Mit diesem 27:24-Sieg gegen die Vienna Vikings II demonstrieren die Bulls, dass sie heuer wieder bei der Vergabe des Titels ein Wörtchen mitreden wollen.

Als die Vikings vier Minuten vor Spielende den Rückstand auf 20:18 verkürzen können, steht das Spiel auf Messers Schneide. Die Bulls können zwar zwei Minuten von der Uhr herunterspielen, aber ein QB-Sneak bei 4th & 1 an der Vikings 40-Yard-Linie bringt nicht das erhoffte First Down. Christoph Gross und seine Vikinger übernehmen den Ball bei 2 Minuten an ihrer 42-Yard-Linie. Eine Minute vor Spielende bringt ein schöner 39-Yard-Pass auf Timothee Bach die Vikings mit 20:24 in Führung.

Nach zwei incomplete Passes und einer Strafe wegen Holdings sieht es nicht so aus, als könnten die Bulls noch einmal kontern. QB Jackson läuft daraufhin selbst mit dem Ball für 9 Yards und geht out of Bounds. Ein Late Hit bei diesem Spielzug bringt den Bulls zwar weitere 15 Yards, aber die Spieluhr tickt gnadenlos. Bei 2 Sekunden auf der Spieluhr stehen die Bulls an der Vikings 34 und jeder weiß, dass in dieser Situation nur mehr ein Hail Mary Pass kommen kann. Die Offense Line der Bulls gibt KJ Jackson die Zeit, die er benötigt, und dieser findet Tobias Grötzmair in der Ecke der Endzone, der sich etwas streckt und den Ball sicher fängt. Der Jubel bei den Bulls war dementsprechend.

Bereits in der ersten Halbzeit war klar, dass keines der beiden Teams entscheidende Vorteile für sich verbuchen konnte. Die Vikings konnten ihren ersten Drive gleich mit einem 30-Yard-Pass von Christoph Gross auf Florian Schwendinger abschließen (Conversion failed). Die Bulls gelangten zwar anschließend bis zur 10-Yard-Linie der Vikings, verloren den Ball aber durch einen Fumble. Die folgenden Drives beider Mannschaften endeten jeweils in Punts oder Ballverlusten. Ende des zweiten Viertels konnten die Bulls dann durch einen Pass von KJ Jackson auf Tobias Grötzmair und anschließendem Kick von Michael Lyssenko mit 7:6 in Führung gehen. Mit diesem Spielstand ging es auch in die Pause.

Auch in der zweiten Halbzeit konnte keines der beiden Teams davonziehen. Ein 18-Yard-Pass auf Manuel Thaller durch Christoph Gross (Conversion failed) brachte eine kurzzeitige Führung der Vikings, aber die Bulls konnten sofort durch einen QB-Sneak von KJ Jackson mit 14:12 die Führung zurückerobern.

Zu Beginn des vierten Viertels war es wiederum KJ Jackson, der durch einen 8-Yard-Lauf über die linke Seite die Führung der Bulls auf 20:12 ausbauen konnte. Diese Punkte waren vor allem durch einen wunderschönen Block von Receiver Andreas Diwald kurz vor der Endzone ermöglicht worden. Der Extrapunkt konnte aufgrund eines zu hohen Snaps nicht verwertet werden. In einem langen Drive war es dann QB Christoph Gross, der mit einem 1-Yard-Run die Vikings wieder auf 20:18 heranbrachte und damit die Bühne für dieses spannende Finale bereitete.

Das Spiel mag vor allem aufgrund der vielen Ballverluste auf beiden Seiten (7 Turnovers) nicht hochklassig gewesen sein, aber beide Mannschaften bewiesen Herz und Kampfgeist und lieferten den Zuschauern perfekte Unterhaltung durch eines der spannendsten Spiele der letzten Jahre. Im Gegensatz zum Spiel in Wien konnten die Bulls die Partie durch eine gelungene Mischung aus Pass und Lauf bis zum Ende offen gestalten. Wenn es den Coaches gelingt, die Turnovers zu reduzieren, ist diesem Team einiges zuzutrauen.

LB Stefan Altenberger, der im dritten Viertel durch einen Schlag ins Kreuz verletzt ausscheiden musste, wird voraussichtlich nächstes Wochenende gegen die Steelsharks spielen können.
Pressemeldung Salzburg Bulls

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