Die beiden dominierenden Teams der letzten drei Jahre, die Sporthauptschule Graz und das Gymnasium Wenzgasse waren auch heuer wieder die großen Favoriten. Dass es nicht ganz so leicht werden würde zeigte der Roster der Galaxies, auf dem drei Nationalteamspieler des letzten Jahres standen. Die Panthers aus Graz bekamen dann auch gleich zu spüren, dass es eindeutig ein drittes, beinahe ebenbürtiges Team im heurigen Finalturnier gab, und erspielten sich einen hart erkämpften 33:21 Erfolg. Die Wenzgasse wusste schon was sie erwartet, waren doch die Gegner voriges Jahr noch Teamkameraden im U13 bzw. U15 Nationalteam. Lange Zeit blieb diese Partie offen, ehe sich die Vikings aus Wien doch noch mit 64:40 durchsetzten. Auffallend in den Vorrundenspielen war die Effizienz der Offense der Vikings mit jeweils mehr als 56 Punkte in jedem der drei Spiele und das extrem starke Laufspiel der Panthers aus Graz.

Im Finale trafen diese beiden Teams nun bereits zum vierten Mal aufeinander und zu beginn zeichnete sich ein offener Schlagabtausch ab. Die Grazer konnten mit ihrem Laufspiel beliebig oft Löcher in der Verteidigung der Wenzgasse finden, die ihrerseits mit kontrolliertem Passspiel zu Punkten kamen. 20:18 war der knappe Vorsprung der Wiener nach 15 Minuten der ersten Halbzeit als die Verteidigung der Wenzgasse endlich das Laufspiel der Grazer kontrollieren konnte und dann drei Pässe der Panthers in den Händen von Sebastian Wolf und Alexander Marolt landeten, die allesamt zu Punkten für die Wenzgasse führten. Zur Pause stand es damit 40:18 für die Vikings. Wer dachte, damit sei eine Vorentscheidung gefallen, hatte sich geirrt. Voll motiviert kamen die Panthers ihrerseits gleich zu einem Touchdown und fingen eine Pass der Vikings ab – Interception – Touchdown – und schon stand es nur noch 40:30 für die Wenzgasse. Das Spiel blieb dann bis zum 46:38 sehr ausgeglichen, und erst der letzte Touchdown der Wenzgasse zum 53:38 brachte die Entscheidung – die letzten beiden Angriffsversuche der Grazer konnten gestoppt werden und der Titel wechselt wieder zurück nach Wien.

Die Wenzgasse wird damit Österreich beim European School Final in Frankfurt vertreten und kämpft dort um einen Platz für die Schul-WM, die heuer in New Orleans stattfinden wird.

In der unteren Gruppe kämpften die vier neuen Schulen der Rosasgasse, Albertgasse, Draschestraße und Vereinsgasse um die nächsten Plätze und den Sieg in der Raiffeisen Rookie Challenge. Dabei zeigten vor allem die Mädchenteams der Vereinsgasse und der Albertgasse welche Fortschritte sie in den letzten Wochen gemacht haben. Die Rosasgasse verlor gegen beide Mannschaften knapp mit 13:18 und 19:27. Das Team der Draschestraße kämpfte tapfer, war aber mit durchschnittlich 11 Jahren das jüngste und körperlich ein wenig unterlegen. Das Endspiel entschieden dann die Mädchen der Albertgasse erst zum Schluss mit 30:19 für sich.

In der leider nur mit vier Teams besetzten U13 Meisterschaft zeichnete sich schnell ein Duell der Freezers und der Wenzgasse um den Titel ab. Die Knightly Ducks, ein Volksschulteam, spielte sehr engagiert und diszipliniert, konnte körperlich mit den teilweise bis zu vier Jahre älteren Gegnern aber nicht mithalten. Das Endspiel zwischen der Wenzgasse und den Freezers blieb bis zur Halbzeit offen, danach zogen die Freezers aber davon und gewannen 38:19 und lösten die Wenzgasse damit als Titelträger ab.

Unser Dank gilt allen freiwilligen Helfern, allen voran den Groundskeepern der Dodge Vikings, die trotz Regen am Morgen für perfekte Platzmarkierungen sorgten, den Schiedsrichtern und den Betreuern der ASKÖ Sportanlage in der Steinergasse.

Jürgen Gatterbauer

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