In der Hoffnung auf das erste „richtige“ AFL-Spiel, machte man sich frühmorgens auf den Weg in die goldene Statdt. Bislang spielten Underdogs gegen Overdogs und die großen Hunde bissen stets zu. Die Bulls unterlagen den Vikings ebenso deutlich, wie die Black Lions den Raiders und Panthers. Zwei Siegerteams trafen also aufeinander – das muss knapp werden. So stand es am Papier. Es kam aber ganz anders. 
Vorneweg muss gesagt werden, dass die Tschechen organisatorisch und ihren Gameday betreffend zwar nicht in der AFL-Oberliga mitspielen, aber gut dabei sind. Stark besucht (1.350 Zuschauer), das Slavia Stadion ist als Location auch so schlecht nicht, die Stimmung war hervorragend, aber so richtig freuen konnten sich dann eben nur die mitgereisten Vikings Fans.
Den Pragern erging es nicht ganz so schlimm wie noch den Salzburgern die Woche davor. Das Endergebnis von 0:47 spiegelt vielleicht auch nicht ganz das Kräfteverhältnis wieder, ein Score (Chauncey Calhoun entglitt der Ball in der Endzone) hätte wohl nicht zählen dürfen. Eine Chance dieses Spiel zu gewinnen, die hatten sie an dem Tag trotzdem nie.
Die Gäste aus Wien schlossen ihre ersten vier Drives mit drei Scores ab. Die Hausherren mit zwei Punts, einem verschossenen Fieldgoal und einem turnover on downs. Der schnellste Pfeil im Köcher der Wikinger war Quarterback Christoph Gross. Der komplettierte 20 seiner 29 Pässe (69%) für 314 Yards und vier Touchdowns bei keiner Interception. Er verteilte die Bälle auf acht verschiedene Anspielstationen. Die Stats hätte sein Gegenüber aus den USA, Ryan McManus, gerne gehabt, musste sich jedoch mit 16 von 31 Pässen für 141 Yards begnügen – kein Score, aber auch kein Pick.

Die Wikinger Wunderwaffe Tony Hunt war in Prag öfter zu sehen als gegen Salzburg, berührte den Ball 14 Mal und erzielte dabei 79 Yards Raumgewinn und zwei Touchdowns. Aber auch seinen ersten AFL-Fumble. Noch immer haftet ihm ein Exklusiv-Etikett an. Die Wikinger wollen ihren Runningback offenbar für die ganz wichtigen Spiele noch schonen. So kam erstmals heuer Florian Hiess auch zu seinem Einsatz, der ja wegen einer Fingerverletzung pausieren musste. Hiess lief vier Mal für 15 Yards – auch das sah ganz gut aus.
Die Wikinger Defense ließ dieses Mal 134 Offense Yards zu, damit immerhin um 45 mehr noch als gegen die Bulls. Und wie schon gegen die Mozartstädter scorten sie auch gegen die Tschechen: Alexander Taheri mit einem 32-yards Fumble Recovery Touchdown. 
Die weiteren Scorer waren Chauncey Calhoun (sechs Catches für 107 yards und zwei Touchdowns), Laurinho Walch (drei Catches für 84 yards und ein Touchdown) und Stefan Holzinger (2/12 1 TD).

Die Wiener gehen nun in ihre Bye-Week, die Prager treffen am kommenden Wochenende (2. April, Kickoff 15:00) im Rahmen der EFL in Stadlau auf die Danube Dragons.
AFL
Prague Panthers vs. Raiffeisen Vikings 0:47
(0:14/0:7/0:12/0:14)
27. März 11 | 14:00
Slavia Stadion | Prag
»Spielstatistiken«

Tabelle AFL 2011

Team Win Loss % P35+ P35-
1 Raiffeisen Vikings 2 0 1.000 77 7
2 Swarco Raiders Tirol 1 0 1.000 35 0
3 Prague Panthers 1 1 0.500 36 41
4 Danube Dragons 0 0 0.000 0 0
5 Turek Graz Giants 0 0 0.000 0 0
6 Salzburg Bulls 0 1 0.000 7 42
7 Black Lions 0 2 0.000 6 71

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