NFL

  • Eine neue Woche beginnt, aber die Schlagzeilen werden nach wie vor vom selben Team dominiert. Die New England Patriots sicherten sich gestern die Dienste des womöglich besten Wide Receivers am Free Agent Markt. Donte‘ Stallworth, der seiner Karriere in Philadelphia neues Leben einhauchen konnte, soll für rund 30 Millionen in den kommenden sechs Jahren für Tom Bradys tiefe Pässe zur Stelle sein. Der äußerst kompliziert strukturierte Vertrag würde auf der NFL-Seite von ESPN dankenswerterweise aufgeschlüsselt und zeigt, dass Stallworth bereits nach der kommenden Saison äußerst kostengünstig gegangen werden (sprich: gecuttet) könnte, so er denn nicht die von ihm erwartete Leistung bringen sollte. Einen ähnlichen Vertrag erhielt auch Ex-Bengal und Positionskollege Kelley Washington, der mit Stallworth die Receiver-Zange der Zukunft oder eben der nächsten Saison bilden soll.
  • Ein heftiges ‚Bäumchen, wechsel dich‘-Spielchen entwickelte sich in des Autors Abwesenheit auf der Running Back Position. Free Agent Jamal Lewis, der vor drei Jahren noch mit einer raren 2000 Yard Saison für Furore gesorgt hatte, heuerte im verlotterten Browns Nest an, das er damals bereits mit 295 Yards in einem Spiel gehörig aufwirbelte. Seine Raben holten sich dann auch gleich Willis McGahee ins Nest; das Ganze für den ‚läppischen‘ Preis von zwei Drittrundenpicks und einem in der siebten Runde, also doch ziemlich beachtlich für einen Spieler der nach seinem Zerwürfnis mit der Vereinsführung sowieso kein einziges Down mehr am Lake Erie gespielt hätte. Um das Geschehen im Walde noch ein wenig undurchsichtiger zu machen sei noch angeführt, dass die Braunen nach der Verpflichtung von Lewis ihrerseits wiederum keine Verwendung für Reuben Droughns hatte. Der wurde im Tausch gegen WR Tim Carter kurzerhand in die baumlose Wüste der New York Giants abgeschoben.
  • Zwar nicht ganz so hochkarätig dafür aber durchaus erwähnenswert sind die Wechsel von RB Dominic Rhodes, FB Justin Griffith und RB T.J. Duckett. Rhodes, der in der vergangenen Super Bowl eine seiner besten Leistungen im Dress der Indianapolis Colts abrufen konnte, ging nach Oakland und bekam mit Griffith, der aus Atlanta kam, auch gleich einen passablen Vorblocker zur Verfügung gestellt. Den, für einen ehemaligen Erstrundenpick, bislang recht erfolglosen Duckett verschlug es dagegen Richtung Norden, genauer gesagt zu den Detroit Lions.
  • Mit Roderick Hood holten sich die Arizona Cardinals am vergangenen Wochenende ein signifikantes Upgrade auf der CB-Position. Hood, der alle vier Ligajahre in Philadelphia zubrachte, wurde nicht mal gedraftet, schaffte es bei den Eagles aber über die Special Teams als Nickelback in die Verteidigung und sorgte dort mit soliden Leistungen für Aufsehen. Circa zeitgleich besiegelte Donnie Edwards seine Rückkehr nach Kansas City. Der Linebacker verbrachte dort seine ersten sechs Spielzeiten und hofft nach fünf durchaus erfolgreichen Jahren mit den Chargers auch im Alter von 33 noch nicht zum alten Eisen gezählt zu werden.
  • Wie bereits von einem findigen User angemerkt könnte TE Randy McMichael, der letzte Woche von den Dolphins gecuttet wurde, zum Steal der Free Agency werden. Die Rams nahmen sich ein Herz und holten sich mit dem 27-Jährigen nicht nur einen erfahrenen Spieler, sondern auch einen Mentor für die beiden Jungen TEs Klopfenstein und Byrd, die beide in ihr zweites Jahr kommen. Im Gegenzug muss aber auf den vierten WR Shaun McDonald verzichtet werden, der gestern einen Kontrakt in Detroit unterzeichnete. Generell könnte für St. Louis eine frustrierende Zeit anbrechen, denn auch der dritte WR, Kevin Curtis, bereist verschiedene Teams um einen möglichst lukrativen Vertrag an Land zu ziehen.
  • Ein weiterer Ex-Cowboy wird ab nächster Saison die NFL-Crew von ESPN verstärken. Dabei handelt es sich nach Bill Parcells nun um keinen geringeren als den amtierenden Rushing Leader Emmitt Smith. Dort wird er zusammen mit Chris Berman, Mike Ditka, Tom Jackson, Chris Mortensen und Ron Jaworski nicht nur den sonntäglichen NFL Countdown schmücken, sondern auch mit Berman, Jackson, Mortensen, Parcells und Steve Young am darauf folgenden Tag die Vorberichterstattung zu Monday Night Football übernehmen.
  • Einer drastischen Veränderung werden sich die San Diego Chargers am morgigen Mittwoch unterziehen. Dann sollen nämlich ein neues Logo, sowie neue Uniformen vorgestellt werden . Einen kleinen Vorgeschmack auf das, was den gemeinen NFL-Fan erwartet wird, gibt dieser Artikel auf NFL.com. Football-USA wird sie im nächsten Frühstückskaffee aber in jedem Fall auf dem Laufenden halten.
  • Wer bei dem geschäftigen Treiben der NFL Free Agency dennoch allzu leicht den Überblick verlieren sollte, ist entweder bei Adam Schefter oder an dieser Stelle richtig aufgehoben. Beide Anlaufpunkte geben Auskunft über alle bisher getätigten Deals.


College Football

  • Wie immer werden Fans des College Football von SI.com-Kolumnist Stewart Mandel auch während der Offseason über alle wichtigen Vorgänge auf den aktuellen Stand gebracht. Diesmal beschreibt er die Entwicklung von Longhorns Sophomore QB Colt McCoy. ‚From zero to hero‘ könnte ein inoffizieller Titel lauten, oder wie es das ‚Mauerblümchen‘ innert weniger Monate zum unangefochtenen Anführer der Texaner schaffte.

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