Nik Jellinek befindet sich derzeit auf dem Trip in die schöne Stadt Barcelona, weil er dort morgen für die Lions am EFAF-Club-Meeting teilnimmt. Bzw. er befände sich auf dem Weg und er sollte daran teilnehmen, denn es kam alles ganz anders. Momentan befindet er sich auf der Pyrhn und Barcelona ist noch immer gleich weit entfernt.

Der Tag begann noch ganz gut, auf dem Weg zum Flughafen nach Linz schien noch alles eitle Wonne und sogar ein wenig Sonnenschein. Abflug 16:40 von Hörsching. Allerdings sollte der Jet an dem Tag niemals auf oberösterreichischem Boden landen. Auf Grund eines starken Unwetters welches Linz derzeit passiert, musste der Flieger über der Landebahn kreisen bis der Sprit knapp wurde. Daher wurde die Maschine nach Graz umgeleitet. Auf dem Weg dorthin wurde sie auch noch von einem Blitz getroffen, landete aber dann doch sicher in der steirischen Landeshauptstadt.

Um 18:30 packte man die Fluggäste in Busse um sie von Linz nach Graz zu bringen. Die nächste Hürde befand sich auf der Straße. Im Bosruckttunnel (Pyhrn-Autobahn) geriet ein LKW auf der Schneefahrbahn ins Schleudern, blieb quer über die Fahrbahn stehen und die Verkehrsader versiegte fürs erste. Bergungstrupp anfordern – alle aussteigen zur Schneeballschlacht. Mittlerweile hat sich die Karawane wieder langsam in Bewegung gesetzt.

"Ich komm mir vor als wäre ich Teilnehmer bei einem Schulschikurs der Oberstufe", so Jellinek. "Alle warten auf irgendwas und haben schon am Nachmittag einen zu viel gehoben." Man trinkt sich die Situation sozusagen lustig. "Ich muss morgen um 9:00 in Barcelona sein und das werde ich auch", gibt er sich weiter optimistisch. Aber in das Flugzeug schlug der Blitz ein? "Das ist mir jetzt egal. Es wird geflogen! Ich möchte nicht der Kapitän dieser Maschine sein, wenn ich mir die Leute hier in den Bussen so anschaue." Was, wenn der Flieger nicht abhebt? "Derzeit schneit es sehr stark, mir schwant eh schon Böses. Aber wir sitzen in einem Bus und der sollte es bis morgen Früh bis dorthin schaffen, oder?"

Nein, Herr Jellinek. In 12 Stunden fährt kein Bus von Graz nach Barcelona. Aber das haben wir ihm nicht gesagt, er soll seine Reise ja genießen.

Präsident Manfred Mocher sorgt sich um seinen Vize ein wenig, aber eben nur ein wenig. "Wenn man mich fragt – er kommt nie in Barcelona an. Eigentlich hätte ich ja mitfliegen sollen und ich hab mich noch geärgert, dass sich das kurzfristig nicht ausgegangen ist. Wenn ich mir das jetzt so überlege, ich sitze im Warmen und er in diesem Bus… Na, hoffentlich kommt er heil wieder heim. Gesundheit ist ja das Wichtigtse."

SMS Nikolaus Jellinek 1:20
Ankunft Barcelona – Gerona. Noch eine Stunde Bustransfer. Geschafft!

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