Den Trash Talk Contest vor dem Spiel, den verlor Patriots head coach Bill Belichick gegenüber seinem redseligen Kollegen Rex Ryan noch. Alleine hört sich Belichick auch nicht so gerne selbst beim Geschichten erzählen zu als sein Gegenüber, überließ dann seiner Mannschaft und ihrem von ihm mitgegebenen gameplan das Gespräch. Und jenes wurde zu einem New England Monolog mit einem verstörten und erstaunten Zuhörer aus New York.

Das erste Spiel zwischen den beiden gewannen die Jets im Meadowlands Stadion mit 28:14. Seither waren fast drei Monate vergangen, in denen die New Yorker lediglich den Packers (0:9) und die Patriots Cleveland (14:34!) unterlagen. Somit kam es zum Spitzentreffen in der AFC East.

Schon nach den ersten 15 Minuten wurde deutlich, dass es ein lange Montagnacht für New York werden würde. Ein fieldgoal von Shayne Graham, touchdowns durch Runningback BenJarvus Green-Ellis und Deion Branch nach einem 25-yards Pass von Tom Brady – es stand 17:0 noch vor dem ersten Seitenwechsel.

Sanchez schwach…
Die Offensive der Gäste kam nur langsam in die Gänge. Über das Runningback Duo LaDainian Tomlinson und Shonn Greene, die sich die carries gütlich teilten, wurde der Ball zwar bewegt, mehr als ein fieldgoal durch Nick Folk sah aber in Hälfte eins für die Jets nicht heraus. Das auch, weil Jets Quarterback Mark Sanchez (17/33, 164 passing yds, 3INT) bis dahin weniger als die Hälfte seiner Pässe an seine Receiver ausliefern konnte. Die Leistung des Spielmachers bis dahin also schwach, wobei es für den 24-Jährigen so richtig dick erst in der zweiten Hälfte kommen sollte. Bei den drei Pünktchen sollte es für die Jets nämlich auch bleiben.

Vor der Pause legte Tom Brady mit einem touchdown Pass auf Brandon Tate noch einmal nach – 24:3 der Halbzeitstand für New England.

Sanchez noch schwächer…
Nach Wiederbeginn bekamen die Jets den Ball, was Sanchez zur ersten von drei interceptions (Brandon Spikes) in Serie „nutzte“. Alle drei picks wurden mit Punkten beantwortet. Wes Welker erhöhte nach einem Brady Pass auf 31:3. Den nächsten Sanchez pick (Devin McCourty) folgte ein touchdown durch Aaron Hernandez zum 38:3. Der dritte Fehlwurf (James Sanders), gleichzeitig auch der hässlichste (was sah Sanchez hier?), leitete den zweiten touchdown von Green-Ellis (18/72yds, 2TDs) zum 45:3 ein. In diesen anderthalb Vierteln festigte Sanchez seinen Stand als Quarterback im statistischen Hinterfeld der NFL.

Fact and fiction
Nicht nur die Fans, auch die Jets selbst sehen (oder sahen?) sich selbst als Super Bowl contender. Um in diese zu gelangen müssen sie in der AFC an den Patriots vorbei. Montagnacht wurde klar, dass zwischen den kernigen Ryan’schen Ansagen und der Realität derzeit eine Lücke von 42 Punkten klafft.

Die Patriots (10-2) damit alleiniger Spitzenreiter der AFC East, vor den New York Jets (9-3). Playoff Chancen theoretischer Natur haben noch die Miami Dolphisn bei 6-6.

AFC West
1. New England Patriots 10-2
2. New York Jets 9-3
3. Miami Dolphins 6-6
4. Buffalo Bills 2-10

Monday Night Football
New England Patriots vs. New York Jets 45:3

(17:0/7:3/7:0/14:0)
06. Dezember 10 | 02:30 MEZ
Gillete Stadium | Foxboro/MA

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