Die Haller sind die ersten Meister aus der Südgruppe seit den Munich Cowboys 1993. MVP des Finales wurde Unicorns Spielmacher Aaron Boehme.

German Bowl XXXIII
Kiel Baltic Hurricanes vs Schwäbisch Hall Unicorns 44:48  (7:14/13:6/7:6/17:22)
8. Oktober 11 | 18:00
MDCC Arena | Magedburg
»Spielstatistiken«
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German Bowl XXXIII in Magdeburg
Am kommenden Samstag geht auch in Deutschland die Footballsaison zu Ende. Mit der German Bowl XXXIII in der MDCC-Arena, wartet nicht nur der Saisonhöhepunkt auf die Fans, sondern auch ein richtiger Leckerbissen. Denn mit den Kiel Baltic Hurricanes und den Schwäbisch Hall Unicorns stehen die beiden besten Offenseformationen der GFL auf dem Feld.

Dreimal standen sich die beiden Kontrahenten bereits in der Saison 2008 gegenüber. Alle drei Matches gewannen die Kieler. Während der regulären Saison deutlich, im Halbfinale dann aber umso dramatischer. Denn ersten bei auslaufender Spielzeit verwandelte Kicker Florian Dannehl seinerzeit das Field Goal zum 22:21 und bescherte den Wirbelwinden von der Ostsee ihre erste Teilnahme am German Bowl. Gut möglich, dass das diesjährige Finale auch eine enge Partie wird, die sogar erst in der Verlängerung entschieden werden könnte.
Der Süden seit 18 Jahren ohne Titel
Es wäre erst der dritte German Bowl, der in der 33-jährigen Geschichte nicht in der regulären Spielzeit entschieden würde. Den ersten German Bowl, der in der

Verlängerung entschieden wurde, gewannen 1993 die Munich Cowboys. Die Cowboys waren damit auch der bis dato letzte Titelträger, der aus dem Südstaffel der GFL kommt. Gut möglich, dass sie nun mit den Unicorns einen würdigen Nachfolger finden – und damit die 18 Jahre währende Durststrecke beenden würden.

Schwäbisch Hall hat die Südgruppe der GFL klar dominiert, musste keine Niederlage hinnehmen. Mit QB Aaron Boehme stellen die Einhörner den besten Spielmacher der Liga, der zudem die erfolgreichste Offense anführt. „Wenn man in einem Finale steht, dann will man als Sportler dieses auch gewinnen. Auf den Moment haben wir die letzten Monate hinaus gearbeitet und nun wollen wir diesen auch genießen“, freut sich Siegfried Gehrke, Head Coach des Herausforderers, auf den Höhepunkt der Saison.
Für Kiel spricht vor allem die Endspielerfahrung. Für den amtierenden Deutschen Meister ist es bereits die vierte Finalteilnahme in Folge, auch wenn bisher nur ein German Bowl gewonnen werden konnte. Schwäbisch Hall steht dagegen zum ersten Mal im Endspiel. Zudem ist der Angriff der Kieler hinter dem der Haller der zweitbeste der Liga. „Als Titelverteidiger sind wir zwangsläufig als Mitfavorit in die Saison gestartet. Mit dem Finaleinzug konnten wir ein Ziel erreichen, welches wir in Magdeburg gern veredeln wollen“, erklärt Kiels Cheftrainer Patrick Esume die Situation vor dem German Bowl.
Da sich beide Angriffsreihen um nichts nachstehen, dürfen die Fans im Stadion und vor den TV-Geräten (Europsort2 überträgt live) auch auf die Leistungen der Defense gespannt sein. Denn nur wenn es Kiel wirklich gelingen sollte, die Offense zu stoppen und selbst keine Ballverluste produzieren, haben sie eine Chance, den Titel zu verteidigen. Denn die Turnovers haben Schwäbisch Hall bisher immer stark gemacht. „Es gelingt uns immer wieder in entscheidenden Situationen den Ball vom Gegner zu erobern. Das macht uns besonders stark“, sagt DT Paul Nishizaki.
Die Fans und auch die Teams erwartet in der Magdeburger MDCC-Arena ein würdiger Rahmen. Im Vorverkauf wurden bereits knapp 6.000 Tickets verkauft. Angesichts der Reiselust der Anhängerschaft der beiden Teams und der zentralen Lage von Magdeburg stehen die Chancen gut, dass die erhoffte Marke von 12.000 Besuchern erreicht werden kann, was angesichts des Fassungsvermögens von 27.000 Zuschauern eine großartige Kulisse bieten würde.

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