Die Vienna Vikings bleiben in der European League of Football auch nach ihrem vierten Saisonspiel ungeschlagen und führen weiter die Eastern Conference an vor Wroclaw und Berlin an.

Der amtierende ELF-Champion setzte sich am Sonntag bei den Fehervar Enthroners mit 41:12 durch. Quarterback Chris Helbig erlief selbst zwei Touchdowns, der Erfolg der Wiener war, trotzt dreier Fumbles alleine in der ersten Hälfte, ungefährdet.

ELF WEEK 5

Fehérvár Enthroners (0-5) vs. Vienna Vikings (4-0) 12:41
(0:14/6:13/0:7/6:7)
SO 2. Juli 2023 16:25 Uhr · First Field Székesfehérvár

Mailand chancenlos in Innsbruck

Über ein erfreulich ähnliches Ergebnis dürfen sich die Raiders Tirol freuen. Die Innsbrucker siegten daheim gegen die Milano Seamen mit 38:12. Die Tiroler sicherten sich damit vor über 4.180 Zuschauer:innen den vierten Sieg im fünften Saisonspiel und meldeten sich nach dem 3:6 von Stuttgart eindrucksvoll zurück.

In der Central Division liegen die Raiders hinter Stuttgart Surge auf dem zweiten Platz. Am kommenden Sonntag kommt es am Innsbrucker Tivoli zum direkten Duell zwischen Raiders und Vikings.

ELF WEEK 5

Raiders Tirol (4-1) vs. Milano Seamen (1-3) 38:13
(20:7/10:6/8:0/0:0)
SO 2. Juli 2023 16:25 Uhr · Tivoli Stadion Innsbruck, 4.180 Zuschauer


Raiders Tirol besiegen Milano Seamen

Die RAIDERS Tirol starteten in Ballbesitz und kamen durch Runningback Tobias Bonatti zu den ersten positiven Yards des Spiels. Ein Trickspielzug über Jarvis McClam hätte großen Raumgewinn gebracht, wurde aber auf Grund einer Strafe zurückgenommen. Quarterback Christian Strong hinderte das aber nicht daran, gleich im nächsten Play wieder McClam zu suchen, der seinen Speed zünden und das Ei 60 Yards bis in die Red Zone der Seamen tragen konnte. Wenig später war es Philipp Haun, der einen Pass von Strong in der Endzone unter Kontrolle und damit auch die RAIDERS Tirol in Führung brachte.

Der Extrapunkt wurde geblockt – neuer Spielstand 6:0 aus Sicht der Hausherren.

Die Seamen starteten nach missglücktem Kickoff der RAIDERS an der eigenen 40-Yard-Linie, gaben den Ball aber nach einem schlechten Snap wieder in die Hände der Tiroler. Tim Unger stürzte sich als erster aufs Ei und sicherte so seinem Team das Ballrecht. Ein schneller Pass auf Bonatti brachte Raumgewinn und die RAIDERS standen wieder vor den italienischen Toren zur Endzone. Christian Strong fand Adrian Platzgummer an der 1-Yard-Linie, im folgenden Play war es Bonatti, der in zum Touchdown einlaufen konnte. PAT war gut – 13:0 für die RAIDERS Tirol nach nicht einmal fünf gespielten Minuten.

Mailand sah sich dementsprechend früh gezwungen, Risiko einzugehen. Die Defensive der Tiroler brachte die Seamen zum Ausspielen eines vierten Versuchs, der von Quarterback Zahradka sehenswert an die Seitenlinie zu seinem Passfänger Andrea Serra angebracht wurde. Der Druck der D-Line auf den italienisch-amerikanischen Spielmacher war groß, dennoch brachte er auch weitere Bälle bei seinen Mitspielern an und konnte so sein Team immer näher in Richtung der Tiroler Endzone manövrieren. Schlussendlich fand er Leonardo Franchi zum Touchdown – die Seamen verkürzten auf 13:7.

Aber die RAIDERS Tirol zeigten sich davon unbeeindruckt und blieben ihrem hohen Tempo treu.

Direkt im ersten Play der neuen Angriffsserie brach Bonatti durch und sprintete für 64 Yards in die italienische Endzone zu seinem zweiten Score des Abends. Schnelle Antwort – 20:7 zur Mitte des ersten Viertels.

