Die Swarco Raiders und Raiffeisen Vikings demolierten ihre EFL Halbfinalgegner, aber auch die Berlin Adler hatten keine Probleme mit finnischen Fleischern. Bezeichnend für diese EFL: das einzig wirklich spannende Spiel wurde zwischen zwei Österreichern ausgetragen.

Am Tivoli begannen die Firebats frech, nämlich mit einem Touchdown durch ihren Legionär Jason Brisbane. Es sollte der letzte für die feurigen Fledermäuse bis zum Schlussviertel bleiben.

Zwischenzeitlich zündeten die Raiders ein Offensivfeuerwerk mit insgesamt acht Touchdowns, während ihre Defense die weiteren Angriffe der Spanier ab ihrer frühen Führung auf sieben first downs und 145 offensiven yards hielt. Am Ende stand mit 55:13 mit den Raiders der hoch verdiente Gewinner fest.

EFL Quarterfinal
1.QT
2.QT
3.QT
4.QT
TOTAL
RAI vs. FIB
14:7
14:0
21:0
6:6
55:13
May 15th 2010 | 8pm CET
Tivoli Stadium | Innsbruck  

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Noch viel schlimmer kam es für Flash de la Courneuve. Der Finalteilnehmer von 2009 wurde im eigenen Stadion von den Vikings, die man im Vorjahr noch auf der Hohen Warte im Viertelfinale eliminieren konnte, vorgeführt. Von Beginn an hatten die Wiener das Heft in der Hand und scorten nach Belieben. Die Franzosen ohne Spielwitz und mit dem gamespeed der Wiener sichtlich etwas überfordert, erinnerten dann stark an die AFL-Auftaktgegner der Vikings aus St. Pölten und Salzburg. Euro Bowl-Flair wollte auch deshalb nicht aufkommen, denn neben der sportlichen Unterlegenheit auch noch das Publikum ausblieb. 3.000 Zuschauer erhoffte man sich in La Courneuve, gekommen sind 3-400.In der garbage time kam Flash noch zu einem Touchdown – das 7:44 aus ihrer Sicht schmeichelte dem Spielverlauf aber, denn die Vikings setzten im Schlussviertel über weite Strecken ihre Ersatzbank ein.»Spielstatistiken«

EFL Quarterfinal
1.QT
2.QT
3.QT
4.QT
TOTAL
FLA vs. VIK
0:14
0:14
0:16
7:0
7:44
May 15th 2010 | 8pm CET
Stade Marville | La Courneuve

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Ähnlich verlief das Spiel in Porvoo, wo sich die Berlin Adler als Meister des Hackfleischs gegenüber den heimischen Butchers erwiesen.

Trotz eines verminderten Aufgebots bestimmte der Deutsche Meister weite Teile des Spiels und gewann hoch verdient. Die Gastgeber waren nur hin und wieder in der Lage, Spiel bestimmende Akzente zu setzen.

Die Adler treffen im Halbfinale auf die Swarco Raiders Tirol. Sollte sich Berlin für die Austragung bewerben, dann steht den Tirolern wohl eine lange Reise bevor, denn das zweite Halbfinale ist bereits fix in Österreich.

»Spielstatistiken«

EFL Quarterfinal
1.QT
2.QT
3.QT
4.QT
TOTAL
BUT vs. ADL
0:7
3:10
7:13
6:17
16:47
May 15th 2010 | 3pm CET
Porvoo City Centera Field | Porvoo


Als glücklich schätzen können sich alle die an dem Tag im Stadion Eggenberg waren. Dort ging – im krassen Gegensatz zu Porvoo, Innsbruck und La Courneuve – ein wahrer Krimi über die Bühne.

Die Giants lagen bereits 21:0 in Führung, standen kurz vor einem möglichen 28:0 (das alles noch im ersten Viertel), als der Dragons Defense ihr erster Stop gelang und das Spiel danach – zunächst langsam in späterer Folge dann immer rascher – zu ihren Gunsten kippte.

Kippen, das sollte dann auch das Stichwort bleiben, denn als den Dragons im Schlussabschnitt aus dem Halbzeitstand von 14:31 ein 31:31 machen konnten, in Ballbesitz waren und zum finalen Schlag ansetzten, wurde Dragons QB Eric Marty von Christian Stopper gepickt und 109 Sekunden später und eine Sekunde vor Ende der Partie entschied Giants-Kicker Christoph Kipperer mit einem 29-yards Fieldgoal die Partie dann doch noch zu Gunsten der Hausherren.

