1.748 begeisterte Zuschauer sahen zahme Löwen, die speziell im Angriff nur mit ihrem Laufspiel Akzente setzten. Immer wieder tankte sich Lions-Ballträger Michael Andrew durch die Berliner Abwehreihen. Am Ende des Spiels unterlief allerdings ein folgenschwerer Fehler. Kurz vor der Endzone verlor er das Lederei und brachte die Adler somit wieder in Ballbesitz. Mit einer konzentrierten Leistung dirigierte der Adler-Spielmacher Brett Hall seine Offensive bis in die Redzone der Lions. 45 Sekunden vor Spielende kickte Benjamin Scharweit aus 15-Yards die Adler zum Sieg.

Die vorangehenden drei Spielviertel boten wenig Attraktionen. Lediglich das erste Viertel brachte Punkte für beide Teams. Die Adler trugen sich zuerst auf dem Scoreboard mit einem Field Goal von Scharweit ein (3:0). Anschließend erzielten die Lions durch einen Ballverlust der Berliner in der eigenen Endzone einen leichten Touchdown. Beide Teams hatten sichtlich Schwierigkeiten mit dem Wetter. Der kontinuierliche Regen machte es sehr schwer ein Passspiel zu etablieren. Die Braunschweiger machten sich mit undisziplinierten Fouls das Leben schwer. Höhepunkt dabei war die Ejection von Lions Linebacker André Krüger. Er wird mindestens für ein Spiel gesperrt.

Den Unterschied machte an diesem Tag Kicker Benjamin Scharweit, der dem lang kritisierten Kicking-Spiel der Adler wieder Leben einhauchte. Der sympathische Berliner ist seit kurzem wieder für die Adler aktiv, nachdem er ein Jahr in Argentinien studierte: "Ich habe lange darauf gewartet wieder Football spielen zu dürfen. Gegen die Lions zählt jeder Punkt, denn sie sind nach wie vor eine der stärksten Mannschaften der GFL. Die Spiele gegen die Braunschweiger sind immer spannend und heute war das nicht anders", meinte Scharweit nach dem Spiel. Mit drei Fieldgoals war er der Einzige Punktesammler der Adler.

"Nicht nur der Spieltag stand unter dem Motto Family Day, auch unser Team stellte erfolgreich unter Beweis, dass es als eine Einheit – Familie – unschlagbar ist. Wir haben heute im wahrsten Sinne des Wortes die Kätzchen ins Körbchen gebracht", fügte Adler-Linebacker Oliver Friedrich nach dem Spiel hinzu.

In dieser Spielwoche wurde alle Favoriten ihrer Rolle nicht gerecht. Neben den Lions verloren auch die Kiel Baltic Hurricanes gegen die Monarchs aus Dresden. In der kommenden Woche steht für die Hauptstadt-Footballer der nächste schwere Test an. Das Star-Ensemble von Kent Anderson, die Kiel Baltic Hurricanes, kommen nach Berlin. Kent Anderson wurde beim heutigen Spiel gesichtet. Mal schauen, wie er seine Mannschaft für die anstehende Begegnung einstellen kann. Für dieses Spiel ist die abas system gmbh Namenspatron – besser bekannt unter abas system bowl wird diese Begegnung erneut für spannende Unterhaltung sorgen.

Berlin Adler vs. Braunschweig Lions 9:6 (6:6/0:0/0:0/3:0)

Weitere GFL-Ergebnisse:
Stuttgart Scorpions vs. Munich Cowboys 24:0
(0:0/14:0/3:0/7:0)
Schw. Hall Unicorns vs. Marburg Mercenaries 29:24
(0:7/8:8/0:7/21:2)
Hamburg Blue Devils vs. Cologne Falcons 29:12
(3:0/3:12/16:0/7:0)
Dresden Monarchs vs. Kiel Baltic Hurricanes 24:21
(7:6/3:8/7:7/7:0)

In der Tabelle der GFL Nord führ Braunschweig weiter vor den Kiel Baltic Hurricanes und den Berlin Adlern. Die Hamburg Blue Devils (4) und Dresden Monarchs (5) haben ebenfalls noch Playoff-Chancen. Im Süden steht mit den Marburg Mercenaries der Meister bereits fest, dahinter rangieren die Stuttgart Scorpions und Munich Cowboys. Die Weihheim Longhorns und Schwäbisch Hall Unicorns machen sich den letzten Platz für das Viertelfinale (6. & 7. September 08) aus.

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