Baltimore machte seinem Ruf als „dirtiest team of the NFL“ einmal mehr alle Ehre. Zunächst schlug Haloi Ngata die Nase von Steelers QB Ben Roethlisberger mit einem punch gegen die facemask blutig, danach versetzte Jameel McClain Tight Heath Miller beim tackle einen bösen hit gegen die Kopf, der Schlimmstes vermuten ließ, als er regungslos am Boden liegen blieb. Zum Glück konnte Miller einige Zeit später auf eigenen Beinen das Feld verlassen.

Beide Vergehen wurden von den Referees nicht geahndet, man rechnet aber allgemein am Montag mit zum Teil drastischen Strafen seitens der NFL gegen die Ravens Spieler.

Neben den unnötigen und in einem Fall lebensbedrohlichen Härteeinlagen seitens der Raben wurde auch noch Football gespielt. Und da hatten die Steelers ihre Nasen zwar gebrochen, aber am Ende vorne.

Die Hausherren gingen vor über 70.000 Zuschauern im M&T Bank Stadium von Baltimore in Führung, als QB Joe Flacco (17/33, 266 yds, TD) seinen Receiver Anquan Boldin (5/118 yds, TD) zum 7:0 in der Endzone fand.

Keines der beiden Teams konnte in Folge ein Laufspiel etablieren (Steelers 54, Ravens gar nur 43 yards rushing). Viel Druck lastete auf den beiden Quarterbacks (drei sacks Steelers, vier bei den Ravens), die es trotzdem schafften (234 bzw. 226 passing yards) ein passables Passspiel aufzuziehen.

In der aber grundlegend defensiv geprägten Partie war das 7:0 aber gleichzeitig auch der Pausenstand.

Zwei fieldgoals im dritten Viertel, Shaun Suisham für Pittsburgh aus 45 yards und Billy Cundiff für Baltimore aus 24 yards, beließen es beim Vorsprung von sieben Punkten (10:3) für die Ravens vor dem letzten Seitenwechsel.

Die Entscheidung für die Steelers fiel im vierten Viertel. Zunächst verkürzte Suisham per fieldgoal kick auf 10:6, danach zeigte Steelers Urgestein Troy Polamalu den Ravens, wie sauberer und effektiver Defensivfootball in Perfektion auszusehen hat, als er beim sack an Joe Flacco nicht auf seine Nase, sondern intelligenter Weise auf den Ball schlug. Diesen forced fumble retournierte LaMarr Woodley für die Steelers bis an die Baltimore 9. Kurz danach bediente Quarterback Ben Roethlisberger von dort aus Runningback Isaac Redman zur 13:10 Führung.

Der letzte verzweifelten Versuch der Baltimore Offense dem Spiel noch eine weitere Wendung zu geben, begann mit einem weiteren sack an Flacco und endete mit einem turnover on downs.

Die Steelers sind mit 9-3 damit alleiniger Spitzenreiter der SFC North, gefolgt von den Ravens (8-4). Noch eine kleine Außenseiter Chance haben die Cleveland Browns (5-7). Die Cincinnati Bengals (2-10) stecken wie so oft um die Jahreszeit bereits mitten in der Saisonvorbreitung für das kommende Jahr.

SNF
Baltimore Ravens vs. Pittsburgh Steelers 10:13

05. Dezember 10 | 02:30 MEZ
M&T Bank Stadium | Baltimore
71.418 Zuschauer

American Football Conference – North Division

Platz

Mannschaft

Spiele

Gew.

Verl.

Pkt.

Prozent

1.

Pittsburgh Steelers

12

9

3

267 : 191

0.750

2.

Baltimore Ravens

12

8

4

260 : 201

0.667

3.

Cleveland Browns

12

5

7

229 : 239

0.417

4.

Cincinnati Bengals

12

2

10

255 : 322

0.167

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