Ob die Nachwuchssaison bei der Jugend nach dem Abbruch in Hohenems weitergespielt wird ist noch unklar. Die Bulls stehen damit vor dem Abstieg oder sogar der Auflösung.

Manchmal hört oder liest man Dinge die man nie hören oder lesen wollte. Ich liebe dich nicht, ich will nur dein Freund sein. Wer braucht so etwas? Oder: Ich würde ja gerne, aber ich kann nicht mehr. Ein solches E-Mail erreichte uns kürzlich. Hier das Statement von Alexander Narobe, Mensch, Zeitgenosse, Freund, Footballfanatiker und Präsident der Salzburg Bulls:

Liebe Freunde des American Footballs, liebe Weggefährten!

Schweren Herzens und in größer Dankbarkeit an alle Angehörigen unserer Football ‚Family‘, (der Begriff ‚Family‘ ist wahrscheinlich wegen der Größe und des Erfolges fast nicht mehr gerechtfertigt), in großer Dankbarkeit an diesen Sport der mir sehr, sehr viel gegeben hat und ich immer versucht habe dies zurückzugeben:

Danke an all die Unterstützung die mir immer wieder, von denn verschiedensten Personen widerfahren ist!

Aber trotzdem treffe ich die Entscheidung nach drei Monaten Hin und Her, nach reichlicher Überlegung, den nötigen Abstand zu gewissen Dingen und nach jetzigem Standpunkt, als Obmann bis Ende des Jahres zurücktreten!

Weiters werde ich mit größter Wahrscheinlichkeit alle meine Aufgaben im Verein zurücklegen!
Ich kann die dafür benötigte Motivation und die dadurch frei werdende Kraft nicht mehr aufbringen, da sich leider einige Dinge für mich sehr ins negative verändert haben!

Weiters lassen es, Gesundheit und meinen Beruf immer schwerer zu! Vielleicht ist auch, American Football auf einen doch sehr hohen Standart und den immer wieder Versuchen es zu verbessern und die damit verbundenen großen Anstrengungen seit 1983 genug!

DANKE!

Weitere Stellungnahme und Informationen folgen!

Mit freundlichen Grüßen
Euer
Alexander Narobe

Das hört sich in Summe leider gar nicht gut an. Alexander Narobe, den wir von Football-Austria.com als Menschen mehr als nur wertschätzen (er ist einer derjenigen der uns in unseren Bemühungen von Anfang an unterstützt hat und Kritik immer auch als solche auch aufgenommen hat), hat genug. Die Schnauze voll, die Faxen dicke, die Flasche ‚hat‘ er leer. Wobei man im Fall Salzburg noch eine (durchaus ernste Frage stellen darf): Wenn die Flasche leer ist, warum macht dann keiner die Dose voll?

Ein anderes Thema zu gegebener Zeit. Wir werden das jedenfalls so nicht auf uns sitzen lassen. Wir wünschen Alexander nur das Allerbeste, möge es dir gesundheitlich und beruflich gut ergehen, aber die Bulls absteigen oder gar sterben zu lassen, dass werden wir der Energiegetränkfirma in Fuschl noch gehörig um ihre roten Stierohren reiben.

Die Salzburg Bulls mussten im Vorjahr bei der Jugendklasse absagen. Heuer treten sie nicht mehr bei den Junioren an. Ihre Schlüsselspieler verlassen seit zwei Jahren sukzessive den Verein und damit auch die Kampfmannschaft. Richtung Deutschland, Richtung Innsbruck, Richtung Kärnten. Es gibt noch ein paar Richtungen, die noch nicht so bekannt sind. Ein Prozess, der derzeit nicht aufzuhalten ist. Es kann aber trotzdem nicht sein, dass es keinen Klub mehr in Salzburg geben soll. Narobe hat vieles falsch gemacht, aber nicht alles. Die Bulls waren jahrelang ein big player in der zweiten Bundesliga. Der Schaden kann nicht irreversibel sein.

Walter H. Reiterer (noch Red Bull-Konsument)

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