NFL

  • Der Fall rund um Falcons QB Michael Vick und die in seinem Anwesen anscheinend durchgeführten, verbotenen Hundekämpfe schlägt weiter hohe (mediale) Wellen. Obwohl die Folgen seiner Verwicklung noch nicht absehbar sind und die Ermittlungen der Behören weiter andauern, wurde der bald 27-Jährige von seinen NFL-Kollegen Clinton Portis und Chris Samuels (beide Spieler der Washington Redskins, Anm.) im Rahmen einer Talk-Shows aufs Schärfste verteidigt. Pro Bowl-RB Portis ging noch weiter indem er meinte, dass Vick im Falle einer Verurteilung betrogen werden würde. Ob der heiklen Thematik, die die Ligaoffiziellen momentan in Atem hält, veröffentlichten die Redskins gleich darauf eine Klarstellung in Form einer Pressemeldung. Letzten Informationen zufolge sollen die in Vicks Anwesen aufgefundenen 66 Hunde, darunter 55 Pit Bulls, sogar allesamt eingeschläfert werden.
  • Wide Receiver Keyshawn Johnson hängt seine Handschuhe nun endgültig an den Nagel. Entgegen zahlreicher Meldungen, die ihn bereits bei den Tennessee Titans einen Vertrag unterzeichnen sahen, entschied sich der ehemalige erste Pick des 1996er Drafts für den vorzeitigen Ruhestand. Nicht aber ohne einer Profession nachzugehen, die ihm wie auf den Leib bzw. auf sein Mundwerk geschneidert scheint. Der unlängst von den Carolina Panthers gecuttete 34-Jährige wird mit kommender Saison im Zuge der Pre-Game Shows des Disney-Senders ESPN auftreten. Erste, durchaus euphorische, Einschätzungen sehen ihn für die Rolle prädestiniert, SI.com Kolumnist Bill Syken glaubt sogar, dass Johnson den ebenfalls zum Fernsehen gewechselten Ex-Giant Tiki Barber übertrumpfen können wird.
  • Wo wird die Super Bowl in vier Jahren, also 2011, stattfinden? Eine der zahlreichen kniffligen Fragen, die sich die Führungsetage der Liga während der laufenden Woche bei einem Treffen der Teambesitzer stellen musste. Im Endeffekt galt es zwischen Arizona, Indianapolis und Dallas zu entscheiden, letztgenannter Austragungsort erhielt schließlich den Zuschlag. Ein entscheidender Vorteil war die mit knapp 90.000 Plätzen schier überwältigende Kapazität des neuen Cowboys-Stadions (zum Vergleich: Indianapolis und Arizona ’nur‘ je 73.000), das ab 2009 bespielt werden wird.
  • Undank ist der Welten Lohn. Chris Gardocki der in seiner 16-jährigen NFL-Karriere nie einen geblockten Punt beklagen musste und zudem mit durchschnittlich 45,7 Yards pro Punt in der vergangenen Saison eine Bestleistung erzielen konnte, wurde am Mittwochabend von den Pittsburgh Steelers released. Sein Ersatz steht jedenfalls bereits in den Startlöchern. Daniel Sepulveda, der zwei Mal mit dem Award für den besten Punter im College ausgezeichnet wurde, war den Stählernen im vergangenen Draft einen Viertrunder wert.
  • Einen durchaus fähigen Ersatz für Jay Feeley, der während der Offseason nach Miami gewechselt war, fanden nun die New York Giants. Diese verpflichteten nämlich Chiefs Kicker Lawrence Tynes, der für einen noch nicht näher bekannten Draft Pick die Teams wechselte. Tynes war für die Chiefs entbehrlich geworden, als er gegen Ende der letzten Saison einige sicher geglaubte Field Goals vergeben hatte (z.B. in den Playoffs gegen Indianapolis, Anm.). Indiz für einen Abgang war bereits der Pick von UCLA-Kicker Justin Medlock in der fünften Runde des Drafts. Währenddessen zeigt sich Chiefs QB Trent Green erbost über die aktuelle Situation in Kansas City. Obwohl sein Team mit den Dolphins längst einen Vertag ausgehandelt hat, streiten sich die Teams nach wie vor um die Trade-‚Mitgift‘. Die Chiefs fordern einen Viertrunder, Miami ist höchstens bereit einen Sechstrunder abzugeben.


College Football

  • Wenn schon College, dann auch mit Football-USAs liebstem Kind. Unbestätigten Berichten zufolge könnte Alabama HC Nick Saban das Regelwerk der NCAA missachtet haben, indem er unplanmäßig lange Rekrutierungsgespräche geführt haben soll. Den Reportagen nach zu urteilen soll Saban längere Konversationen mit drei High School Spielern aus Florida geführt haben, um sie von den Vorzügen der Crimson Tide zu überzeugen. Laut NCAA-Regeln ist zwischen 15. April und 31. Mai aber nur ein simpler Gruß, der an ebendiese Spieler gerichtet ist, erlaubt.
  • Mit 42 Lenzen werden Menschen in der heutigen Spaßgesellschaft bereits zum alten Eisen gezählt. Wozu gehört dann erst Penn State HC Joe Paterno, der im kommenden Herbst seine 42. Saison als Cheftrainer der eben genannten Universität bestreiten wird? Der rüstige 80-Jährige sprach in einem seiner, in letzter Zeit selten gewordenen, Interviews von einem Jahr, dass zwar lang, in vielerlei Hinsicht aber doch gut gewesen sei. Zu schaffen machen ‚JoePa‘ sicherlich seine während der letzten Saison am Spielfeldrand erlittene Fußverletzung, sowie die aktuellen Gesetzeskonflikte einiger Penn State-Spieler. Von einer rekordträchtigen Saison wird ihn das aber keineswegs abhalten können.
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