Die Bilanz liest sich mit 125 Siegen bei nur 74 Niederlagen sehr positiv.

Das Endspiel um die Österreichische Staatsmeisterschaft, welches erst vor wenigen Wochen von Innsbruck nach Wien verlegt wurde, ist die Neuauflage des Vorjahresfinals. Damals siegten die Tiroler in Wien mit 23:13. Für Zündstoff ist demnach gesorgt.

„Das wird ein sehr emotionales Spiel“, erklärte Swarco Raiders Head Coach Shuan Fatah. „Daher ist es umso wichtiger, dass wir uns auf unsere Stärken konzentrieren. Die Vikings sind ein sehr gutes Team. Ich rechne mit einem Spiel, das bis zur letzten Minute spannend bleiben wird.“

DIE BILANZ: Duelle auf Augenhöhe
Spannend waren nämlich auch die beiden Aufeinandertreffen beider Mannschaften in der regulären Saison. Am fünfte Spieltag der AFL Saison 2012 uinterlagen die Raiders mit 15:17 in Wien. Beim Rückspiel am zehnten Spieltag in Innsbruck waren die Tiroler den Wienern trotz des verletzungsbedingten Ausfalls von Quarterback Kyle Callahan ebenbürtig und verloren nur knapp mit 12:14.

Im Endspiel um die Krone Österreichs treffen die Raiders und die Vikings nun bereits zum 30. Mal in einem Pflichtspiel (AFL und EFL) aufeinander. Dabei gingen die Wiener 20 Mal als Sieger hervor.

Auch wenn die Gesamtbilanz noch klar zugunsten der Wikinger spricht, verliefen die Duelle in der jüngeren Vergangenheit extrem ausgeglichen. Die Raiders gewannen sechs der vergangenen elf Aufeinandertreffen und verloren die fünf anderen Spiele mit zusammengerechnet lediglich 17 Punkten Unterschied.

Auch in punkto Endspiel ist die Bilanz ausgeglichen. Zum siebenten Mal stehen sich diese beiden Mannschaft in einem Austrian Bowl gegenüber. Drei Mal gingen die Wiener als Sieger vom Feld, drei Mal die Tiroler. Die Raiders gewannen alle drei Staatsmeisterschaften im Endspiel gegen die Vikings. Für die Tiroler ist es die neunte Finalteilnahme, für die Wiener bereits die 19.

VIKINGS: Niederlage im Eurobowl
Die Vikings gehen mit der Last einer Niederlage in das Finale. Es ist ihr zweites Endspiel innerhalb einer Woche. Am vergangenen Samstag unterlagen sie im Eurobowl XXVI mit 14:27 gegen die Calanda Broncos.

Dies war aber erst die zweite Saisonniederlage für die Wiener in diesem Jahr. Sie gewannen in dieser Spielzeit zehn Spiele in Serie, ehe sie in Woche 9 der AFL-Saison mit 34:35 bei den JCL Giants Graz erstmals eine Niederlage hinnehmen mussten. Auf diese folgten aber das 14:12 in Innsbruck und ein deutlicher 48:32-Sieg gegen die Danube Dragons im Halbfinale der AFL-Playoffs.

DIE STARS: Duell der Quarterbacks und Running Backs
Bereits einen Tag vor den Vikings sicherten sich die Raiders ihr Ticket für den Chevrolet Austrian Bowl XXVIII. Sie schlugen die Giants im Halbfinale mit 48:42. Dabei brachte Callahan bei seinem Comeback acht von 16 Pässen für 182 Yards mit drei Touchdowns und einer Interception an. Zudem fing er einen 6-Yard Touchdown-Pass von Wide Receiver Talib Wise, der zudem zwei Bälle für 81 Yards und einen Touchdown fing und 22 Läufe für 168 Yards und drei Touchdowns hatte.

Im gesamten Saisonverlauf brachte Callahan 103 von 173 Pässen für 1.538 Yards mit 13 Touchdowns und zwei Interceptions an. Er führt sein Team zudem mit 454 Yards bei 60 Läufen an und erzielte sieben Rushing Touchdowns. Seine 1.992 Gesamt-Yards sind der drittbeste Wert in der Liga.

Runningback Andreas Hofbauer hatte in der Saison 75 Läufe für 289 Yards und acht Touchdowns. Er fing fünf Bälle für 68 Yards und einen Touchdown. Runningback Florian Grein erzielte bei 62 Läufen 270 Yards und drei Touchdowns. Zudem fing er acht Pässe für 78 Yards und einen Touchdown. Runningback Lukas Miribung hatte 21 Läufe für 113 Yards und vier Touchdowns. Er fing fünf Bälle für 79 Yards und einen Touchdown.

Wide Receiver Julian Ebner führt die Raiders mit 27 gefangenen Bällen für 368 Yards und vier Touchdowns an. Im Halbfinale gegen die Giants hatte Ebner 3 Catches für 80 Yards und einen Touchdown. Wide Receiver Damaso Tarneller fing bisher 26 Bälle für 296 Yards und 2 Touchdowns. Wide Receiver Clemens Erlsbacher fing 17 Pässe für 299 Yards und zwei Touchdowns. Wise fing zehn Bälle für 180 Yards und einen Touchdown. Zudem erzielte er bei 18 Läufen 82 Yards und zwei Touchdowns. Wide Receiver Christian Willi fing zehn Bälle für 175 Yards und zwei Touchdowns.