Nach einem raschen three and out war die Offensive der RAIDERS wieder am Zug. Marco Schneider wurde sofort von Christian Strong gefunden und lief bis an die 5-Yard-Linie der Seamen – durch eine Strafe wurde das Play aber zurückgepfiffen. Über Philipp Haun kam ein neues First Down zustande. Auch die Tiroler spielten schon früh in der Partie vierte Versuche aus und kamen durch Runningback Lukas Halswanter auch zum Erfolg. Marco Schneider erzielte wenig später ebenfalls ein neues First Down.

RAIDERS Tirol bauen Führung aus

Das zweite Viertel startete mit einem Touchdownpass von Christian Strong auf Jarvis McClam – neuer Spielstand damit 27:7 aus Sicht der RAIDERS Tirol. Die Mailänder konnten den Ball in weiterer Folge zwar ein wenig bewegen, wurden aber wieder zum Punt gezwungen. Die Offensive der RAIDERS um Christian Strong tat sich leichter, kam immer wieder zu neuen First Downs und auch in die Nähe der Endzone der Gäste. Dieses Mal wurde der Drive aber nicht mit einem Touchdown, sondern einem Field Goal von Niklas Sanin beendet – 30:7.

Die Seamen versuchten Antworten zu finden – machten allerdings folgenschwere Fehler.

Quarterback Zahradka warf den Ball direkt in die Arme von Defensive Back Divine Buckrham, der erst an der 17-Yard-Linie gestoppt werden konnte. Damit standen die RAIDERS Tirol wieder in der Red Zone der Gäste. Kurz darauf fing Marco Schneider einen Pass an der 1-Yard-Linie und Christian Strong durchbrach wenig später selbst die Linie – allerdings wurde das Play nach illegal Formation zurückgenommen. Drei Versuche kamen zu keinem positiven Ergebnis – Niklas Sanin kam wieder zum Field Goal und es sollte eine sonderbare Sequenz folgen: Das Field Goal wurde geblockt, die Seamen stürmten zum Ei und kamen durch Bismark Yeboah zum Touchdown. PAT not good – 30:13 neuer Spielstand.

Der anschließende Drive der RAIDERS Tirol brachte nichts ein, zum ersten Mal musste gepuntet werden. Mailand lief die Zeit davon, um in der ersten Halbzeit noch Punkte anzuschreiben.

Traum-TD von Marco Schneider

Hälfte zwei startete mit Ballbesitz für die Gäste – und die Puntformation stand nach dominanter Vorstellung der RAIDERS-Defensive bereit. Punter Matteo Felli hatte aber anderes im Sinne und lief selbst zu einem First Down – ein Trick Play, das schlussendlich nichts einbrachte. Die Defensive brach über Tim Unger zu Quarterback Zahradka durch – dieses Mal wurde wirklich gepuntet.

Offensiv starteten die Hausherren ähnlich wie in Halbzeit eins: Tobias Bonatti fand Lücken und somit auch Wege zu einem neuen First Down. Ein herrliches Play sollte sich kurz später ereignen: Marco Schneider wurde von Christian Strong gesucht – und der Rookie des Jahres 2022 setzte sich sehenswert gegen seinen Manndecker durch. Ein 32-Yard-Touchdown für den Youngstar. Tobias Bonatti erzielte anschließend eine Two-Point-Conversion – 38:13 neuer Spielstand.

Die folgenden Angriffsserien der Italiener als auch der Tiroler endeten allesamt mit Punts – es wollten keine weiteren Punkte mehr folgen. Die RAIDERS Tirol feierten damit ihren vierten Sieg im fünften Spiel und bereiten sich ab sofort intensiv auf den Schlager kommende Woche vor: Die Vienna Vikings sind im Tivoli Stadion zu Gast.

„Wir sind über den Sieg sehr glücklich, auch wenn wir noch einiges an Arbeit vor uns haben.“, sagte Raiders Head Coach Kevin Herron nach dem Spiel. „Ich bin sehr stolz auf die Jungs! Jetzt geht es gegen die Vikings zu Hause weiter, ein schweres Spiel wartet auf uns. Wir werden hart arbeiten und wollen den nächsten Sieg einfahren.“

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