Das letzte Spiel im Grunddurchgang der Division 1 zwischen den ASKÖ Steelsharks Traun und den St. Pölten Generali Invaders begann mit einer starken Offense der Invaders und einer ‚verschlafenen‘ Defense der Steelsharks, um den Defense Coordinator der Steelsharks, Jens Pfennig, zu zitieren.

Fehler am Feld
Aufgrund von mistackling, Fehlern in den coverages und individuellen Missgeschicken (einmal Pass Interference, einmal Late Hit) machte man den Invaders das Punkten leicht. In der zweiten Halftime ‚ging‘ dann auch in der Offense nichts mehr und auf die Frage, woran das denn lag, beschreibt der Defense Coordinator die schlechte Ausgangsposition – die den Steelsharks durch Abgänge und Vereinswechsel abhanden gekommene Spieler, und dadurch auch Einbußen in leadership und coaching. Der Halbzeitstand von 12:28 sei ok, weil selbstverschuldet. Jens Pfennig ist froh, dass das Bestreiten aller acht Spiele im Grunddurchgang trotz der Verletzungsserie ‚die ihresgleichen sucht‘, überhaupt möglich war.

Stammspieler adieu
Auch René Grohs, General Manager der Invaders, beklagt Abgänge in seinem Team. Sechs Spieler, darunter vier Stammspieler, haben die Invaders verlassen. Auf einen großen Teil der Offense – einen Runningback, einen Quarterback, einen Fullback, sowie zwei Offense Liner – sowie einen Defense Liner müsse man diese Saison verzichten. Ein paar junge Spieler habe man gewinnen können und mit denen die Abgänge so gut als möglich kompensiert. Das Spiel gegen die Steelsharks wurde auch dazu genützt, ein paar neue Sachen auszuprobieren und an der Feineinstellung derselben zu arbeiten. Die Offense Line habe einen guten Job gemacht und auch die Interceptions in der zweiten Halbzeit von Hannes Baumgartner, Günter Wallner und Thomas Ebner hätten natürlich zum Sieg beigetragen.

Alles oder nichts
Das klare Ziel der Invaders ist das Erreichen der Silverbowl. Das Playoff habe andere Gesetze, es gehe um alles oder nichts, sagt René Grohs. Auf die Frage, wie er den Spielmodus beurteilt (auch mit acht verlorenen Spielen kann ein Team theoretisch nach Sieg in Halbfinale und Finale die Silverbowl gewinnen, müsste dann aber, als Verlierer im Grunddurchgang, die Relegation gegen ein Team der Division 2 spielen), lacht er und meint, er ist in diesem Fall gespannt auf die Reaktion des AFBÖ.

Der Joke schlechthin
Für Jens Pfennig ist dieser mögliche Ausgang ‚der Joke schlechthin". Allerdings sehe er sein Team nicht als chancenlos und verweist auf die gute Leistung im vergangenen Friday Night Game gegen die Salzburg Bulls. Trotzdem sieht er die Salzburg Bulls als Favorit und sein Team als Aussenseiter. ‚Und jeder, der das Gegenteil behauptet, lügt!‘, bekräftigt er seine Sicht der Dinge. Ganz klar ist, dass die Niederlagen das Team näher zusammengebracht haben, Motivationsprobleme gäbe es keine und so sitze auch er gerade nach einem Arbeitstag bei der Videoanalyse.

Ida Kreutzer

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