Seit der Absage der WM 2015 in Stockholm geht ein Riss durch den internationalen Football, der in kleinen Schritten immer größer wird.
Vor allem der nun doch nicht zurücktreten wollende Ex-Präsidenten Tommy Wiking, der zwischenzeitlich auch wegen Betrugsverdacht in U-Haft saß, hat sich mit seinem ehemaligen Erzfeind Robert Huber (Präsident des deutschen Verbandes) zusammengetan und seinen eigenen Vorstand in der Lobby jenes Hotels in Canton "gewählt", in dem die tatsächliche Sitzung der IFAF ein paar Meter weiter stattfand. Dort wurde eigentlich der Finne Roope Noronen als Nachfolger von Wiking bestellt, der Schwede sieht sich aber nach wie vor im Amt und bekommt Schützenhilfe aus Deutschland.
Noronen gab nun ein Statement ab, dass die IFAF keinerlei Vorstandsmitglieder akzeptiere werde, die nicht bei der Generalversammlung des Verbandes dazu gewählt wurden.
Außerdem rief er die Mitglieder dazu auf, dem von seinem Schattenkabinett ausgerufene außerordentliche Versammlung im März, fern zu bleiben, Dort wollen Huber/Wiking ihre "Amtsperiode" wohl noch einmal verlängern und sich zumindest selbst eine Legitimation für ihr Tun geben.
Geld und Social Media Accounts weg
Noronen räumte ein, dass der Vorstand der IFAF derzeit keinen Zugriff auf das allgemeine Bankkonto der IFAF habe und Mitglieder angehalten sind, derzeit keine Mitgliedsbeiträge einzuzahlen. Ebenso hat das Board keinen Zugriff auf die Social Media Accounts der IFAF, lediglich die offizielle Homepage www.ifaf.org konnte man vor den Zugriff Dritter bewahren. Derzeit seien Anwälte damit Zugänge zum Konto und den facebook/Twitter Accounts zu erwirken.
U19-WM in China auf der Kippe
Der Verband unter Noronen hat auch die Junioren-WM 2016 an China vergeben, das das Turnier nun ausrichten soll. Derzeit ist davon auszugehen, dass Deutschland nicht an der von diesem aus ihrer Sicht "falschen" Präsidium des Weltverbandes vergebenen, WM teilnehmen wird, ihnen könnte dann auch noch Japan folgen. Es droht ein ähnliches Szenario wie bei der letzten Herrn WM in Canton, bei der mehrere Nationen abgesagt haben und die in Canton Ohio unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden hat.

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