Zwar gibt es noch keine offizielle Stellungnahme des Veranstalters bezüglich einer Absage der anstehenden WM 2015 in Stockholm, dass diese Weltmeisterschaft mehr als gefährdet war, wurde aber schon in den letzten Wochen ruchbar.
Bereits bei der Präsentation des Organisationskomitees im Rahmen der EM 2014 in Wien wurden erste Zweifel an der Seriosität des Unterfangens laut. Die Veranstalter hatten ein weit zu geringes Budget veranschlagt, man konnte keine nennenswerte Medien- und sonstigen Partner nennen und träumte von mehreren hunderttausend Zuschauern während der Spiele.
Die werden nun aller Voraussicht nach 2015 gar nicht, sondern vermutlich erst 2016 stattfinden und ganz sicher werde sie nicht in Stockholm über die Bühne gehen.
Wiking geht
Die IFAF bestätigte mittlerweile, dass ihr Präsident Tommy Wiking nur mehr dem Papier nach Präsident des Weltverbandes ist. Ende Jänner muss er seinen Sessel räumen, die Vizepräsidenten Roope Noronen und Mac Kanejui übernahmen bereits die Amtsgeschäfte.
In einem Interview mit Roger Kelly verriet Noronen bereits, dass es dem Veranstalter an Geld fehlt, ein offizielles Statement der IFAF soll folgen.
Deutschland wird nicht einspringen
Der deutsche Verband AFVD sei nach eigenen Angaben als Ersatzausrichter angesprochen worden, habe das aber nach ernsthafter Prüfung abgelehnt. Die Aussendungen des deutschen Verbandes samt seiner Ableger sind in dem Fall jedoch mit Vorsicht zu genießen, da dessen Präsident Robert Huber von Wiking in Europa entmachtet und die EFAF, dessen Präsident Huber ebenfalls war, kalt gestellt wurde. Das persönliche Scharmützel zwischen Huber und Wiking, welches phasenweise von beiden Seiten infantile Züge annahm, wird nun mit dem Abgang des Schweden zumindest ein Ende finden.

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