Nachdem er bereits im September 2008 als Junioren-Head Coach zurück trat, nahm er bereits am 11. Dezember 2008, wie erst jetzt bekannt wurde, auch bei den Herren seinen Hut.

Binstorfer hat seine Entscheidung dem Vorstand des AFBÖ Anfang Dezember 2008 mitgeteilt. Ausschlaggebend für seinen Rücktritt war u.a. die Kürzung seitens des AFBÖ-Vorstandes der Vorbereitungstage des ÖHNT auf die kommende B-EM im August. Das Team wird demnach nur mehr sechs Tage gemeinsam trainieren, davon zwei Tage vor der AFL-Saison und vier Tage vor der EM selbst.

Binstorfer betreute von 1999 bis 2008 das Junioren-Nationalteam und gewann mit diesem vier Bronzemedaillen bei fünf Europameisterschaften. Mit den Herren gewann der ehemalige Vikings-Spieler die C-EM 2007 im eigenen Land und schaffte die Qualifikation für die B-EM. Nach einer Vorstandsentscheidung zum Wiederaufbau des Herren-Nationalteams, wurde Bernhard Binstorfer 2005 zum Teamchef bestellt.

Rückfall in alte Zeiten
‚So konnte ich nicht weiter machen,‘ sagte Binstorfer gegenüber Foootball-Austria.com. ‚Das ist ein Rückfall in alte Zeiten und da mache ich nicht mit! Der Vorstand des AFBÖ hat, ohne mich auch nur in irgendeiner Weise miteinzubeziehen, die Kürzung der gemeinsamen Trainingseinheiten beschlossen. Ich habe danach einen Gegenvorschlag unterbreitet, der abgelehnt wurde. Daraufhin musste ich den Herrschaften mitteilen, dass ich unter diesen Umständen nicht mehr die sportliche Verantwortung für das Österreichische Herren-Nationalteam tragen kann.‘

Mit sechs Tagen WM-tauglich?
Binstorfer gab auch seinem Unverständnis für diese Entwicklung Ausdruck. ‚Wir mach einen Neustart, reden von einer Teilnahme bei einer Weltmeisterschaft, vom Gewinn der Europameisterschaft, spielen eine gute C-EM und dann, vor der B-EM, fahren wir das Ganze wieder runter. Das ist sehr enttäuschend. Mit nur sechs Tagen gemeinsamen Training im Jahr, werden diese Ziele nur schwer realisierbar sein.‘

Nachfolgersuche
Der AFBÖ, der in einer Aussendung zwar den Rücktritt Binstorfers, aber interessanter Weise keine Begründung bekannt gab, befände sich in Gesprächen mit potentiellen Nachfolgern. Binstorfer habe demnach dem Verband in der Vorwoche seinen Rücktritt bekannt gegeben, tatsächlich tat er das aber schon laut eigener Aussage am 11. Dezember des Vorjahres, nach dreiwöchigen Verhandlungen.

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