Viel wurde über das Kräfteverhältnis zwischen der Division 1 und den ‚Twilight Teams‘ spekuliert, eine erste Antwort gab es am Samstag Nachmittag in Gnigl.

Die Salzburg Bulls hielten mit den favorisierten Carinthian Black Lions nicht nur mit, sie waren über weite Strecken das bessere Team und lagen lange Zeit sogar in Führung. Es bedurfte einer Extraleistung des US-Quarterbacks der Lions, D.J. Hernandez, um das Ruder im letzten Viertel noch einmal herum zu reißen. Das Spiel endete dann doch noch überraschend klar mit 30:18 für die Löwen, nach mehreren spielerischen Blackouts der Gastgeber.

Es wird die Bullen zwar ärgern, dass sie in der zweiten Halbzeit das Heft komplett aus der Hand gaben, überwiegen wird aber die Ahnung, die nun zur Gewissheit wurde, dass man an einem guten Tag zumindest die Nachzügler der AFL schlagen kann.

Eile mit Weile
Lukas Miribung, Runningback der Bulls, will seinem Klub aber noch Zeit geben. Im ORF-Beitrag sagt er, dass die Bulls noch zwei, drei Jahre brauchen würden aus seiner Sicht, um tatsächlich reif für die Bundesliga zu sein. Miribung muss es wissen, spielte er 2008 in der AFL und gewann mit den Swarco Raiders die Euro Bowl. Ansonsten war er, wie das ganze Team der Salzburger, natürlich angenehm überrascht über die eigene Darbietung.

Respekt und Anerkennung kam auch vom Gegner. Black Lions Präsident Manfred Mocher gab zu, dass sich das sein Klub doch ein wenig einfacher vorgestellt hat und freute sich daher umso mehr über den Erfolg. Vor der Leistung der Bulls ziehe er den Hut. Das knappe Ergebnis würde auch zeigen, wie attraktiv die Twilight Zone jetzt schon ist.

Am heutigen Sonntag empfangen die Blue Devils in Hohenems die Invaders. Die feuchten Hände der Vorarlberger waren zuletzt nicht zu überlesen.

Inter Division
1.QT
2.QT
3.QT
4.QT
TOTAL
BUL vs. LIO
12:7
6:2
0:7
0:14
18:30
04. April 09 | 14:00
ASKÖ Gnigl | Salzburg

Ohne Kamber zum ersten Sieg
Die Zeichen für die Steelsharks zu ihrem Saisonauftakt gleich einen Sieg einfahren zu können standen gut. Ihr Gegner, die CNC Gladiators, kassierten in ihren ersten zwei Saisonspielen deutliche Niederlagen gegen Belgrad und Salzburg. Zudem traten die Burgenländer ohne ihren US-Import Chris Carter an. Als sich auch noch in der Anfangsphase des Spiels Quarterback Bernhard Kamber verletzte und durch den Junior Peter Hailiman ersetzt wurde, da stiegen die Quoten für die Haie noch ein weiteres Mal an.

Das Spiel wog hin und her, die Gladiators konnten mit ihrem Nachwuchs-Spielmacher eine knappe Führung heraus spielen, mussten diese aber im letzten Viertel an die Gastgeber, bei denen der US-Neuzugang Martin Ringeisen (Team USA) als Quarterback eine passable Figur machte, wieder abtreten. Als die Partie schon fast zu Gunsten der Steelsharks entscheiden schien, machte den Unterschied aber kein Import aus, sondern ein Mal mehr der Kärntner Manuel Houtz, der 40 Sekunden vor Ende des Spiels den entscheidenden Touchdown für sein Team erzielen konnte.

Die Gladiators feierten damit ihren ersten Saisonsieg und hoffen mit dem Erfolg nun doch langsam in die Gänge zu kommen. Für die Steelsharks war das eine vergebene Chance auf einen guten Saisonstart. Auf die Oberösterreicher kommen der Papierform nach nun schwerere Aufgaben zu. Am 18. April zum Beispiel müssen sie auswärts beim Titelaspiranten Salzburg antreten, die Gladiators empfangen am gleichen Wochenende dann die Generali Invaders aus St. Pölten.

Division 1
1.QT
2.QT
3.QT
4.QT
TOTAL
SSH vs. GLA
0:7
7:3
7:7
7:7
21:24
04. April 09 | 17:00
Stadion Traun | Traun

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