Ein verrücktes Spiel zweier stark ersatzgeschwächter Mannschaften. Die Giants nach wie vor mit einer B-Formation in der O-Line, bei der es zum Teil auch bleiben wird (Oliver Tscheppe out for season mit einer Herzmuskelerzündung), die Dragons mussten mit RB Andrej Kliman (Ellbogen/Hand) und LB Jeffrey Cargile (Begräbnis in den USA) zwei enorm wichtige Schlüsselspieler in der O bzw. D vorgeben.

Trotzdem bleibt unterm Strich, dass Eggenberg kein gutes Pflaster für die Dragons ist. Hier flog man 2009 aus dem AFL-Playoff und 2010 jetzt aus dem der EFL. Zwischenzeitlich ging auch das Grunddurchgangsspiel gegen die Giants in Graz verloren, die seit drei Spielen gegen die Drachen dort ungeschlagen sind.

Gegner der Giants in ihrem Halbfinale sind die Raiffeisen Vikings. Die beiden Klubs haben sich darauf verständigt, dass die Partie am 6. Juni in Wien auf der Hohen Warte stattfinden wird.

»Spielstatistiken«

EFL Quarterfinal
1.QT
2.QT
3.QT
4.QT
TOTAL
GIA vs. DRA
21:0
10:14
0:3
3:14
34:31
May 15th 2010 | 4pm CET
Stadium Eggenberg | Graz 

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Hier die Pressemeldungen der Giants und Raiders zu den Spielen:

Pressrelease Turek Graz Giants
GRAZ GIANTS win a thriller against the DANUBE DRAGONS

On a chilly, windy, and rainy afternoon the GIANTS beat the DRAGONS 34:31 on a last second field goal.

The GIANTS started very well: Just 4 minutes in the first quarter, RB Michael Andrews scored on a 4 yard run; K Christoph Kipperer scored the PAT. With 03:39 left in the first period QB Chris Gunn connected with WR Christian Kranz for a 49 yard touchdown pass; K Christoph Kipperer converted the PAT, giving the GIANTS an early 14:00 lead. After the GIANTS recovered the following kickoff, the GINATS struck again: Just 34 seconds later RB Michael Andrew ran again into the endzone, this time from 2 yards out; after the PAT by K Christoph Kipperer the GIANTS had an 21:00 lead.

A little over four minutes in the second quarter the DRAGONS scored on a 20 yards pass from QB Eric David Marty to Thomas Haider; the PAT by K Sebastian Daum was blocked. Just one minute later RB Michael Andrew scored his third touchdown, bullying his way in from 35 yards out. K Christoph Kipperer’s PAT advanced the lead to 28:06. With 04:41 left in the first half QB Eric David Marty first hit WR Pasha Ailadab for a 12 yards touchdown and then ran in the 2-points-conversion. 61 seconds left in the first half, GIANTS K Christoph Kipperer made a 22 yards fieldgoal, to provide the half time score of 31: 14.

After the explosive first half both defences took control: Thus a 25 yards field goal by DRAGONS K Sebastian Daum was the only score, cutting the lead to 31:17. Just 52 seconds in the last quarter QB Eric David Marty found WR Jason Philip Horton for a 30 yards touchdown; after the PAT by K Sebastian Daum the score was 31:24. With 07:17 left in the game the DRAGONS scored again, QB Eric David Marty hit WR Thomas Haider for a 15 yards touchdown; the following PAT by K Sebastian Daum tied the game at 31:31. After the GIANTS turned the ball over on downs, the DRAGONS offense drove again; with 110 seconds left in the game SS Christian Stopper intercepted the ball on the GIANTS 27 yards line. This time the GIANTS offense moved the ball all the way to the DRAGONS 14 yards line. With no time left on the clock K Christoph Kipperer hit a 31 yards field goal, winning  the  game for the GIANTS.

‚It was a very tough game; we played very well at the beginning and at the very end” said GIANTS Head Coach Rick Rhoades; ‚both teams played on the same level”. Man of the game was GIANTS K Christoph Kipperer with the winning kick as time expired.

For the third time in a row the GIANTS advanced to the semifinals of the EUROBOWL; they’ll face the winner of the FLASH DE LA COURNEUVE vs. RAIFFEISEN VIENNA VIKINGS game in three weeks.

