Football-Austria.com sprach mit zwei Neuzugängen aus der Mozartstadt über das Leben und die Ziele in der Olympiastadt.

Mit Marko Radovanovic (LB), Lukas Miribung (RB) und Benedikt Brugnara (DL) gewannen die Tiroler drei Verstärkungen aus Salzburg hinzu, die in der Vorbereitung in das Meister-Team der Jahre 2004 und 2006 integriert wurden. Das Trio ist für die Raiders mittlerweile mehr als nur ein willkommenes ‚Addon‘. Beim Vorbereitungsspiel gegen Bozen avancierte Runningback Miribung zum leading rusher, Radovanovic startete als Outside-Linebacker und wurde von LB-Coach Dave Likins in höchsten Tönen gelobt. Die beiden Nationalteamspieler scheinen sich einen Fixplatz in der ersten Mannschaft Tirols erarbeitet zu haben. Aber auch Brugnara, als Jüngster im Bunde, wurde zur Halbzeit eingewechselt und glänzte mit zwei Solo-Tackles.

Dementsprechend zufrieden zeigte sich Manager Daniel Dieplinger, der die Salzburger Jungs bei seinen Raiders nicht mehr missen möchte. ‚Alle drei Spieler haben sich gut ins Team eingegliedert und sind eine Bereicherung für die Swarco Raiders Tirol.‘

Football-Austria.com sprach mit Lukas Miribung und Marko Radovanovic über ihre neue Spieler-Heimat, ihre Vergangenheit und das bevorstehende Auftaktspiel gegen die Danube Dragons.

Wie gefällt es euch als Spieler in Tirol?
Lukas Miribung: ‚Mir taugt es bei den Raiders voll. Es war für uns sicher die richtige Entscheidung und ich habe sie noch keine Sekunde bereut.‘ Radovanovic, dem getrennt von Miribung die gleiche Frage gestellt wurde, gab fast wortgetreu dieselbe Antwort. ‚Ich habe meine Entscheidung noch keine Sekunde bereut. Das sagte auch Lukas? (lacht) Tja, anscheinend sind wir da einer Meinung. Ich lerne sehr viel bei den Raiders. Das Einzige was mich nervt, ist die Fahrerei. Aber wir sind zu dritt und daher ist es gar nicht so schlimm, wie man sich das vorstellt‘, so Radovanovic.

Wie schätzt ihr die Dragons ein?
LM: ‚Ein ganz schwerer Gegner. Ich habe sie im Vorjahr spielen gesehen und ich schätze sie heuer noch stärker als 2007 ein. Das ist ein wichtiges, wenn nicht das wichtigste Spiel für uns, da wir auf die Dragons zwei Mal treffen und von ihrer Stärke her als Mitfavoriten einstufen.‘
MR: ‚Die Vorbereitung auf die Dragons war nicht leicht. Sie haben ihr Vorbereitungsspiel gegen die Invaders abgesagt, damit es kein Video von ihnen vorher zu sehen gibt. Sie wollen uns überraschen. (Anm.: Die Dragons filmten in Bozen mit). Sie hatten im Vorjahr bereits ein sehr gutes Team und heuer haben sie sich noch mal verstärkt. Das wird eine ganz enge und schwere Partie für uns.‘

Spielzeit?
LM: ‚Wir haben bei den Runningbacks einiges an Tiefe. Ich kann dem Trainer nicht vorgreifen, aber Florian Grein und ich werden sich hoffentlich die carries teilen. Ich hoffe natürlich, dass ich neben Flo möglichst viel Spielzeit bekommen werde. Wer unsere Head Coach kennt, der weiß ja auch, dass die Raiders auch immer wieder für eine Überraschung gut sind. Mehr darf ich aber nicht verraten.‘

Wunschergebnis?
MR: ‚Habe ich keines bzw. jedes zu unseren Gunsten. Ob wir am Ende mit zwei oder zwanzig Punkten gewinnen ist mir egal, Hauptsache wir gehen als Sieger vom Platz. Ich glaube, dass die Entscheidung in dem Spiel erst im letzten Viertel fallen wird.‘
LM: ‚Ich glaube es wird eng, aber am Ende gewinnen wir mit zwei Touchdowns Unterschied. Wir müssen aber auf alles gefasst sein, das wird mit Sicherheit kein Spaziergang.‘

Stichwort: Salzburg Bulls. Was sagt ihr zu ihren (neuen) Zielen?
LM: ‚Ich wünsche den Bulls natürlich nur das Beste. Mit den zwei Amerikanern im Team haben sie sicher die richtige Entscheidung getroffen. Ich hoffe, dass sie ein gutes Programm aufziehen können.‘
MR: ‚Ich hoffe für mein ehemaliges Team, dass bei ihnen aufwärts geht. Als ich die Pressekonferenz nachlas, musste ich mir allerdings bei manchen Aussagen an die Stirn fassen. Da sind ein paar Träumereien dabei, von denen ich nicht glaube, dass sie so schnell realisierbar sind. Trotzdem wünsche ich ihnen Alles Gute für die Zukunft.‘

Live im TV – nervös?
MR: ‚Was heißt nervös? Mir zittern die Knie deswegen! (lacht) Das erste Saisonspiel, das erste Mal für die Raiders und dann noch Live im Fernsehen. Da muss ich ehrlich sagen, dass mich das schon ein wenig beschäftigt. Allerdings durchaus positiv, denn andererseits wird sich die Nervosität gleich legen, denn am Ende wird in der AFL ja auch nur mit Wasser gekocht.‘
LM: ‚Zum ersten Mal Live im TV – das beeindruckt mich zugegeben schon ganz ordentlich. Leider kann ich zu Hause den Sender nicht empfangen, daher habe ich Freunde gebeten das Spiel aufzunehmen.‘

Was sagst Du rückblickend auf die Erfahrung Kirchdorf?
LM: ‚Das war eine sehr positive Zeit für mich. Es war damals die richtige Entscheidung. Die zweite deutsche Bundesliga ist stärker als die Division I. Nun konnte ich mit den Raiders sportlich noch einen Schritt nach oben machen. Es war so gesehen für mich eine ganz wichtige Stufe in meiner Entwicklung.‘

Redaktions-Orakel
Martin Pfanner: Raiders
Walter H. Reiterer: Raiders
Christoph Wagner: Raiders

AFL
Swarco Raiders Tirol vs. Danube Dragons
29. März 08 | 15:00
Tivoli, Innsbruck
Officials: tba
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A-Klasse/Ö-Klasse-Erklärung
Radovanovic und Miribung gelten als Nationalteamspieler bei den Raiders nicht als A-Klasse-Spieler. Bernd Leitsoni bei der Spielgemeinschaft der Black-Lions und Gladiators aber schon. Warum ist das so? Bei den Salzburgern handelt es sich um einen klassischen Vereinswechsel. Ein solcher ist allen Spielern erlaubt – siehe auch: Joe Widner, Michael Werosta usw.
In einer Spielgemeinschaft ist ein A-Klasse-Spieler (oder ähnlich) und dazu gehört dann auch ein Nationalteamspieler, nicht zulässig. Daher ist Leitsoni nur für die Black Lions spielberechtigt, so lange er dort als Spieler gemeldet ist.

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