In Miami (1-15) wurde der General Manager vor die Tür gesetzt, Baltimore (5-11) trennt sich von Headcoach Brian Billick.

Der ehemalige Dallas Cowboys Coach Bill Parcell trat seinen Job als Vize-CEO der Miami Dolphins letzten Donnerstag an. Fünf Tage später feuerte er nun den General Manager Randy Mueller, wie auch seine Mitarbeiter Mike Baugh (Assistant Director of Player Personnel) und Scouting Director Rick Thompson. Headcoach Cam Cameron überstand die erste Runde von Parcell’s Neustrukturierungsagenden. Über seine Zukunft wird diese Woche entschieden. Die Dolphins entgingen nur knapp einer perfect season – natürlich in die falsche Richtung. Die früher Mal erfolgsverwöhnten Delfine konnten heuer nur eine Mannschaft besiegen – die Baltimore Ravens. Auch dort fand eine Zäsur statt.

Wenn Freunde scheiden
Brian Billick führte die Baltimore Ravens 2001 noch zum Gewinn der Superbowl. 2006 erreichte die Mannschaft mit 13-3 den besten record ihrer Geschichte. Die Erwartungen für diese Saison waren daher so hoch wie nie – man wollte ein Wort mitsprechen um die Schüssel, erlitt dabei aber Schiffbruch. Eine fürwahr rabenschwarze Saison, mit jeweils zwei Niederlagen gegen Cincinnati und Cleveland und einer gegen Buffalo. Gegen die großen Teams, wie New England, San Diego oder Indianapolis hatte man nichts zu bestellen. Nach der peinlichen Niederlage gegen die Dolphins, half auch ein Sieg gegen das B-Team der Steelers im letzten Spiel nichts mehr – die Entscheidung wurde schon vorher getroffen: Billick muss gehen.

Zwar wollte Teambesitzer Steve Bisciotti Billick 2008 noch eine weitere Chance geben, entschied sich aber nach Absprache mit Präsident Dick Cass und General Manager Ozzie Newsome dann doch für eine Trennung.

Der 53-Jährige reagierte auf seine Kündigung gelassen. "Er (Anm.: Bisciotti) hatte eine schwere Entscheidung zu treffen und das getan, wovon er glaubt, dass es das Beste für den Verein ist. Wir waren und bleiben Freunde."

Die Spieler der Ravens nahmen die Nachricht mit gemischten Gefühlen auf. Kicker Matt Stover meinte, dass er damit nicht einverstanden gewesen, aber es Zeit für eine Veränderung gewesen wäre. Ähnlich äußerte sich Receiver Derrick Mason, der Billick hoch anrechnet die harsche Kritik der Medien am Team auf sich genommen zu haben.

Billick war Offense Coordinator der Minnesota Vikings bevor er 1999 zu den Ravens kam und galt als kompetenter Offensiv-Guru. Interessant, dass Baltimore danach vor allem für ihre Defense gefürchtet wurde. Er führte die Ravens in den Jahren 2000, 2001, 2003 und 2006 in die Playoffs und beendet seine Karriere in Baltimore mit 80 Siegen zu 64 Niederlagen.

Wer neuer Trainer in Baltimore wird, ist derzeit noch offen.

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