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Pressemeldung Swarco Raiders Tirol
SWARCO Raiders starten mit Sieg in EFL-Saison – ‚Fiesta‘ gegen Valencia Firebats

Der Auftakt in die neue Eurobowl-Saison ist dem Titelverteidiger mehr als gelungen. Die SWARCO Raiders nahmen die ’spanischen Bullen‘ der Valencia Firebats bei den Hörnern und siegten klar mit 55:13 (14:7; 14:0; 21:0; 6:6). Trotz strömendem Dauerregen fanden 4.000 Zuschauer den Weg ins Tivoli Stadion, um den siebten EFL-Sieg in Folge der Tiroler zu erleben. Im Halbfinale (5./6. Juni) treffen die SWARCO Raiders nun auf die Berlin Adler.

Das Team aus der deutschen Hauptstadt ist der ‚Exot‘ in einem sich sonst fest in österreichischer Hand befindlichen Champions-League-Wettbewerb. Denn neben den SWARCO Raiders stehen auch die Turek Graz Giants und die Raiffeisen Vikings Vienna im Halbfinale.

‚Ich bin sehr stolz auf meine Jungs. Die Startformation und auch unsere zweite Garde machten einen tollen Job. Unsere gesamte Defensive Line fing mit Backups an und diese Spieler haben wirklich alles richtig gemacht. Dass macht einen Trainer sehr froh‘, sagte SWARCO Raiders Head Coach Santos Carrillo. ‚Leon und Tory spielten großartig. Auch unsere Receiver waren toll. Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit diesem Spiel.‘

Im Angriff der SWARCO Raiders überzeugten einmal mehr Running Back Tory Cooper mit 14 Läufen für 139 Yards und 2 Touchdowns und Quarterback Leon Jackson III. Er brachte 12 von 13 Pässen für 209 Yards an und warf 3 Touchdowns. Seine liebsten Anspielstationen waren Wide Receiver Andreas Pröller mit 6 gefangenen Bällen für 101 Yards und einem Touchdown sowie Wide Receiver Jakob Dieplinger mit 2 Catches für 75 Yards und einem Touchdowns. Die Defensive erzwang vier Ballverluste (zwei Interceptions, zwei Fumbles) und sackte die Firebats-Quarterbacks fünf Mal.

Die Firebata starteten den ersten Drive der Partie an der eigenen 29-Yard-Linie und machten nach einem kurzen Pass beim zweiten Versuch 13 Yards durch Running Back Voncarie Owens am Boden gut. Drei Spielzüge später fand Quarterback Stuart Franklin Wide Receiver William Norwood für 52 Yards. Kurz darauf fing Linebacker/Running Back Jason Brisbane einen 4-Yard Touchdown-Pass von Stuart. Nach dem Extrapunkt stand 7:0 für die Gäste. Es waren noch 7:28 Minuten im ersten Viertel zu spielen.

Die SWARCO Raiders begannen an der eigenen 22-Yard Linie. Beim zweiten Spielzug bediente Jackson Wide Receiver Philipp Heider über 16 Yards. Pröller fing kurz darauf einen 14-Yarder. Anschließend tankte sich Running Back Florian Grein bis an die gegnerische 26-Yard Linie. Dieplinger fing danach einen 16-Yard Pass. 4:16 Minuten vor Ende des ersten Spielabschnitts fand dann Cooper aus 10 Yards die Endzone. Nach Robert Balazinecs Extrapunkt stand es 7:7.

Nach einem Punt der Spanier starteten die Tiroler an der eigenen 4-Yard Linie mit Läufen von Cooper über 14 Yards, 3 Yards und nochmal 14 Yards. Dann vollendete Jackson den Drive mit einem Pass genau in die Arme von Dieplinger, der 59 Yards in die Endzone sprintete. Nach dem Extrapunkt stand es 33 Sekunden vor Ende des ersten Viertels 14:7 für die SWARCO Raiders.

Valencia startete an der eigenen 42-Yard Linie und gelangte nach einem langen Pass bis an die 15-Yard Linie der Tiroler. Doch zwei Strafen kosteten die Gäste 30 Yards. Diese machten die Firebats mit einer Strafe der Gastgeber und einem 25-Yard Pass von Franklin auf Norwood wett. Nach einem unvollständigen Pass landete der Ball beim vierten Versuch in den Armen von Defensive Back Manuel Eisenführer.

