Anscheinend war das Vertrauen der Wikinger in die Fähigkeiten ihres Backup QBs nicht groß genug um ihn auch starten zu lassen. Die Wikinger besetzten vielmehr die vakanten Positionen QB (Olson) und RB (Gustafson) mit derzeit noch unbekannten Amerikanern nach und haben nicht vor mit einem vierten Legionär in der Offense zu spielen. Daher war einer zu viel im Boot. Charley ‚don’t blink‘ Enos erfuhr kürzlich, dass sein Vertrag nicht mehr verlängert werden wird und tauchte bereits vor einigen Tagen am Jobradar der Manager der AFL und GFL auf: Enos free agent.

Die Vikings haben es Enos nicht nur freigestellt sich ab sofort um eine neue Stelle umzuschauen, sondern entwickeln eine auffällige starkes Vermittlerbedürfnis ihm gegenüber. Man möchte den Überzähligen nämlich gerne ins Ausland verabschieben, bevor noch ein AFL Team auf die Idee kommt ihn zu signen. Servus, Pfiati und Auf Wiederschauen wird es aber wohl so locker nicht spielen, denn Enos steht bereits in Kontakt mit zwei Teams der höchsten heimischen Liga. Es sollte sich schon demnächst entscheiden wo der Mann, der im Vorjahr mit 15 Touchdowns einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg der Vikings beigetragen hat, in der kommenden Saison spielen wird.

Damit lassen die Vikings nach ihren Worten (werden nur mehr mit sechs Imports spielen) auch Taten folgen. Man hält sich 2006 bereits an eine designierte ‚Import Regelung‘ für 2007, welche besagt, dass man nur sechs Nicht-Österreichern am Roster führen und nicht mit mehr als drei gleichzeitig am Feld spielen darf. Diese vorauseilende Geste soll beispielgebend sein, aber auch andere Teams haben ihren Willen bekundet ‚abrüsten‘ zu wollen, so z.B. die Raiders und Blue Devils. Ob das bloß Lippenbekenntnisse waren um die Gegner in Sicherheit zu wiegen, oder ob auch hier Wahrheit gesprochen wurde, sollte sich in den kommenden Wochen zeigen. Bis Ende Jänner werden die Verhandlungen mit Legionären allerorts zu einem vorläufigen Abschluss kommen.

Wer sind die sechs Vikings Legionäre? Daniel Nwangwu, Neil Maki und Michal Latek kehren alle drei nach Wien und damit in die Defense zurück. Neben Luke Atwood, werden in der Offense noch zwei US-Amerikaner auflaufen. Ein Quarterback und ein Runningback, deren Namen demnächst bekannt werden sollten.

Eine Option bei den Vikings doch noch unterzukommen gibt es für Enos. Sollte Atwood sich entschließen in den Staaten zu bleiben, dann wird man Enos wieder ins Boot holen. Wenn es ihn dann noch gibt. Zuletzt sendete nämlich Atwood (28) Signale aus sich beruflich in den USA neu orientieren zu wollen.

Auch an der Line wird man in Wien nachrüsten müssen – mit Eigenbauspielern. Martin Hammermüllers Karriere Ende war vorprogrammiert, nicht programmgemäß die Rücktritte von Thomas Vanicek und Christoph Wieshofer. Die Line könnte das violette Sorgenkind im kommenden Jahr werden.

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