Nicht direkt am Feld oder am aktiven Geschehen beteiligt, bleibt er aber derjenige, der sich um die beschlossenen Richtlinien und Regelungen kümmert, ohne die SELAF heute nicht mehr auskommen könnte.
Was waren ihre bisherigen Aufgaben im American Football?
Igor Gajić: In die American Football Welt kam ich als der Gründer, Präsident und Trainer einer der ersten Mannschaften in Serbiens, die Niš Steeds. Nach der Gründung des serbischen Verbandes wurde war ich Mitglied des Vorstands, verfaßte die Wettspielordnung und fungierte als Referee. Ich war auch als Referent, Organisator und Lektor in die Vorbereitungen und Durchführung der erstren Coaching Seminare involviert und verbrachte einige Zeit im Trainerstab der serbischen Nationalmannschaft.

Wie wurden Sie Commissioner der SELAF?
I.G.: Mit der Gründung der SELAF gab es die Notwendigkeit einen Ligabeauftragten zu inthronisieren. Es war klar, daß der Verantwortliche dafür jemand sein muß, der die dafür notwendige Erfahrung bereits mitbringt. Durch die Arbeit im serbischen Verband war ich mit dem Ganzen bereits vertraut, hatte ich Einblick in die Probleme der Teams und wußte von den Anfängen her Bescheid über den Sport in der Region, also wurde ich von SELAF kontaktiert. Ich schrieb ihnen ein Angebot und von da an ging es dann auch los.

Was sind Ihre genauen Verantwortlichkeiten?
I.G.: Als Beauftragter der SELAF erledige ich administrative Arbeit. Ich kümmere mich um die Einhaltung der Wettbewerbsregeln, Spielerregistrierungen, die Wettspiele und ihre Scores und alle weiteren Richtlinien. Auch ‚Amtshandlungen‘, wie Entscheidung über Beschwerden, Geldstrafen etc. fallen in mein Ressort. Hier arbeite ich sehr eng mit der Disziplinarkommission zusammen. In der heurigen Saison war ich auch noch als Schiedsrichter tätig.

Wie finden Sie sich selbst in dieser Rolle?
I.G.: Nun, lassen Sie es mich so sagen: Ausdauer hilft mehr als Begeisterung. Der Wille das zu tun kommt von der Liebe für den Sport und einem angeborenem Sinn für Rechtschaffenheit. Alle Mannschaften erfahren die gleiche Behandlung, und ich sehe sie alle als Freunde im Sport. Ich versuche meine Entscheidungen so zu treffen, daß diese in ihrer Konsequenz die Teams fördern und nicht alles und jedes automatisch mit Unkosten verbunden ist. Wenn man die Liga aber vor einer falschen Entwicklung schützen muß, dann muß es auch einen klaren Entscheidungsträger geben. Für die Position des Commissioners steht daher Professionalismus über allem.

Was finden Sie für sich persönlich besser: Comissioner heute, oder Trainer früher?
I.G.: Ich gehe jede Aufgabe seriös an. Das ist ein Job in dem es keinen Raum für Improvisationen gibt, sondern ein Verfahren, dem man folgen muß. Die Arbeit findet hinter den Kulissen statt und es gibt kaum eine Möglichkeit sich einen Namen zu machen. Die Belohnung kommt auf eine andere Weise, mit der Zufriedenheit, wenn die Meisterschaft erfolgreich beendet wurde und man weiß, daß man zu dem Ganzen etwas beigetragen hat. Aber ich vermisse wohl mit Spielern am Feld zu arbeiten. Ich verfolge Spiele noch immer mit den Augen eines Trainers.

Wie sehen Sie Zukunft der SELAF und die ihrer Position?
I.G.: Die Entwicklung der SELAF wird sorgfältig und nachhaltig geplant. Das wird sich fortsetzten. Es wird ein Menge Arbeit von jedem der in der Liga involviert ist erbracht und das führt auch zu Resultaten. Darum glaube ich, daß die SELAF eine strahlende Zukunft vor sich hat, die im regionalen Anschluß liegt. Das wird ihr Qualität, Bedeutung und Gewicht verleihen, alles andere kommt von selbst. Ich versuche jetzt mit professioneller Arbeit diese Entwicklung zu fördern.

Das Gespräch führte Goran Košutić

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