Anschließend mussten auch die SWARCO Raiders trotz eines 34-Yard Laufs von Cooper punten. Nun war wieder die Defensive der Hausherren gefragt – und sie wusste zu überzeugen. Beim zweiten Spielzug des Drive fing Cornerback Markus Krause einen Pass von Franklin an der 25-Yard Linie ab und returnierte den Ball zum Touchdown. Nach dem Extrapunkt stand es 4:56 Minuten vor der Halbzeit 21:7 für die SWARCO Raiders.

Die Verteidigung stand weiterhin gut und erzwang den dritten Punt der Firebats. Cooper trug den Ball beim Return 18 Yards bis an die 39-Yard Linie der SWARCO Raiders zurück. Beim ersten Versuch machte er dann 15 Yards gut. Wenig später fing Pröller einen 21-Yard Pass. Von der 19-Yard Linie aus lief dann Cooper zum Touchdown in die Endzone. Nach Balazinecs PAT stand es 1:34 Minuten vor dem Halbzeitpfiff 28:7.

Norwood trug den Ball beim folgenden Kickoff bis an die gegnerische 35-Yard Linie zurück. Die gute Feldposition war dahin, als Linebacker Philipp Margreiter Franklin für 5 Yards Raumverlust sackte. Linebacker Florian Hueter stoppte den spanischen Ballträger anschließend für weitere 5 Yards Minus. Somit endete die erste Halbzeit mit weiteren ‚Big Plays‘ der SWARCO Raiders Defensive.

Das dritte Viertel eröffneten die Gastgeber an der eigenen 29-Yard Linie mit einem kurzen Pass auf Pröller. Danach brachte Cooper sein Team mit einem Lauf und einem Catch bis an die gegnerische 40-Yard Linie. Kurze Zeit fing Pröller einen 22-Yard Pass, der die Hausherren bis an die 7-Yard Linie brachte. Die Angriffsserie endete mit einem 3-Yard Touchdown-Pass von Jackson auf Pröller. Der Extrapunkt erhöhte die Führung 6:34 Minuten vor Ende des dritten Viertels auf 35:7 für die SWARCO Raiders.

Der erste Drive der Firebats sollte mit einem Punt enden. Doch es kam anders. Der Punter konnte den Ball nicht unter Kontrolle bringen und verhinderte mit einem kurzen Lauf bis an die 3-Yard Linie immerhin den Safety. Die SWARCO Raiders wussten die großartige Ausgangsposition zu nutzen und punkteten durch Jacksons 2-Yard Touchdown-Pass auf Heider. Nach dem Extrapunkt stand es 4:18 Minuten vor Ende des dritten Viertels 42:7 für die Hausherren.

Trotz eines starken Kickoff Returns von Owens bis an die 43-Yard Linie der Tiroler endete der nächste Drive der Spanier mit einem unvollständigen vierten Versuch an der 26-Yard Linie der Tiroler. Diese fackelten nicht lange. Mit seiner ersten Ballberührung sprintete der erst 17-jährige Nachwuchs-Running Back Andreas Hofbauer 68 Yards zum Touchdown. Nach dem Extrapunkt stand es 1:10 Minuten vor Ende des dritten Viertels 49:7.

Valencia musste nun auch noch auf Franklin verzichten, da sich der Quarterback verletzt hatte. Seine Ersatzleute Fernando Altarriba und Frank Roser wurden von Defensive End Magnus Gram und Linebacker Peter Rutzinger gesackt. Kurz darauf verloren die Firebats den Ball und Linebacker Georg Sigmund eroberte den Fumble an der gegnerischen 46-Yard Linie.

Der Drive endete mit einem geblockten Punt. Daraus konnte Valencia Kapital schlagen und punktete mit einem 33-Yard Touchdown-Lauf von Owens. Nach dem missglückten Extrapunkt stand es 6:19 Minuten vor Schluss 49:13 für die SWARCO Raiders.

Hofbauer trug den Ball beim folgenden Kickoff bis an die 45-Yard Linie. Die Tiroler setzten dann aufs Laufspiel und wurden belohnt. Grein tankte sich 37 Yards zum Touchdown durch. 4:56 Minuten vor dem Ende der Partie 55:13. Kurz vor Spielende eroberte Defensive Back Martin Breitsching noch einen Fumble.

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