Hoffentlich hat sich bei der vereinten Leserschaft die letzten Sonntage ebenfalls dieses Gefühl von Leere breit gemacht. Denn dann würde der Autor mit seinen footballbedingten Entzugserscheinungen nicht alleine auf weiter Flur stehen. Die Leere, die ohne die National Football League in den nächsten sechs Monaten vorherrschen wird, dürfte mittlerweile jeder zu spüren bekommen haben, aber vielleicht auch einige dazu veranlasst haben sich nach Alternativen umzuschauen.

Da gäbe es, um noch ein wenig im amerikanischen Sport zu verweilen, die NBA, die sich dieses Jahr spannend wie schon lange nicht mehr präsentiert. Da wäre die Variante der Familie in Zukunft mehr Zeit zu widmen. Oder aber (man wagt es als exzessiver Web 2.0-User und Multimedia Fanatiker par exellence gar nicht auszusprechen) die Lektüre eines guten Buchs (‚Gut gegen Nordwind‘ von Daniel Glattauer sei hier erwähnt). Wer allerdings im selben Metier bleiben will bedient sich ab dem 24. März ganz einfach wieder dem Treiben in den heimischen Footballligen.

Egal welche der oben angeführten Wahlmöglichkeiten nun beherzigt wird, so sollte dabei nicht komplett auf die Vorgänge in der besten Liga der Welt vergessen werden. Nach den etwas turbulenten und für Football-USA leider Gottes auch wenig produktiven letzten beiden Wochen der abgelaufenen Saison bietet die am Freitag beginnende Free Agency und die damit einhergehende Flut von Transfers Anlass für eine Reaktivierung des allseits bekannten Frühstückskaffees. Dieser wird Sie ab übermorgen in unregelmäßigen Abständen, zumindest aber zweimal pro Woche über die wichtigsten Vorgänge in der höchsten amerikanischen Spielklasse informieren.

Zusätzlich wird Ihnen vor dem NFL Draft am 28. und 29. April eine Spezialausgabe von ‚An jedem verdammten Mittwoch‚ die Aufwartung machen und mittels ureigenem Football-USA Mock Draft die hitzige Debatte um Picks, Trades, Steals und Reaches weiter befeuern.

Verwiesen sei noch auf die kleine Geschichte zu Football-USA in der Infobox am linken Bildrand.

Allfälliges Lob oder Kritik, Wünsche und Anregungen, sowie Fragen aller Art sind wie immer an die unten angeführte Adresse zu entrichten.

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Football-USA, eine Erfolgsgeschichte?!?

Football-USA entsteht
Im vergangenen Juli stellten sich zwei unbedarfte Studenten die durchaus Sinn machende Frage warum auf Football-Austria denn nicht auch über amerikanischen Football berichtet werden könnte. Warum nicht? Es hatte sich bislang einfach noch niemand dafür gefunden, der gestalterische Aufwand wäre einfach zu groß gewesen und die Berichterstattung über die Ereignisse in der heimischen Szene brachte die Redaktion ohnehin schon an die Grenzen der Belastbarkeit.

Ambitioniert aber durchaus illusorisch wie so mancher von uns nun eben an sein Tagwerk schreitet, wurde in Absprache mit Chefredakteur Reiterer ein Konzept ausgearbeitet, dass nicht nur umfangreiche Previews für NFL und NCAA vorsah, sondern auch zwei separate wöchentliche Kolumnen, die jeweils in den Zuständigkeitsbereich eines jeden selbsternannten Experten fielen.

Football-USA sprengt so manchen Rahmen
Bereits bei den ( im Nachhinein betrachtet viel zu langen) Vorschauen auf die kommende Saison wurde aufgezeigt, dass Football-USA nicht als ein Hirngespinst, welches an einem bierseligen Abend entstanden war, abgetan werden konnte, sondern der Autoren voller Ernst war. Alleine für die NFL-Previews wurden innerhalb von nur zwei Wochen 29271 Worte, was 53 voller A4 Seiten in Times New Roman der Schriftgröße 10 entspricht, in die Tasten des studentischen Laptops gehackt. Ähnlich sollte es weitergehen.

Mein wöchentliches Sprachrohr sollte ‚An jedem verdammten Mittwoch‚ sein, während Christopher Houben mit seinem ‚College Football Tuesday Blues‚ den Fans der NCAA ein wenig mehr Hintergrundinformationen liefern wollte. Ein einschneidender Tag sollte jedoch der 13. September werden, als der Football-USA interne Ruf nach noch mehr Kontinuität in Form des ersten Frühstückskaffees Wirklichkeit wurde. Fortan galt es also werktags die wichtigsten Informationen aus der Welt des eiförmigen Leders kompakt den Football-Austria Abonnenten auf den Bildschirm zu liefern, zum anderen aber auch immer ein aktuelles Thema für die wöchentliche Kolumne auf Lager zu haben.

Football-USA wird kleiner
Erste Auflösungserscheinungen zeichneten sich dann allerdings zwei Monate nach dem fulminanten Start der Berichterstattung ab. Der studentische Alltag begann seinen Tribut zu zollen und Privates wollte auch bedacht werden. So kam es dann auch, dass Football-USA vom abitionierten Zwei-Mann-Projekt zur One-Man-Show zusammenschrumpfen musste und auf die vormals qualitativ hochwertige College-Berichterstattung von Christopher Houben verzichtet werden musste. Fortan gab es nur noch Nachrichten aus dem College, wenn die Zeit reichte beziehungsweise die bei mir damals noch nicht sonderlich stark ausgeprägte College-Kompetenz ein fehlerloses Berichten zuließ.

Football-USA in Zahlen
Den Frühstückskaffee als liebstes Kind sollte dann aber doch nicht sterben. Bis auf eine einzige Ausnahme erschien er immer pünktlich und forderte der Aktualität willens doch etliche Nachtschichten, die man sich retrospektiv betrachtet aber doch gerne angetan hat.

Insgesamt erschienen zwischen 13. September und 2. Februar ganze 85 koffeinhaltige Footballnachrichten, was über den Daumen gepeilt in etwa 550 Einzelmeldungen entspricht. Auch ‚An jedem verdammten Mittwoch‘ brachte es in der 21 Wochen andauernden Saison auf stolze 18 Ausgaben. 39235 Wörter zeugten insgesamt vom unbändigen Willen ein adäquates wöchentliches Update zur NFL zu bringen. Ob dies gelungen ist hat natürlich der Leser also Sie zu entscheiden, in Anbetracht der Kapazität darf sich der Autor aber wohl trotzdem einmal selbst auf die Schulter klopfen.

Football-USA blickt nach vorn
Das Berichterstattungsloch kurz vor, während und nach der Superbowl, das von Chefredakteur Walter Reiterer liebenswürdigerweise gestopft wurde, muss in dieser Form an dieser Stelle von mir entschuldigt werden. Nach sechs Monaten NFL kann einer auch vom schönsten genug bekommen. Hätte ich zwar nie für möglich gehalten, ist aber so passiert. Ein Monat Pause soll nun aber reichen um voll in die Offseason durchstarten zu können und Football-USA wiederauferstehen zu lassen. (mp)

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