The same procedure as last year. Erneut lauten die Halbfinalpaarungen Raiders-Giants und Vikings-Dragons. Das hatten wir schon 2012. Damals kamen die Raiders knapp (48:42) und die Vikings ein wenig weniger knapp (48:32) in die 28. Austrian Bowl. Am Ende gewannen die Vikings mit 48:34 das Finale.
Der Grunddurchgang heuer ergab ein Bild von Vikings, die sich ein Stück weiter abgesetzt hatten, aber auch von Raiders, die das vom Rest taten. Die Siege über die Giants waren zwar vom Ergebnis nicht immer überdeutlich, das Zustandekommen der beiden Erfolge sprach aber für sich. Tirol hat Graz abgehangen. Und das ist nicht neu. Seit Shuan Fatah Coach in Innsbruck und Nick Johansen in Graz ist, gewannen die Giants kein Spiel mehr gegen die Freibeuter. Weder zu Hause, schon gar nicht am Tivoli. Der letzte Sieg an der Stelle: Anno 2009.
Trotzdem sieht eine Mehrheit von 5-4 die Giants im Finale, also den ersten Grazer Sieg am Tivoli seit vier Jahren kommen. Da stellt sich die Frage nach dem Warum. Ein Bauchgefühl, sagt Frau Kreutzer der Rest zeigt ein Pokerface: Wir wissen, was du letzten April gemacht hast?!? Da verloren die Raiders nicht nur ein Spiel am Tivoli gegen die Vikings, sondern auch kurz ihren Fokus, was sich in der Folgewoche gegen die Rangers zeigte, als die Mödlinger eine Halbzeit mit dem haushohen Favoriten mithielt. Eventuell glauben ja die Herren Glettler, Grath, Tatarski und Galanos ja an eine erneute Tiroler Unsicherheit, nur dieses Mal steht ihnen dann ein anderes Kaliber gegenüber. Das haben sie sich ja fein ausgedacht dann. Herr Markovic meldet sich doch zu Wort. Kurz und bündig sagt er dazu: "Drei der vier Raiders Tipps waren letzten Samstag im Tivoli.", heisst, dass drei Viertel der pro Raiders-Fraktion die Niederlage in der Euro Bowl vor Ort sah und trotzdem auf sie tippt. Das sollte den fünf anderen dann doch zu denken geben.
So überraschend die Tipps beim Samstagsspiel sind, bleibt eine Überraschung beim Sonntagsspiel völlig aus. Wobei es vielleicht überrascht, dass nicht wenigstens Herr Wagner, mit einer aufgesetzten "auch schon egal"-Miene, auf einen Sieg der Dragons tippt. Das geht ihm dann offenbar doch zu weit mit dem Herumprobieren. Die Dragons können die Vikings 2013 nicht stoppen. Period. Nicht der formidable Dally, nicht die beste Receiver-Unit der Milchstraße, schon gar nicht ihre #1, die gegen die Vikings in zwei Spielen 16 Yards am Boden zurück legte. Schön aufgeteilt auf acht auswärts und acht daheim. Und die Dragons Defense kann die Wikinger nicht stoppen. Hielten die Drachen die Offense der Vikings im ersten Spiel noch am Boden (Jesse Lewis mit 149 Yards Rushing), war es im Rückspiel ganz um sie geschehen. Lewis lief weiter, Christoph Gross komplettierte fast drei Viertel seiner Pässe für über 400 Yards und sechs Touchdowns. Die Dragons müssten nach der Bye Week schon sehr gesund und die Vikings ihres Amtes müde geworden sein, sollte es hier zu einem Upset kommen.
Beide Spiele gibt es live auf FA zu sehen. Am Samstag im Stream via raidersTV vom Tivoli, am Sonntag tickern wir aus Döbling.

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