Nach den Querelen der vergangenen Wochen, ging es heute (Samstag) beim europäischen Team-Meeting in Mailand, zumindest in den meisten Bereichen, deutlich entspannter zu. Die Bewerbe Eurobowl und EFAF-Cup werden 2013 stattfinden. Österreich wird mit drei Teams an der Eurobowl teilnehmen. Uwe Talke (EFAF) und James Deware (IFAF Europe) sind die Turnierdirektoren der Bewerbe. Über die Home Grown Player-Regelung gibt es vorläufig keine Einigung. Auf wenig Gegenliebe stieß der Vorschlag, den aus dem Eurobowl ausgeschiedenen Teams einen Platz im EFAF-Cup Viertelfinale zu vermachen.
Mit einem neuen Austragungsmodus sollen die Bewerbe im kommenden Jahr attraktiver gestaltet werden. Wie schon im Vorjahr sind die vier Halbfinalisten des Eurobowls auch im kommenden Jahr für die Viertelfinali gesetzt.
Somit werden die Calanda Broncos, die Swarco Raiders, die Raiffeisen Vikings und die Berlin Adler in der ersten Runde der Playoffs Heimrecht genießen.
Modifiziert wurde dagegen die Gruppenphase, denn im Eurobowl-Turnier wird es im kommenden Jahr nur drei anstatt der bisher vier Gruppen geben. In den Gruppen 1 und 2 treffen nur zwei Teams aufeinander. In der Gruppe 3 sind dagegen drei Teams am Start. Die Sieger – beziehungsweise in der Gruppe 3 auch der Zweitplatzierte – qualifizieren sich für das Viertelfinale. Die Verlierer dürften zum Trost im Viertelfinale des EFAF-Cups antreten. Bis 15. Dezember müssen die Teams eine Absichtserklärung abgeben, ob sie das im Falle auch tun werden. Der Stimmungslage nach sind die Teams im Eurobowl-Bewerb aber eher nicht gewillt, danach noch im Cupbewerb anzutreten.
Vikings, Raiders und Giants in der Eurobowl
Für die österreichischen Teams aus Graz (Giants), Innsbruck (Raiders) und Wien (Vikings) sind dabei die Spiele der Gruppen 2 und 3 von Bedeutung. Die Danube Dragons werden 2013 nicht international spielen.
Die Giants treffen in Graz auf das neue Team aus Prag (Black Panthers). Dem Sieger winkt dann eine Fahrt zu den Adlern nach Berlin. Die Swarco Raiders treffen auf den Sieger der Gruppe 3. Die Raiffeisen Vikings müssen es mit dem Zweitplatzierten aufnehmen. In dieser Gruppe spielen die Helsinki Roosters, Helsinki Wolverines (beide Finnland) und die Sollerod Gold Diggers (Dänemark).
Die Schwäbisch Hall Unicorns treffen in der Gruppe 1 der EFL auf den französischen Meister Spartiates d’Amiens und spielen gegen den Meister aus Frankreich in Hin- und Rückspiel den Teilnehmer der Viertelfinalbegegenung gegen die Calanda Broncos aus.
Im EFAF-Cup spielen in der Gruppe 1 zunächst die Nice Dauphins zweimal gegen die Bardalona Drags. In der Gruppe 2 treffen die Thonon Black Panthers, die Alphen Eagles und die L’Hospitalet Pioners aufeinander. In der Gruppe 3stehen sich die Kopenhagen Towers und der London Blitz gegenüber. Auch hier wird über das Weiterkommen in Hin- und Rückspiel entschieden.
Der finnische Verband ist damit der einzige Verband, der im kommenden Jahr mehr Teilnehmer stellt als in der Vorsaison. Erneut kein Teilnehmer an europäischen Bewerben stellte Schweden. 
Keine Einigung über Home Grown Player
Hitzig wurde es bei der Debatte über die Home Grown-Player, welche die EFAF, obwohl es ursprünglich ihr Vorschlag war, beim Meeting gar nicht behandeln wollte. Das passierte dann aber doch noch. Die Tendenz geht in Richtung fünf nationale (Home Grown) Spieler durchgehend am Feld, wobei die sich Home Grown mit der Staatsangehörigkeit definiert. Eine Entscheidung darüber wurde verschoben, muss aber in Bälde fallen.

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