazu, dass Luck einen Schlussstrich ziehen musste. Schuld an den vielen Verletzung wird von vielen Seiten der schwachen O-Line der Colts der vergangenen Jahre gegeben, die Luck immer wieder in Stich ließ und wenig Protection bot.

„Das ist keine leichte Entscheidung, ehrlicherweise ist es die härteste Entscheidung meines Lebens, aber sie ist die richtige für mich“, so Luck, der vor sieben Jahren von den Colts als legitimer Nachfolger der damals für Denver noch weiter spielenden Legende Peyton Manning an der ersten Stelle des Drafts gewählt worden war.

Damit verliert die NFL einen seiner besten Spielmacher, der sein Potential auf Grund der zahlreichen Verletzungen wohl nie ganz ausspielen konnte. Luck ist zudem der erste Quarterback in der NFL-Geschichte, der als als Twen nach einer Pro-Bowl Saison zurückgetreten ist.

Colts „Fans“ buhen ihn zum Abschied aus

Geplant war offenbar am Sonntag (nach dem Preseason-Spiel gegen die Chicago) eine Pressekonferenz, in der er sein Karriereende bei einer Pressekonferenz bekanntgeben wollte. Doch der geplante Rücktritt sickerte vorher durch und so musste Luck beim Heimspiel am Samstag noch die Buhrufe der Colts „Fans“ über sich ergehen lassen.

Kein Titel, aber Playoff Garant

Der ganz große Wurf in Form eines Super-Bowl-Triumphs, aber auch ein Conference Titel, blieben dem vierfachen Pro Bowler verwehrt. Vor fünf Jahren scheiterte Luck mit den Colts in den Conference Finals an den New England Patriots. Sein legendärstes Spiel war ein Jahr zuvor das 28-Punkte Comeback im Wildcard-Playoff gegen die Chiefs. Auch damals war eine Runde danach gegen New England Endstation.

2017 setzte er mit kaputter Wurfschulter aus und die Colts schlossen die Saison mit einer 4-12 Bilanz ab. Nach seiner Rückkehr 2018 war Indianapolis wieder in den Playoffs, wie er sein Team auch in den ersten drei seiner Saisonen jeweils in die Post Season führte.

Jacoby Brissett wird nun Starter in Indianapolis, deren Chancen in der AFC South zu reüssieren nun nicht mehr so rosig aussehen wie mit Luck. Der will nun mal auf Weltreise gehen und danach entscheiden, ob es für ihn noch in anderer Form eine Zukunft mit der NFL gibt. Als Spieler hat er damit dem Anschein auch mental abgeschlossen.

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