Im Artikel über die wertvollsten Spieler der Saison, zählten wir am Ende auch alle MVP Titel seit 2005 auf. Das ist auch jenes Jahr, seitdem regelmäßig in fünf Kategorien (Liga, Offense, Defense, Coach und Youngstar) Trophäen vergeben und – nicht ganz unwichtig – veröffentlicht und dokumentiert werden. Greins Frage zu den acht MVP-Titel für die Raiders war, wie er denn alleine schon fast so viele (am Foto sind fünf zu erkennen) haben kann? Auch Mario Rinner hat mehr Titel, nämlich zumindest noch den des Defense MVPs 2004.
Die Antwort ist eben die fehlende Dokumentation. Selbst eine Recherche im Webarchiv erhellt die Höhle der medialen Finsternis des Footballs zwischen 1983 und 2004 nur notdürftig. Das betrifft nicht nur MVP Titel in der Zeit, sondern auch Statistiken und Spielergebnisse. Wobei es letzte zumindest in analoger Form gesammelt gibt.
Es gab zuletzt Bemühungen einzelner Personen diese Zeit aufzuarbeiten und (neu) zu digitalisieren, die aber, wohl auch auf Grund des riesigen Umfangs des Projekts, über den guten Vorsatz nicht hinaus kamen. Man müsste so manchen Keller aufsuchen, das Webarchiv durchforsten, handgeschriebene Formular in digitale Form bringen und die Daten danach auch aufbereiten.
Derzeit lässt sich die Webseite des AFBÖ über Archivanfragen bis ins Jahr 2001 zurück verfolgen, football.at, heute die Webadresse des Verbandes, damals ein privates Unterfangen, geht zwei Jahre weiter zurück. Beide Archive geben aber auch nur bedingt Auskunft und nur bruchstückhafte Informationen her.
Irgendwer müsste sich irgendwann und irgendwo ein paar Wochen hinsetzen, um mal das frühe Internetzeitalter zu reinstallieren, bevor man in die Schlucht der analogen 80er und frühen 90er-Jahre hinab steigt. Ansonsten wird man sich, falls vorhanden, mit der Lektüre von Richard Plenks "All the way" und Dr. Stefan Herdeys "First and twenty" begnügen müssen. Freiwillige melden sich am besten beim AFBÖ.
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