Die Denver Broncos haben in einem überraschenden Move Mark Sanchez von Philadelphia geholt.
Es sei der erste Schritt, betonte CEO John Elway, womit davon auszugehen ist dass man den 29-Jährigen in Colorado nicht zum direkten Nachfolger von Peyton Manning machen will.
Sanchez kam 2009 in die NFL. Obwohl er bei den Jets stets ein Unsicherheitsfaktor war, erreichten die New Yorker in den ersten zwei Jahren mit ihm als Starter jeweils das Conference Final. Was (fast) unbemerkt blieb: In der Zeit warf er weit mehr Picks als Touchdowns, kam nie über eine Completion Rate über 55 Prozent, was sich auch in einem schwachen Quarterback Rating ausdrückte. Zum Vorschein kam das erst in den Saisonen danach, als die Jets mit einer schwächeren Defense nur mehr Zuschauer in der Post Season waren. Unrühmlicher Höhepunkt war der Buttfumble von Sanchez, der in Folge gebencht wurde. 2014 landete er bei den Eagles. In zehn Spielen als Starter warf er für Philadelphia 18 Touchdowns und 15 Interceptions, sein QBR stieg auf über 80 an. Er hat sich in den beiden Jahren zumindest den Ruf eines soliden Backups erarbeitet.
Philadelphia bekommt dafür einen Conditional Pick von Denver im Draft 2017. Sanchez‘ Vertrag garantiert im eine Millionen Dollar in der kommenden Saison, maximal kann er 4,5 Millionen verdienen.
Was macht Kaepernick?
Die Broncos haben in erster Linie ein Auge auf Colin Kaepernick geworfen, der nach der letzten katastrophalen Saison in San Francisco unbedingt weg will von der Bay. Die Broncos, die nach dem Rücktritt von Peyton Manning und dem Wechsel von Brock Osweiler zu den Houston Texans ein größeres Quarterback Problem haben, möchten den 28-Jährigen auch bei sich haben. Einzig und alleine scheitert es derzeit an den Bedingungen, denn die 49ers möchten für Kaepernick den späten Zweitrunden-Pick der Broncos (#63) overall, haben sie ein Angebot von Cleveland, die ihren Drittrunden-Pick (#65) für Kaepernick in den Topf warfen. Denvers Drittrunden-Pick wäre erst die #94 overall und das wäre zu wenig, meint Broncos Wire.
Bei dem Pokerspiel sollte man nicht vergessen, dass San Francisco auch die Option hat Kaepernick einfach zu behalten. Was angesichts seines Wunsches nach einem Wechsel aber unwahrscheinlich ist. Denver legte Kaepernick jedenfalls den für ihn besseren Vertrag im Vergleich zu Cleveland vor, die Entscheidung liegt aber beim Team. Die 49ers würden mit einem Trade ihrer Nummer 7 13,425 Millionen Cap Space frei machen.
Johnny ohne Football
Die Cleveland Browns haben endgültig einen Schlussstrich unter der Versuchsreihe Johnny Manziel gezogen und den 23-Jährigen entlassen. Der Mann, der vor zwei Saisonen kam um Cleveland zu retten, hat in der Zeit nur zwei Dinge gezeigt: Den Stinkefinger und das er körperlich wie mental nicht in der Lage ist, mit Erwachsenen zusammen in einem Profibetrieb zu arbeiten. Im Vordergrund standen stets Probleme mit der Freundin, dem Alkohol und daraus resultierende den Behörden und der Franchise. Leistung am Feld? Negativ. 
Manziel fällt als Sohn reicher Eltern zumindest finanziell in ein gemachtes Bett. Dass er noch ein Angebot in der NFL erhält scheint ausgeschlossen, außer Jerry Jones, der als einziger das unter einer Kiste Whiskey versteckte Talent Manziels noch erkennen kann, setzt sich bei den Dallas Cowboys gegen seinen Sohn durch, der aber klar sagte: Papa, Nein!

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