Die Offensive der Vikings wird von Quarterback Christoph Gross angeführt. Er brachte 159 von 259 Pässen (61,4 Prozent) an und warf 2.035 Yards mit 24 Touchdowns und nur einer Interception. In all diesen Kategorien war er die Nummer eins der Liga im Grunddurchgang. Im AFL-Halbfinale gegen die Dragons brachte Gross 13 von 31 Pässen für 283 Yards mit vier Touchdowns und einer Interception an.

Runningback Dusty Thornhill erzielte bei 84 Läufen 688 Yards und elf Touchdowns. Weiterhin fing er 24 Bälle für 311 Yards und vier Touchdowns. Runningback Timothee Bach steht bei 43 Läufen für 221 Yards und vier Touchdowns. Er fing zudem neun Bälle für 31 Yards. Beide fehlten aber verletzungsbedingt im Halbfinale gegen die Dragons. Da war Runningback Islaam Amadu mit 17 Läufen für 48 Yards bester Mann.

Wide Receiver Laurinho Walch führt die Vikings mit 40 Catches für 683 Yards und sieben Touchdowns an. Wide Receiver Stefan Holzinger fing 20 Bälle für 298 Yards und drei Touchdowns. Wide Receiver Kyle Kaiser fing 18 Bälle für 316 Yards und sechs Touchdowns in nur vier Einsätzen. Im Playoff-Halbfinale fing Kaiser vier Pässe für 110 Yards und zwei Touchdowns. Zudem warf er einen 7-Yard Touchdown-Pass.

Ein Grund für den Erfolg der Tiroler in dieser Saison sind die Special Teams. Erlsbacher war der beste Punter der Liga. Er puntete 26 Mal für 955 Yards (36,7 Yards pro Punt). 18 Punts wurden innerhalb der gegnerischen 20-Yard Linie gestoppt. Zudem hatte er 5 Punt Returns für 138 Yards. Safety John Clements hatte sechs Punt Returns für 94 Yards und einen Touchdown und Wise erzielte bei sechs Punt Returns 95 Yards. Insgesamt hatten die Tiroler 20 Punt Returns für 361 Yards und zwei Touchdowns. Auf der anderen Seite ließen die Raiders nur fünf Punt Returns für 15 Yards zu.

Allerdings haben die Vikings zwei gefährliche Returner. Defensive Back Tillman Stevens returnierte acht Punts für 121 Yards. Im Playoff-Halbfinale hatte er zudem einen 63-Yard Punt Return Touchdown. Walch hatte acht Punt Returns für 116 Yards und auch acht Kickoff Returns für 271 Yards und einen Touchdown.

Bester Kick Returner der Tiroler ist Defensive Back Enrico Martini mit einem Schnitt von 42,2 Yards pro Return (9-380 Yards) und einem Touchdown. Kicker Christian Kellner verwandelte bislang elf von 15 Field Goals und 24 von 25 Extrapunkten. Erlsbacher verwandelte zudem 15 von 17 Extrapunkten.

Die Verteidigung der Tiroler erzwang in der AFL-Saison 15 Ballverluste (acht Interceptions, sieben Fumbles). Die Interceptions gingen auf das Konto von Eisenführer, Linebacker Christoph Schilcher (je zwei), Clements, Linebacker Philipp Margreiter, Linebacker Florian Hueter und Defensive Back Patrick Pilger (je eine). Clements returnierte seine Interception 90 Yards zum Touchdown. Brugnara, Defensive Lineman Markus Eitzenberger, Linebacker Mario Rinner, Margreiter, Clements, Defensive Lineman Markus Hechenberger und Hofbauer (jeweils einen) eroberten die Fumbles.

Margreiter führte sein Team in der AFL-Saison mit 44,5 Tackles (30 solo) an. Hueter hat 35,5 Tackles (22 solo). Dahinter folgen Schilcher (34,5 Tackles; 27 solo), Defensive Back Martin Breitsching (26,5 Tackles; 15 solo), Rinner (23 Tackles; 12 solo), Defensive Tackle Reinhard Pardeller (21,5 Tackles; 17 solo) und Eisenführer (21 Tackles; 19 solo).

Margreiter returnierte zudem einen geblockten Punt zum Touchdown. Linebacker Chris James hatte in vier AFL-Einsätzen 17,5 Tackles, drei Sacks, vier Tackles für Raumverlust, zwei erzwungene Fumbles und einen geblockten Punt. Auch Eitzenberger, Schilcher, Pardeller und Defensive Back Arno Andreas forcierten je einen Fumble. Zudem hatten Pardeller (2), Eitzenberger (1,5), Breitsching, Margreiter, Rinner und Defensive End Max Pichler (je einer) und Hueter (0,5) weitere Sacks.

Die Vikings forcierten sogar 16 Ballverluste ihrer Gegner (elf Interceptions, fünf Fumbles). Allein fünf der Turnover gingen aufs Konto von Defensive Back Benjamin Bubik (vier Interceptions, eine Fumble Recovery). Bei den Wienern ist Linebacker Dustin Illetschko mit 41,5 Tackles (24 solo) bester Tackler seines Teams, gefolgt von Defensive Back Peter Tutsch (37 Tackles, 29 solo), Stevens (34 Tackles, 25 solo) und Linebacker Marcus Greber (33 Tackles, 20 solo). Linebacker Simon Blach glänzte mit 13,5 Tackles für Raumverlust sowie sieben Sacks.

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